Zaha Hadid als freie Künstlerin: “Aura 2”.
Zaha Hadid als Schmuckdesignerin: Halsschmuck “Glace” für Swarovski.
Zaha Hadid als Schuhentwerferin für Lacoste und Melissa.
Unbestritten ist die Britin Zaha Hadid, 60, eine der spannendsten Figuren in der Architektur und im Design, das Magazin “Time” erhob sie im April gar zu einer der 100 einflussreichsten Menschen des Jahres 2010. Berühmt sind Hadids Bauten für ihre Dynamik, ihren WOW!-Effekt, die sofortige Erkennbarkeit ihrer Duftmarke - und die Absenz des rechten Winkels. Berüchtigt sind Hadids heftige Budgetüberschreitungen: ihr eben eröffnetes Museum für zeitgenössische Kunst Maxxi in Rom kostete 150 Mio. Euro statt 57 Mio. Euro, ihr Brückenpavillon für die Expo 2008 in Zargoza saftige 80 Mio. Euro statt 20 Mio. Euro und steht leer. Irritation löst ihr Hang zum Startum aus: In Rom erschien die energische Dame zur Maxxi-Pressekonferenz in einer schwarzen Limo samt mehrerer Leibwächter.
In den letzten Jahren erweiterte die Super-Kreative ihre Geschäftsfelder sukzessive, entwarf neben Masterplänen, Häusern, Möbeln und Lampen auch Schuhe und Schmuck. Nun folgt ein weiterer Schritt. Die Architektin Hadid wird erstmals Kuratorin. In der Galerie Gmurzynska in Zürich stellt Hadid ihre Designstücke mehreren Schwergewichten der Kunstgeschichte wie Kasimir Malewitsch oder Alexander Rodschenko entgegen. Die Bilder der russischen Avantgarde stammen aus der Sammlung Gmurzynska, die Ausstellung ist ab 13. Juni, dem Wochenende vor Beginn der Art Basel, bis 25. September geöffnet. Paradeplatz 2, 8001 Zürich.