Vor der Pause: Geiger Garrett mit Anzug und Zürcher Kammerorchester.
Nach der Pause: Geiger Garrett mit Hut und Band.
Der amerikanisch-deutsche Frauenschwarm David Garrett, 28, gab gestern in Zürich zwei längere Einlagen. Eine als klassischer Violinist (Vivaldis ewige "Vier Jahreszeiten") wie als Geiger mit seiner Band (er spielte Softes wie "Summertime", "Chelsea Girl" und "Smooth Criminal"). Vor der Pause trug er einen schwarzen Anzug, der glänzte, weil er einmal zu heiss gebügelt worden war. Dann allerdings nie wieder. Dazu braune flache Wildlederschuhe. Nach der Pause trat er in Blue-Jeans, einem schwarzen Kapuzenpulli und Hut auf. Die hartgesottenen Fans sassen in der ersten Reihe und neben mir in der zweiten Reihe. Vor mir vier Frauen in fortgeschrittenem Alter, die wie auf Kommando den Kopf drehten und streng nach hinten blickten, weil der Fan neben mir gekräht hatte: "DAVID! Ich will ein Kind von dir!" Es war ein Mann, der neben seiner Mutter sass, und die beiden lachten schallend. Nach drei Zugaben war definitiv ein Bier angesagt. Es wurden dann zwei (das zweite für die Frau, die mir das Ticket zu Weihnachten geschenkt hatte).