




Die Französin Madeleine Vionnet (1876 - 1975) wurde vor allem wegen des Gebrauchs des Biais (im schrägen Fadenlauf geschnittene Kleider) und des Drapés (Roben mit Faltenwurf) bekannt. Ihr Salon de Couture existierte zwischen 1912 und 1939 in der Avenue Montaigne 50 in Paris. Das Museum "Des Arts Decoratifs" in Paris widmet ihr und den legendären Kreationen eine Retrospektive bis zum 31. Januar 2010. Anfang dieses Jahres hat der italienische Unternehmer, Matteo Marzotto, Ex-Präsident des Modehauses Valentino, das französische Label Madeleine Vionnet erworben. Zum Kreativdirektor Vionnets wurde der Modeschöpfer Rodolfo Paglialunga ernannt, der zuvor für Prada gearbeitet hatte.
Während der aktuellen Pariser Fashionweek präsentierte Rodolfo Praglialunga die Frühling-/Sommerkollektion 2010. Madame Vionnet wäre wohl glücklich gewesen über den femininen Look: asymmetrisch drappierte, in weich fliessende Falten gelegte Seidenkleider machen die Kreationen aus. Die weibliche Silhouette wird betont durch satte Farben, sinnliche Textilien sowie Muster. Die Kleider an der Präsentation waren eine Ode an die Sinne.