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Freitag 03.09.2010
Wenn ein ernst zu nehmender Literaturverlag einen Erstling ankündigt und den gleich in eine stellt mit Salinger, Faulkner, McCarthy und Kerouac, dann werden wir neugierig und skeptisch. Nach der Lektüre von ROST geben wir den Leuten von Klett-Cotta recht: das Buch von Philipp Meyer ist ein Hammer!!! Meyer erzählt in einer unaufgeregten Sprache die Geschichte der Freundschaft zwischen zwei jungen Männern, Isaac und Poe, die nichts anderes als weg wollen auf dem krisengeschüttelten Kaff, in dem sie leben. Kalifornien ist ihr Ziel, doch schon auf der ersten Wegstrecke ins gelobte Sonnenland kommt es zu einem Kampf mit einer Gruppe Streuner, einer der Hobos kommt dabei uns Leben. Klar wird der impuslsive Poe verdächtigt, obwohl der introvertierte Isaac die Mordwaffe führte. Isaac haut bei Nacht und Nebel ab, Poe, als notorischer Rowdie der örtlichen Polizei bestens bekannt, wird verhaftet. Wird Poe seinen Freund decken und stillhalten, ja gar für ihn den elektrischen Stuhl riskieren? Wird Isaac das gelobten Sonnenland erreichen? Meyer zeichnet nicht nur das Porträt einer Freundschaft, sondern gleich ein Sittengemälde des modernen Amerikas, seinem inneren und äusseren Zerfall. Seine mitreissende Geschichte ist ein einer krisengeschüttelten Region angesiedelt, einem Landstrich, der einst durch die Stahlindustrie zur Blüte kan. Heute regiert da nur noch der Rost. Wir schliessen uns der Meinung an von Autorin Patricia Cornwell, die für Meyer den Pulitzerpreis fordert. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------- Wenn ein Grossmeister der Literatur an seinen grossen Erfolg von einst anknüpfen will, auch dann sind wir neugierig und skeptisch. Auch Douglas Coupland hat uns ein paar schlaflose Nächte und gleichzeitig viel Freude gemacht: GENERATION A ist jede schlaflose Stunde wert. Das Buch ist bei Tropen von Klett-Cotta erschienen. Wer anno 1991 schon aus dem Bilderbuchalter raus war und lesen konnte, erinnert sich sicher an GENERATION X, ein epochaler Roman, der nicht nur einer Generation den Namen gab, sondern auch seinen Autoren weltberühmt machte. Sein neues Buch ist keine Fortsetzung, eher eine Variation zu GENERATION X. Coupland siedelt seine Geschichte in der nahen Zukunft an, in einer Zeit, wo Metropolen zu Geisterstädten verkommen, die Menschen ohne Hoffnung und die Bienen ausgestorben sind. Die Produktion von Solon, ein Mittelchen zwischen Antidepressiva und Droge, hat den Bienchen den Garaus gemacht. Umso seltsamer, dass nun fünf Leute in ganz verschiedenen Ecken der Welt von Bienen gestochen werden. Sinistre Wissenschaftler verschleppen die fünf Gestochenen auf eine einsame Insel, um herauszufinden, was die fünf verbindet, was sie für Bienen so attrraktiv macht. Von der Umwelt abgeschottet, beginnen die fünf, sich haarsträubende Stories zu erzählen. Douglas kennt keine Grenzen in seiner Faburlierlust, und weil er so urkomisch schreibt, wird die an sich düstere, apokalyptische Zukunftsvision sehr leicht lesbar. Lektüre wie Honig fürs Gemüt, Gelée Royale für den Intellekt. Danke, Douglas!
Freitag 27.08.2010
In SEED WARRIORS und in THE EXPENDALBES wird hart gekämpft, dennoch könnten die beiden Filme kaum unterschiedlicher sein. Im Schweizer Dokfilm SEED WARRIORS gehts um den Kampf gegen den real existierenden Hunger in der Welt, im Actionfilm THE EXPENABLES prügelt sich ein Haufen angejahrter Kempen mit fiktiven Dikatatoren und noch viel heftiger mit der männlichen Menopause. Sehenswert sind beide Streifen - je nach Gusto. Darum hier der Reihe nach:
Im norwegischen Svalbard, 1000 Kilometer vom Nordpo entfernt, befindet sich die grösste Samenbank der Welt (Bild Stolleneingang). Im angeblich sichersten Gebäude der Welt, einem Stollen im Permafrost, lagern drei Millionen in Folie verpackte Samenproben aus aller Welt. Im Swalbard Tresor sollen sie sicher sein gegen Naturkatastrophen, Klimaveränderungen und sogar Atomschläge. Mit der internationalen Samenbank will man das Weiterbestehen der Artenvielfalt von Saatgut sichern. Im Film von Mirjam von Arx und Katharina von Flotow sind wir bei der feierlichen Einweihung der Samenbank dabei und können einen exklusiven Blick in den Pflanzentresor tun.
