Laurent-Perrier entdeckt die Renaissance: mit der Aiguière

Donnerstag 10.12.2009
Redaktion René Ammann

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Junge Frau mit Aiguière bei Jan Vermeer: Würdigung des Savoir-vivre aus dem 17. Jahrhundert.

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Aiguière  von Laurent-Perrier: Halter und Kühler zugleich; handgemacht aus Zinn.

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Aiguière mit “Grand Siècle” von Laurent-Perrier im Köfferchen: Der Clou ist unsichtbar.

Der französische Champagnerhersteller Laurent-Perrier entsinnt sich der Renaissance, als sich die reicheren Damen und Herren bei Tisch die Hände wuschen (damals galt es als ziemlich, die Speisen mit den Fingern zu behändigen). Als Wasserkrug diente die Aiguière. Nach und nach verlor die Kanne ihre Funktion und wurde zum Einschenken von Wein benutzt. Laurent-Perrier liess für seinen Schaumwein “Grand Siècle” Aiguièren aus Zinn von Hand fertigen. Speziell daran: Im Fuss ist ein Kühlblock eingebaut, eine Scheibe aus Zinn. Man legt die Scheibe vor dem Service eine Stunde lang in den Tiefkühler. Eingesetzt, bleibt der Grand Siècle während der gesamten Degustationsdauer schön frisch. Der Grand Siècle sollte auf 10 Grad Celsius gekühlt und bei 10 bis 12 Grad Celsius serviert werden. Flasche plus Aiguière im Köfferchen: rund 400 Franken. Ben oui, nicht gerade billig, aber dafür ehrt man das Kunsthandwerk - zudem ist jedes dieser raren Stücke nummeriert. Erhältlich im Weinhandel.

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