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Dienstag 09.03.2010
Oscarprämierter Kurzfilm “Logorama: Eine Jagd durch ein Los Angeles, der Stadt, die vollständig aus Weltmarken besteht. Die Idee ist genialisch, die Ausführung prima. Die Rede ist von “Logorama”, dem 16-minütigen Trickfilm von François Alaux, Hervé de Crécy und Ludovic Houplain, der jüngst einen Oscar gewann. Weit über 2000 Sponsoren drängen sich ins Bild, es sind Weltmarken wie Best Western, Avis, EMI, Yamaha, Pizza Hut oder Paramount und Figuren wie das Bic-Männchen oder das Werbe-Girl von Esso. Die drei Franzosen bauten aus den Logos Los Angeles auf – und lassen zwei Polizisten (dargestellt von Michelin-Männchen) den Bösewicht verfolgen (dargestellt von Ronald McDonald, der Werbe-Figur der Imbisskette McDonald’s). In jedem Fall vergnüglich. Die UBS kommt auch vor. Und sogar die Sonne ist ein Logo. Nachtrag: Falls sich sonst jemand für den Song interessiert (er macht glücklich): Dean Martin, “Good Morning, Life”.
Montag 11.01.2010
Daniela Merz, Leiterin der Dock-Gruppe: “Es gibt immer wieder Chancen auf einen Wechsel. Für Männer wie für Frauen.” “Sozialfirmen” heisst das Buch von Daniela Merz und Lynn Blattmann, das in Zürich im Sachbuchverlag Rüffer & Rub vorgestellt wird. Wo? An der Konkordiastrasse 20, beim Römerhof. Wann? Am 19. Januar 2010, um 18.30 Uhr. In der neuesten Ausgabe von Style veröffentlichten wir ein Interview mit der 37-jährigen Leiterin der Dock-Gruppe, die rund 1000 ausgesteuerte Langzeitarbeitslose beschäftigt. Daniela Merz beantwortete 20 Fragen zur Zeit. Über Peter Noll, Falten, Skischule, Geduld, Respekt - und Zahnärzte. www.ruefferundrub.ch, www.dock-gruppe.ch. Anmeldung unter info@ruefferundrub.ch oder unter Telefon 044 381 77 30. Schweizer Illustrierte Style: Wie viel Zeit war nötig, um die Stiftung für Arbeit und die Dock-Gruppe aufzubauen? Daniela Merz: Wir sind im 13. Jahr, ich im achten. Ich stiess nach ein paar Jahren in einer Informatikbude zur Dock-Gruppe. Waren Sie je längere Zeit arbeitslos? Nein. Wie hoch war Ihr erster Stundenlohn? 25 Franken, als Pflegerin in einem Altersheim in Weinfelden. Ich war 16 und begleitete am Wochenende alte Menschen. Wie feierten Sie Ihren 20. Geburtstag? Gar nicht, ich war krank. Wann haben Sie letztmals geweint? Vor ein paar Wochen. Hat sich der Frust angestaut, plärre ich herzhaft drauflos. Welcher Gegenstand ist am längsten in Ihrem Besitz? Mein Taufketteli – ein Armbändchen mit eingraviertem Namen und Geburtsdatum. Wann stand Ihr Name erstmals in der Zeitung? Weniger mein Name als mein Bild, in der «Schweizer Familie»: Ich mit vier oder fünf in der Skischule Braunwald. Mit einem gestrickten Helm, etwas ganz Elendem. Wo verbrachten Sie Ihre letzten Ferien? Ferien? Was sind Ferien? Im Ernst: Im Herbst war ich mit Markus, meinem Mann, drei Tage in Budapest. Eine lässige Stadt! Welche Uhr tragen Sie? Eine IWC, Porsche-Design. Gekauft mit meinem ersten Lohn als Primarlehrerin. Sind Sie ein pünktlicher Mensch? Ja, plus/minus schon. Mein Mann würde zwar etwas anderes behaupten. Was schieben Sie auf die lange Bank? Nichts. Was ich nicht mag, erledige ich zügig, ich lasse nichts anbrennen. Welchen Moment würden Sie lieber nicht nochmals erleben? Keinen. Was man erlebte, definiert den Menschen ja. Ah, doch, den Zahnarzt! Vor dem habe ich immer grausam Angst. In welchem Alter fühlen oder fühlten Sie sich am wohlsten? Seit 34, 35. Der Stress, den ich mit 20 hatte, ist fort. Ich darf älter werden, darf Falten haben, und es ist gut, wie es ist. Was möchten Sie in Ihrem Leben noch erlernen oder erreichen? Geduld. Gibt es etwas, was Sie heute anders machen würden? Sicher. Ich habe Leute verletzt und Dinge gesagt … Es war nicht alles so gemütlich. Mit wem würden Sie gerne einen Tag verbringen? Mit Peter Noll, wenn er noch leben würde. Und eine Nacht? Mit Anne-Sophie Mutter. Sie müsste Geige spielen, und ich dürfte sagen, was. Wie alt möchten Sie werden? Ich habe keinen Wunsch. Bei der ersten Sterbebegleitung schlotterte ich vor Angst und wollte das Zimmer verlassen. Da sagte die Frau: «Schwöschterli, du bleibst hier. Wenn du leben kannst, kannst du auch sterben. Also bring das gefälligst hinter dich!» Sie starb ruhig. Woran krankt unsere Zeit? An Übergriffen, an Respektlosigkeit. Man erlaubt sich Urteile über den Freitod, über die Glaubensfreiheit. Das geht zu weit. Was schätzen Sie an unserer Zeit? Dass es immer wieder Chancen auf einen Wechsel gibt – für Männer wie für Frauen.