Der zweite Teil des Films führt nach Kenia, Afrika, (Bild) wo wir die Probleme von Maisbauern kennen lernen, und vielleicht eine Lösung in Person der Schweizerin Marianne Bänziger, die weltweit führende Mais-Expertin. Sie versucht mittels Kreuzungen dürreresistente Pflanzen zu züchten, um den Bauern die Ernten und der Bevölkerung die Nahrung zu sichern. Wer sich für die globalen Probleme und mögliche Lösungen interessiert, ist im Dokfilm SEED WARRIORS im richtigen Film!
Mehr Infos auf www.seedwarriors.com
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Wer eher Zerstreuung, Unterhaltung und Krawall sucht auf der Leinwand, dem empfehlen wir THE EXPENDABLES. Sylvester "Rocky/Rambo" Stallone hat für sich und seine muskelbepackten Hollywood-Kumpane eine wilde Story um eine freischaffende Söldnertruppe geschrieben, die sich selber als "Reinigungsmittel gegen hartnäckige Flecken" versteht. Der Flecken ist ein Diktator einer fiktiven Karibik-Insel, dessen üblem Treiben die good/bad guys ein Ende setzen wollen. Am Starwochenende hat Slys letzter Streich übrigens das Liebesdrama EAT PRAY LOVE mit Julia Roberts überholt und 35 Millionen Dollar eingespielt! Schon wahr: It's a man's world.
Die Handlung des Filmes ist eher zweitrangig, was besticht, ist die Cast-List: Stallone ist es gelungen, den ganzen Testosteron-Clan Hollywoods für seinen Film zu gewinnen. So treten erstmals die A-Klasse der Actionhelden gemeinsam auf, in grösseren oder kleineren Rollen: Jason "Transporter" Statham, Mickey "The Wrestler" Rourke, Arnold "Terminator" Schwarzenegger, Bruce "Die Hard" Willis, Jet "Fearless" Li, Dolph "Universal Sodier" Lundgren, Eric "The Specialist" Roberts, Randy "Redbelt" Couture und David "undefeated" Zayas. Und was tun die Herren so? Ein paar Impressionen:
Sie fixieren und filletieren ihre Gegner (Jason Statham)....
...oder schauen der Gefahr furchtlos ins Auge (Bruce Willis) © Filmstills Ascot Elite
Dienstag 24.08.2010
Redaktion: Anita Lehmeier Komplizenschaft in Pastell - vom grossen Bartak. 16 Tage lang steht Langnau im Emmental ganz im Zeichen des Wahnsinns. Vom 28. August bis zum 12. September findet da nämlich das 5. Internationale Cartoon Festival statt, die sich auf die Spuren des Wahnsinns begeben haben und Humor als Therapie verabreichen. 90 Künstlerinnen und Künstler aus ganz Europa zeigen an der Triennale der Komischen Kunst ihre Werke in der Kupferschmiede an der Güterstrasse 20 und machen das idyllische Dorf zum Mekka des gezeichneten Humor. Vielleicht sind es gerade die Satiriker, die von ihrer etwas distanzierten Warte aus das global-lokale Treiben noch mit ungetrübtem Blick wahrnehmen und mit spitzer Feder kommentieren. Ein paar Müsterchen von heiterem bis rabenschwarzem Humor Say Cheeeeeeese. Festgehalten von Glück.  Erzählen Sie mal, wie das angefangen hat…. Freud, belauscht von Kountouvis. Treffen sich zwei Männer, fragt der eine.... Cartoon von Pfuschi Zwei Meister der Komischen Kunst zeigen ihre Werke in Kabinettausstellungen: Rudi Hurzlmeier, der Münchner mit den liebenswerten Losern und der Wiener Chronist des White Trash: Manfred Deix. Im Rahmenprogramm gibt es ausserdem Comedy und Lesungen (mit Peter Schneider, Bänz Friedli, Den Gebirgspoeten und Max Küng), auch Konzerte und eine Performance: der Maler Rudi Hurzlmeier und der ehemalige "Titanic"-Chefredaktor Oliver Maria Schmitt zeigen als Schweizer Premiere "Das Urknall-Komplott". Das Internationale Cartoon Festival ist vom 28. August bis zum 12. September täglich von 10 bis 21 Uhr offen. Tagespass Fr. 15.-, Festivalkarte für 16 Tage Fr. 75.-, bis 16 Jahre gibts Rabatt. Infos www.cartoonfestival.ch oder Telefon 034 402 70 90
