Bret Easton Ellis auf dem Cover des niederländischen Magazins “Fantastic Man”: Er hat den bösen Blick und die nötige Unverforenheit.
Der Mann war 21 und ging noch ins College, als sein Erstling Less Than Zero erschien. Das Buch, das Easton Ellis mit 19 begonnen hatte, machte 1985 Furore. Es erzählt von Clay, einem 18-jährigen College-Schüler aus finanziell vollem und emotional leeren Haushalt. Clay gibt Gas bei Sex’n’Drugs’n’Rock’n’Roll, bis ihm die Luft ausgeht und er Los Angeles verlässt. Das freilich nicht, bevor er mit Männern wie Frauen im Bett landete, eine halbe Apotheke sowie eine halbe Schnapsbrennerei geschluckt und der Menschheit die zwei grossen Lügen junger Kerle auf den Tisch geknallt hatte: 1. Ich zahl dir das Geld zurück. 2. Ich komm nicht in deinem Mund.
Neues Werk: “Imperial Bedrooms”. Inzwischen ist der Mann 46, hat mehrere Ziegel hinter sich wie “American Psycho”, in dem Marken mehr zählen als Menschen, oder “Lunar Park”. Sein siebter Roman führt Easton Ellis zu “Less Than Zero” zurück. Imperial Bedrooms, eben in Englisch erschienen, ist in deutscher Sprache ab Mitte September als “Königliche Schlafgemächer” erhältlich. Wer dem zornigen jungen Mann, der zum zornigen mittelalterlichen Mann wurde, zuschauen und zuhören will, kann das über diesen Link tun. Am 8. Oktober 2010 liest Bret Easton Ellis im Kaufleuten Zürich. Billets (der Saal wird in Kürze ausverkauft sein): www.kaufleuten.com