Donnerstag 07.01.2010
Kaum sind die Feiertage vorbei, die Weihnachtsgans verdaut und das neue Jahr noch taufrisch, da nervt am Sonntag sicher der Schatz mit den guten Vorsätzen und schlägt vor: "Lass uns spazieren gehen im Schnee. Oder noch besser: Nächstes Wochenende gehn wir auf eine Bergtour. Das ist ja sooo gesund!"
Gegen solch lästige Ansinnen können Sie sich jetzt wappnen und gleich als Kenner klassischer Literatur punkten: Besorgen Sie sich die druckfrische DVD der Erfolgs-Serie VIA MALA. Die Geschichte stammt aus der Feder von John Knittel und spielt in den 1920er Jahren in der berühmt-berüchtigten Via-Mala-Schlucht entlang des Hinterrheins zwischen Thusis und Zillis-Reischen. Via Mala bedeutet so viel wie schelchter Weg. Diesen wählen auch die Protagonisten der Serie: In Topform und Spiellaune: Mario Adorf und die vergessene Nypmphe aus deutschen Landen Maruschka Detmers. Die Dreierbox wird Sie sicher einen Sonntag lang beschäftigen. Und wenn der Film Sie doch noch für ausserhäusliche Aktivitäten wie Schluchtenwandern animiert hat, folgen Sie Mario Adorfs Spuren. Den Weg weist Ihnen kulturraum-viamala.ch
Mittwoch 23.12.2009
 Die Höhepunkte aus dem Jahr 1988 in einer Grusskarte mit DVD. Das Beste aus 1966. Mein Geschenkvorschlag: Grusskarte mit Jahresrückblicks-DVD kostet ca. Fr. 12.–. Wer eine originelle Grusskarte mit Mehrwert sucht, wird bei Chroniknet fündig: Was passierte in ihrem Geburtsjahr? Wer eroberte den Pop-Thron in den 80er-Jahren? Was trug man 1977? Welcher Skandal erschütterte die 60er? Welches Must-Have war in den Fifties angesagt? All diese Fragen beantwortet die Chronikcard mit Jahres-DVD. Die Stücke im bunten Design gibt es ab 1933 für 56 Jahrgänge. Sie sind das perfekte (Last-Minute-)Geschenk, ein schönes Souvenir für Ihre Lieben und begehrte Sammler-Objekte. Wer sich gern an damals erinnert, kann so auch andere an ihrer Rückblende teilhaben lassen. Einfach die DVD einlegen und los gehts. Nehmen Sie Ihre Freunde mit auf eine Zeitreise. Besonders schön an einem geselligen Abend mit Glühwein, Guetzli und Nostalgie... chroniknet.de
Freitag 04.12.2009
Boni Koller, Katja Alves: Um wie viele Jahre ist Claudia Lässer jünger als ihr Esstisch? Tätschquiz, ein Spiel mit 200 verblüffenden Antworten, die man gar nicht wissen wollte - auf Fragen, die man nie stellen würde, hat am Samstag, 5. Dezember 2009 Premiere im Helsinkiklub in Zürich. Das “glamouröse Autorenteam” (eigene Einschätzung) Katja Alves und Boni Koller präsentiert das Quiz um die Schweizer Wurstprominenz gleich selber. Die Türöffnung zum Klub ist um 20 Uhr und demnach zwei Stunden früher, als sich der Fitness-Prophet Werner Kieser zu Bett legt; das Spiel selber beginnt um 21 Uhr. Erschienen ist das “Tätschquiz” im Verlag von Martin Walker und kostet 15 Franken. www.walkwerk.ch
Montag 23.11.2009
Der Berg Antoine LeCoultre
Die Erstbesteigung des Berges Antoine LeCoultre, im Himalaya Gebiet gelegen, ist trotz härtester Bedingungen gelungen. Der Schweizer Stéphane Schaffter, der Nepalese Apa Sherpa und der Pakistani Little Karim Balti haben die 6589m erobert. Drei Hochpräzisions-Uhren von Jaeger-LeCoultre, der Chronometer Geophysic von 1958, die Master Compressor Extreme Lab und eine Neukreation die im Januar 2010 enthüllt wird, waren die unfehlbaren Begleiter. Herzliche Gratulation!