Freitag 20.08.2010
Ohne sie wär die Welt arg düster: Die Glühbirne. © Vitra Design Museum/Andreas Sütterlin Wir benützen sie täglich, es gibt sie milliardenfach weltweit, sie sind wohlfeil und unscheinbar. Ob Dübel, Reissverschluss, Büroklammer, Klebstreifen oder Glühbirne -obwohl ohne sie unser Leben sehr viel mühseliger wäre, schenken wir diesen heimlichen Helfern des Alltags nicht die ihnen gebührende Beachtung. Unserer Ignoranz macht nun das Vitra Design Museum in Weil am Rhein, einen Katzensprung von Basel entfernt, ein Ende. Das Museum ehrt die unscheinbaren Dinge mit einer sehr sehenswerten Ausstellung. Unter dem Titel Heimliche Helden. Das Genie alltäglicher Dinge kommen die kleinen Gegenstände ganz gross raus, und Besucher erfahren die Entstehungsgeschichte der Winzlinge, hinter denen immer eine grosse Idee steckt. Die Industrieprodukte verkörpern die Ideale der Moderne: Materialökonomie, ihr Fokus auf die Funktion, Einfachheit und Beständigkeit. Sie sind Musterbeispiele guten Designs, denn - man bemerkt sie nicht. Nach dem Besucher im Vitra Design Museum werden Sie, liebe Leserin, Ihren kleinen treuen Begleiter in der Handtasche mit ganz anderen Augen sehen. Nichts, was so klein ist und so schnell und einfach angewendet werden kann erzielt eine so grosse Wirkung - wie ein Lippenstift. Die heute neu eröffnete Ausstellung dauert bis zum 19. September, Infos www.design-museum.de
Donnerstag 12.08.2010
Fellini als Musical? Made in Hollywood??? Die klapperdürre Nicole Kidman in der Rolle des schwedischen Kurvenstars Anita Ekberg???? Viele Fragezeichen: Verehrer von Federico Fellini (1920-1993) sahen dem Musical-Film NINE, der im Februar in unseren Kinos lief, mit gemischten Gefühlen entgegen. Bis auf ein paar Hardliner erlagen dann die meisten dem Charme und dem Sex appeal der filmisch-musikalischen Hommage an den Meisterregisseur aus Rimini und an sein Schlüsselwerk "8 ½". Die Damenriege, Hollywoods A-Klasse, hätte auch des Maestros Herz höher schlagen lassen: Mit von der Partie sind (v. l.) Dame Judi Dench, Nicole Kidman, Sophia Loren, Kate Hudson, Marion Cotillard und Penélope Cruz. In die Haut des Regisseurs Guido Contini, ein Künstler in der Schaffenskrise, schlüpfte Daniel Day-Lewis, Regie führte Rob Marshall ("CHICAGO"). Heute erscheint die DVD (auch als Blu-ray) von NINE bei Ascot-Elite. Für alle, die den Film im Kino verpasst haben. Und noch mehr für all diejenigen, die ihn nochmal und nochmal und nochmal sehen wollen. Und das Beste daran: das Bonus-Material mit vielen Interviews, Making of, Probenarbeiten, ausserdem Eindrücke der Weltpremiere und der New Yorker Premiere. Der Trailer zum Film hier als Appetitanreger:
Dienstag 10.08.2010
L'ENFER (Die Hölle) von Henri-Georges Clouzot gehört zu den legendärsten, nie vollendeten Filmen der Kinogeschichte. Mit diesem experimentellen Film wollte sich die 26-jährige Romy Schneider definitv von ihrem Sissi-Image verabschieden. Die Geschichte dreht sich um ein junges Ehepaar, dessen Leben durch Eifersucht zur Hölle wird. Doch die Dreharbeiten zu L'ENFER (1964) standen unter keinem guten Stern, was schief gehen konnte, ging schief. Nachdem der Regisseur einen Herzinfarkt erlitten hatte, landeten 15 Stunden Material aus 183 Filmbüchsen in der Versenkung. Die Filmhistoriker Serge Bromberg und Ruxandra Medrea haben den lange verschollenen Schatz geborgen und aus dem Material einen spannenden Dokumentarfilm (95 Minuten, Originalsprache französisch mit Untertiteln) gemacht, der jetzt bei Praesens Film erscheint. Für alle Fans der unsterblichen Romy Schneider ein Must!
