Panoramabild Dorfplatz, Klangschale für Weltmusik © André A. Niederberger
Entspannte Stimmung gestern in der Bluenote-Bar am ersten Tag der Stanser Musiktage: Während aus den Boxen heiterer Swing aus den Sechzigern erklang, schwärmten die Gäste von den Konzerten: Dass Mélissa Laveaux «unglaublich schön» war, darüber sind sich alle einig, die ihren Auftritt sahen.
Bloss auf die Frage, welche Art Musik sie macht, wusste niemand eine richtige Antwort. Haitianisch, irgendwie. Funky. Bluesig. Oder war es Soul? Genau das sind die Stanser Musiktage: Überraschungen aus dem Musikland, wo viele Einflüsse zu einem neuen Ganzen verschmelzen.
Friedli & Fränz haben wieder Kaffe Schnaps auf der Bühne des enwee-Zeltes getrunken, und Hugo, seit Jahren Künstler-Chauffeur an den Musiktagen, war begeistert von Jane Waltons Auftritt im Weltmusikzelt: «Die spielt Sax, Trompete und Handorgel», staunte Hugo bei einem Glas Portwein nach Dienstschluss, «das war die totale Chilbi.»
Nachts um eins, kurz vor Bar-Schluss, trudelte einer der Percussionisten von Novalima (Bild) mit hübscher Begleitung ins Zelt und fragte angeheitert, ob’s denn hier noch Rotwein gibt. Aber ja doch! Denn auch das sind die Stanser Musiktage: Die Künstler sind auch Teil des Publikums – und geniessen das sichtlich. «Unser Mann» jedenfalls schwärmte, dass er selten ein so wunderschönes Festival gesehen habe. Finden wir auch... (Text Anita Lehmeier/Christian Hug)
Novalima spielen heute um 20 Uhr im Kollegisaal.
Weitere Highlights:
Glass Farm Ensemble um 19 Uhr im Chäslager
Martin Zobel im Weltmusikzelt
www.stansermusiktage.ch