Frida Kahlos Schatzkammer

Donnerstag 09.07.2009
Redaktion Anita Lehmeier

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Ein halbes Jahrhundert lang lagerten die Kleider der mexikanischen Malerin Frida Kahlo unangetastet in einer versiegelten Kammer in der Casa Azul, ihrem letzten Wohnhaus in Coyocan, das heute ihr Museum beherbergt. Als sie 1954 starb, hatte ihr Mann Diego Rivera verfügt, Fridas Ankleidezimmer für 50 Jahre verschlossen zu halten. 2004 war es soweit: Schränke, Schubladen und Kommoden durften geöffnet werden, und was zum Vorschein kam, übertraf alle Erwartungen: Mehr als 200 wunderschöne, farbenprächtige Kleider, Trachten, Tücher, Schmuck, Kopfbedeckungen, Ponchos und Schuhe fanden sich neben Prothesen und Stützkorsetts. Diese musste Frida lebenslang tragen, nachdem bei einem schweren Unfall ihre Wirbelsäule zerstört war. Das hinderte die selbstbewusste Künstlerin nicht daran, sich jeden Tag neu zu inszenieren. Viele ihrer zauberhaften Kleider kennt man aus ihren Bildern.

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Fotos Copyright: Pablo Aguinaco 2009

Ein neuer Bildband - Fridas Kleider - im Verlag Schirmer/Mosel präsentiert die schönsten Stücke aus ihrer Garderobe in opulenten Arrangements in und um die Casa Azul. Der Prachtband umfasst 192 Seiten, 167 Tafeln und Abbildungen in Farbe sowie Texte über ihr Leben und Werk. Das Buch kostet 84 Franken und ist ein unbezahlbarer Ansporn für alle Frauen, Mut zur Farbe zu zeigen und das Schwarz, das Düstere und das Langweilige aus der Garderobe und den Gedanken zu verbannen. Ganz wie Frida das vorgelebt hat!

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Kommentare zum Artikel

10.01.2010 12:04:22

Kunstmuseum Gehrke-Remund

Ein wunderbares Buch, mit wunderbaren Fotograien und..
wunderbaren Kleidern der Frida Kahlo.
Mehr dazu aber hier:
Die wunderschöne Frida: Tehuana Huipiles sowie Schmuck - wie Frida Kahlo diesen gemalt hat

Vom 1. Januar 2010 bis zum 25. Februar 2010 werden weitere Tehuana Blusen (Huipiles), Röcke und Schmuck in der Frida Kahlo Ausstellung im Kunstmuseum Gehrke-Remund zu sehen sein.
Frida Kahlos Selbstbildnisse umfassen rund 40 % ihres Gesamtwerkes. Bei diesen Gemälden schmückte sie sich mit Ohrringen, Edelsteinketten, filigranen Kolliers und Fingerringen aus, die sie üblicherweise auch selber trug. Die Blumenarrangements auf ihren Tehuana Blusen sind handgestickt und die geometrischen Muster handgewebt. Diese Blusen und Röcke sind aus der mexikanischen Landenge Tehuatepec, einer Gegend in Mexiko wo ein Matriarchat besteht.
Eines der neuen Hauptexponate in der Frida Kahlo Ausstellung ist die Kleidung von Frida Kahlo aus dem Gemälde „Selbstbildnis Leon Trotzki gewidmet“ (1937, Öl auf Leinwand, 87 x 70 cm). Frida Kahlo stellt sich in dem Gemälde verführerisch in warmen und sanften Farben dar. Einen lachsfarbenen Rock, eine rote Bluse sowie einen Rebozo (mexikanischer Schal) in dem hellen Braun der Uniformen der russischen Armee. Der Rock und die Bluse mit dem Schal sind nun direkt neben dem Gemälde zu sehen.
Die Tehuana Huipiles, Röcke und der Schmuck der Frida Kahlo werden neben der Dauerausstellung gezeigt. Mit über 111 Ölgemälden (lizenzierte Repliken : © Banco de México Diego Rivera & Frida Kahlo Museums Trust / VG Bild-Kunst, Bonn 2008) ist die Ausstellung „Leid und Leidenschaft“ idie umfangreichste Frida Kahlo Ausstellung weltweit.

Kunstmuseum Gehrke-Remund, Baden-Baden

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