Freitag 16.07.2010
Natürlich gehen ab 30 Grad Celsius in der Badi die Schmöcker mit den munterbunten Einbänden, diese papierenen Pendants zu Wasserglacé, gut runter. Zu finden sind diese sommerlichen Leichtgewichte in jeder Buchhandlung im Bestseller-Regal. Darum unsere Empfehlung aus der belletristischen Doppelrahm-Glacé-Abteilung: zweimal Lesefutter der nahrhaften und nachhaltigen Art. DER ERSTLING: Den Namen Dorothee Elmiger muss man sich merken. Die in Wetzikon geborene und im Appenzell aufgewachsene 25-Jährige sorgte mit ihrem Erstling beim Klagenfurter Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis für Aufsehen, sie schaffte es auf den zweiten Platz. Vor Wochenfrist ist nun ihr Roman EINLADUNG AN DIE WAGHALSIGEN erschienen, im renommierten Verlag DuMont. Die Wahlberlinerin (sie studiert an der Freien Universität Politikwissenschaft, nachdem sie als Jüngste den ersten Lehrgang des Schweizerischen Literaturinstitutes in Biel angeschlossen hat) zieht die Bezeichnung Textsammlung vor. Diese umfasst gerade mal 143 Seiten, auf denen oft nur wenige Sätze stehen. Die Geschichte handelt von zwei Schwestern, Margarete und Fritzi Stein, die in einem verlassenen Landstrich einen verschwundenen Fluss suchen. Neben ein paar gelangweilten Polizisten sind sie fast die einzigen, die im Kaff im Kohlerevier ausharren, unter dem seit Jahrzehnten Brände schwelen und lodern und die Gegend in eine wüste, apokalyptische Ödnis voll schwarzen Rauches und Giftgase verwandeln. Hört sich deprimierend an, aber dank Elmigers unaufgeregt knapper Sprache, der kunstvollen Collagentechnik und den Zitaten aus der Weltliteratur wird die Lektüre zum Vergnügen für Gernleser. So gesehen ist der Buchtitel auch eine Einladung an Wagemutige, sich auf eine junge Literatin, ihre Sprache und ihre Weltsicht einzulassen. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------ DER KLASSIKER: Emmanuel Bove (1898-1945) führte ein aufreibend-aufregendes Leben: Der Sohn eines russischen Lebemanns und eines luxemburgischen Dienstmädchen, schlug sich schlecht und recht in allerlei Berufen durch, ehe er zur Schriftstellerei fand. Heute gilt Bove als Klassiker der französischen Literatur. Boves Schlüsselwerk, SCHULD, erschien 1931, jetzt liegt der kleine grosse Roman erstmals in Deutsch vor, vom Verlag Lilienfeld. Darin zeichnet der Autor in düsteren Farben und beinahe expressionistischer Sprache die Suche zweier einsamer Seelen nach dem Glück. "Da das Glück nun mal nicht zu uns kommt, müssen wir ihm entgegengehen. Was bleibt Unglücklichen wie uns anderes übrig, als voranzugehen in der Hoffnung, dass uns etwas Neues passiert?" So lockt Pierre, ein armer Schlucker, seine Freundin Violette auf die nächtlichen Strassen von Paris, auf der Suche nach Gesellschaft, Wärme und Glück. Das elegant aufgemachte Buch passt bestens in jede Badetasche, und in der heiteren Kulisse einer Badi geht der nicht eben leichte Stoff um Schuld und Sühne leicht runter.
Mittwoch 14.07.2010
Hier eine dreifache Abkühlung und Inspiration für all die Bedauernswerten, die heute drinnen arbeiten müssen und im eigenen Saft schmoren:
© Arte Nova, Polyball, 1998
© Christian Moser, Grieder Les Boutiques, 1986
© Gisler & Gisler, Triumph, 1964
Mehr von diesen verlockenden Wasserbildern und haufenweise spannende Fakten zum Thema WASSER gibt es ab sofort in der Schweizerischen Nationalbank, Ecke Fraumünsterstrasse und Stadthausquai in Zürich, zu geniessen. Die Plakatsammlung des Museum für Gestaltung Zürich präsentiert diese gluschtigen Bildern, bei dem einem das Wasser im Munde zusammenläuft - und heute in Bächlein über den Rücken rinnt. Von der weniger gefreuten Seiten des Wasser wollen wir ab 35 Grad Celsius gar nix wissen. In der momentanen tropischen Hitzewelle wollen wir nur die Sonnenseiten des Elementes geniessen. Heute um 17 Uhr findet die Vernisaage statt. Infos zur Ausstellung (bis 8. November) auf www.museum-gestaltung.ch
Montag 12.07.2010
Das neue Glas-Labyrinth in der Glasi Hergiswil NW. Hier wirds Putzfrauen nie langweilig - Besuchern aber auch nicht!!