Sonntag 22.11.2009
Einen langen grauen Rauschebart hatte er seit Geburt an, heute Sonntag, den 22. November, wird der Kinderstar 50 Jahre alt: das Sandmännchen! Sandmanns Intro klingt Erwachsenen noch heute in den Ohren: "Nun liebe Kinder geb fein acht, ich hab euch etwas mitgebracht." Gererationen von Blagen klebten an den Bildschirmen und zogen sich die harmlos-putzigen Geschichten des Zwergen mit der Zipfelmütze rein, bis zum Abschiedsgruss: "Auf Wiedersehn und schlaft recht schön". Dann folgte noch fünf Minuten Trotz und Geschrei gegen das elterliche Schlaf-Diktat, dann war Lichterlöschen. Kaum ein Knopf, der nicht nach dem Genuss der süssen Klängen schnurstracks in die Heja geschickt wurde. Das Männchen, das Kindern nun seit 50 Jahren Sand in die Augen streut, auf dass sie müde werden und klaglos ins Bett marschieren, basiert auf dem Sandmann aus Erzählungen von E. T. A. Hoffmann und Hans Christian Andersen, der unbestritten besten Märchenautoren aller Zeiten. Als telegener Gute-Nacht-Geschichten-Erzähler flimmerte der Sandmann erstmals 1959 über die noch schwarzweissen Bildschirme. Die Weltpolitik sorgte für einen quasi-schizophrenen Schub zum Kinderliebling, bald gabs drei verschiedenen Sandmännchen im geteilten Deutschland. Der DDR-Klon wurde 1990 aus dem Programm gekippt - und nach Protesten des Publikums schnell wiederbelebt. Sein finales Ende fand der Ost-Sandmann mit dem Sendeschluss des DFF, dem Ossi-TV. Alles über die Kunst- und Kultfigur Sandmann hat Volker Petzold in einem Buch zusammengetragen (Verlag Edel). Für Nostalgiker und Eltern mit nimmermüder Brut ein Muss und eine Hilfe... 
Donnerstag 05.11.2009
Um das Glückshormon Serotonin zum Sprudeln zu bringen, gibts drei probate Mittel: Sport, Sex oder Schoggi! Letztere schmeckt nach den beiden anderen übrigens besonders lecker... Eine ganz zarte, neue Form von Schoggi kommt aus der Ostschweiz, aus Gottlieben. Den Flecken kennt man vor allem und zu Recht dank den berühmten Hüppen. Und die gibts jetzt in drei neuen Geschmacksrichtungen: Amaretto, Cappuccino und Irish Cream. Zudem sind die Köstlichkeiten neu verhüllt, in zart knistenden eleganten Silbermäntelchen, eingelegt in eine schoggifarbene Box mit Goldprägung und heller Banderole. Wer auf die dunkle Seite des Schokoladengenusses tendiert, für den gibts neu aus Gottlieben die Black Special Grand Cru, verpackt in festliches Schwarz. Je dunkler, also je kakaohaltiger Schoggi ist, desto mehr hat es von dem glücksfördernden Stoff mit dem hässlichen Namen Phenylethylamin drin, welches die Serotonin-Ausschüttung anregt. Gut, muss man sich diese Begriffe nicht merken, sondern kann die Glücksbringer in Form von Hüppen gaaanz lang geniessen... Ab Mitte November gibts das Mittel aus Gottlieben gegen den herbst-Blues bei den Merkur Confiserien und allen Bäckereien und Comestibles, die Wert auf fröhliche Kundschaft legen.
Freitag 30.10.2009
Aus Weiss mach Schwarz: Reporter und Autor Günter Wallraff lässt sich verwandeln, um herauszufinden, wie es sich als Schwarzer in Deutschland lebt. In SI Style 12/2009 haben wir vermeldet, dass die Lesung von Günter Wallraff im “Kaufleuten”, Zürich, am 28. November stattfinden wird. Das “Kaufleuten” meldete nach Drucklegung, dass der Termin der Lesung aus Wallraffs neuem Buch “Schwarz auf Weiss” verschoben werden musste. Auf den Dienstag, 15. Dezember, 20 Uhr. Türöffnung ist um 19 Uhr. Billett-Vorverkauf: www.kaufleuten.com/tickets
Sonntag 25.10.2009
Hallo auch ich kann grillen!
Gratulation! Die traditionelle Männerarbeitshose wurde 1934 weltweit zum ersten Mal speziell für Frauen von Levi’s eingeführt. Dieser modische Quantensprung begann als “Lady Levi’s® Jeans”. Damit war der Grundstein gelegt für die Eroberung der Jeans als weltweites Fashion-Item, auch für Trägerinnen. Derzeit aktuell: die Boyfriend Fit Jeans. Passt perfekt zum Barbecue!
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