Der Auftritt von Aurelio Martinez sorgte gestern trotz reduzierter Band für Beigeisterungsstürme – und die Leute im Publikum staunten nicht schlecht, als sie quasi als Entschädigung für die fehlenden Musiker einen Getränkebon erhielten.
Klang gestern wie ein ganzes Orchester: Bugge Wesseltoft
Auch wer das Konzert des norwegischen Pianisten Bugge Wesseltoft im Theater an der Mürg besuchte, wurde überrascht: In der Bluenote-Bar diskutierte man jedenfalls darüber, dass man sich auf ein ruhiges Piano-Solokonzert eingestellt hatte, aber Wesseltoft mit seinen Samplern getönt habe wie ein ganzes Orchester. Begeistert war man trotzdem.
Einzig Goldschmied Bruno, seit Jahren jeden Tag an den Stanser Musiktagen anzutreffen, war gestern etwas verwirrt: «Ich habe mir die Konzerte des Rahmenprogramms angehört», sagt er bei einem Glas 15-jährigem Coal Ila, «und alles klang irgendwie komisch.» Naja: Er wird’s heute noch mal versuchen.
Guter Wein, gute Musik: Der gestrige Auftritt von Contreband im Jazzpavillon.
Foto: André A. Niederberger
Heute spielt im Kollegisaal die kongolesische Band Staff Benda Bilili: Afro-Pop von Strassenmusikern in Rollstühlen. Das wird sicher heiter! (Text Christian Hug).
Das ganze Programm plus Infos Vorverkauf/Abendkasse: www.stansermusiktage.ch
Permanente und frei zugängliche Kunstprojekte heuer an den Stanser Musiktagen:
«Barformance» von Claudia und Christian Bucher in der Hörsehbar
«Botschafterinnen» von Rochus Lussi im Theater an der Mürg
«Anderwelten» von Charlotte Hug im Oberen Beinhaus
«Rock ‚n’ Roll Stills» von TJ Spool im Chäslager