Wechselnde Lichtstimmungen und Sound erzeugen ein ausserirdisches Ambiente.
In der Glasi Hergiswil wird seit Jahrzehnten Glas geblasen und geformt, kaum jemand hierzulande, der den innovativen Betrieb in der Innerschweiz nicht schon besucht hat. Jetzt lockt seine neue, funkelnde Überraschung: Im neu eröffneten Labyrinth erlebt man Glas in einer anderen Dimension: Plane, grosse Flächen. Glaswände durchsichtig und reflektierend, die Raum gestalten. Ein für die Besucher begeh- und begreifbares Erlebnis, das die Faszination Glas in einer anderen Form zum Ausdruck bringt. Die Besucher sind für einmal nicht Zuschauer, sie sind Beteiligte und tauchen ein in eine gläserne Welt.
Das Labyrinth ist ein gemeinsames Projekt der Glasi Hergiswil und Glas Trösch. Glas Trösch, das grösste glasherstellende und –verarbeitende Familienunternehmen in Europa, hat das Labyrinth-Glas zur Verfügung gestellt. Eine spezielle Lichtshow und ein eigens komponierter Glasi-Sound untermalen das einmalige Erlebnis. Schlüpfen Sie in Filzpantoffeln und stülpen Sie weisse Handschuhe über! Finden Sie den Weg durch das 99 Quadratmeter grosse Glas-Labyrinth und geniessen Sie Licht und Ton.
Für die Idee und künstlerische Leitung zeichnet Künstler Heinz Gadient. Martin Baumgartner komponierte den speziellen Glasi-Sound und „all in one concert GmbH“ installierte und programmierte die speziellen Lichteffekte.
Das Labyrinth ist geöffnet von Mo-Fr von 9.00-12.00/13.30-17.00 Uhr, Sa 10.00-16.00 Uhr. Der Eintritt kostet Fr. 5.- (Kinder bis 10 Jahre in Begleitung Erwachsener sind gratis). Pro Fr. 50.- Einkauf in den Läden der Glasi Hergiswil erhalten Sie gleichentags gegen Vorweisung des Tickets das Eintrittsgeld rückerstattet. Infos www.glasi.ch
P. S. Die Glasi-Bar in Hergiswil mit dem Wasserspiel in Glas - what else? - lohnt den Besuch nach dem Labyrinth: wunderbare Aussicht auf See und Rigi, köstliche Drinks in schönen Gläsern.
Donnerstag 01.07.2010
"Ich bin gegen Mode, die vergänglich ist. Ich kann nicht akzeptieren, dass man Kleider wegwirft, nur weil Frühling ist". Coco Chanel "Mode hat immer mit Sex zu tun." "Im Zweifelsfall besser overdressed". Vivienne Westwood "Man darf nichts ernst nehmen - nur das, was man macht. Ich mache Kleider." Karl Lagerfeld Wer sich nicht nur für die Trends der aktuellen Saison und Sommerschluss-Schnäppchen interessiert, sondern wissen will, wie Macher von Mode, die nie aus der Mode kamen, zum Thema denken und schneidern, sollte sich das Trio von DVDs (Arthaus) besorgen, die heute brandaktuell in die Läden kommen: 1. CHANEL, CHANEL ist ein Dok-Film mit einzigartigen Archivaufnahmen und Entwürfen der wohl einflussreichsten Modeschöpferin der Neuzeit. Chanel-Erneuerer Karl Lagerfeld kommt - so wie er es gern hat - ausführlich zu Wort. 2. VIVIENNE WESTWOOD: Die Queen of Punk im Porträt; schrill, exzentrisch, originell und schaurig schön! 3. THE STORY OF FASHION rollt auf drei Scheiben 100 Jahre Modegeschichte auf, vom Erfinder der Haute Couture Charles Worth über Grössen wie Poiret, Dior und Cardin bis zu den führenden Labels der Fashion-Industrie der 80er-Jahre, mit Archivaufnahmen, Interviews und Exkursen zu Bade- und Hutmode, Hairstyling, Schmuck und Parfum. Präsentiert wird die sinnliche Reise durch die Modehistorie von ... Karl Lagerfeld - whom else?
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