Teufel nochmal - Philipp Tinglers Höllenritt

Mittwoch 10.03.2010
Redaktion Anita Lehmeier

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So wild und wüst und unmoralisch wie auf dem Cover  gehts wirklich zu und her in Philipp Tinglers neuem Roman "Doktor Phil". Wie schon der Titel vespricht, lehnt sich die haarsträubende Geschichte an den Faust-Mythos an. Bei Tingler heisst der Mann nicht Heinrich, sondern Oskar. Der Glückspilz, der ein stylisches Leben als Kolumnist führt, lässt sich auf einen Pakt mit dem Teufel ein. Und jetzt bricht für den erfolgsverwöhnten Mann die Hölle los, er findet sich wieder beim Hosenkauf mit dem Fürsten der Finsternis, auf einer Dessous-Schau, einer atemberaubenden Autofahrt und einem Auftritt auf der Bühne des Zürcher Schauspielhauses, wo er das Herzflattern kriegt. Ganz nach dem Geschmack von Tingler-Fans bietet sein neues Buch Action, Dramatik, Humor und Milieustudien in den Höhen des Lifestyle-Daseins. "Doktor Phil" aus dem Verlagshaus Kein & Aber liegt jetzt druckfrisch in den Buchhandlungen, der literarische Höllenritt kostet um Fr. 32.-. Mehr dazu auf www.keinundaber.ch Lese-Termine, Backlist und Kurioses gibts auf www.philipptingler.com

Nächte der (lesenden) Frauen bei Orell Füssli

Montag 01.03.2010
Redaktion Anita Lehmeier

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Liebe Frauen, nicht vergessen: Am 8. März ist unser Tag! Der Tag der Frau, einst einberufen als Kampftag von politisch bewegten Ladies, steht heuer ganz im Zeichen von Genuss und Gemeinsamkeit. Und er dauert ganze drei Nächte: Am 5., 6. und 8. März laden viele Filialen von Orell Füssli ihre Leserinnen ein, zusammen zu lesen, zu hören, zu diskutieren und zu geniessen.

Am Freitag, 5. 3. ab 19 Uhr erzählen in der Buchhandlung Orell Füssli in Winterthur Frauen über achtzig aus ihrem Leben, unterem anderen Stephanie Glaser un dLys Assia. Gleichentags gehts in der Orell Füssli Buchhandlung Krompholz in Bern ganz kulinarisch zu: Weinexpertin Chandra Kurt bittet zur Degustation, Kochbuchautorin Annemarie Wildeisen präsentiert ihre Expressküche. Am Samstag, 6. 3. steht Orell Füssli in Frauenfeld ganz im Zeichen von Fasten und Fingerfood, der OF Kramhof in Zürich weckt Fernweh mit dem Thema Reisen. Weitgereiste Frauen wie Gisela Treichler, Mitbegründerin des Travel Book Shop, und die Abenteurerin Evelyne Binsack sind anwesend. Orell Füssli am Bellevue in Zürich lockt am Samstag, 6. 3. mit Sweet Dreams, konkret mit Tanz (DJ'ette Diva D. legt auf), zur Stärkung gibt es Cupcakes von jolie et calorie. Im Orell Füssli im Westside in Bern erwarten Damen Dessous und Feng Shui, im Orell Füssli St. Gallen gibts Stil und Sterne am 8. 3., in Luzern erzählt die Philisophin Annemarie Pieper über Jeanne Hersch, die heuer 100 geworden wäre.

Ganz viel mehr über schreibende und lesende Frauen, Bücher und andere Genussmittel finden Sie in Programm "Nacht der Frau" von Orell Füssli auf http://www.books.ch/shop/action/magazine?aUrl=90007790&nav=42314

"Köbi Santiago" hat den Sprung vom Buch auf die Bühne geschafft

Mittwoch 24.02.2010
Redaktion Anita Lehmeier

Mit dem Krimi "Köbi Santiago" ist Stephan Pörtner ein grosser Wurf gelungen. Die Milieustudie/Krimiparodie/Heimatroman/Blick-zurück-im-Zorn-Report ist 2007 im kleinen, feinen Verlag von Ricco Bilger erschienen und geniesst mittlerweile Kultstatus. Wer die jugendbewegten 80er Jahre in Züri miterlebt hat, denkt bei der Lektüre dauernd: ja, so war das. Wers nicht miterlebt hat, staunt: Was das so?!

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Für alle, die das Buch, das in der Unterwelt des Zürcher Kreis 4 inkl. Langstrasse spielt, (sträflicherweise) nicht gelesen haben, können den selbsternannten Detektiv J. K. Robert alias Köbi jetzt live auf der Bühne erleben, die Spiegeltheater-Crew machts möglich.  Cory Looser hat den Züri-Krimi für die Bühne darmatisiert, Regie führt Annette Windlin. Drei Darsteller (Vera Bommer, Walter Sigi Arnold und Eric Rohmer) schlüpfen in verschiedene Rollen.

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Premiere von "Köbi Santiago" ist am Fr. 26. Februar um acht Uhr im Ämtlermarkt, weitere Aufführungen sind am 27. 2., ebenfalls im Ämtlermarkt. Vor der Aufführung wird Autor Stephan Pörtner aus seinem Köbi lesen. Weitere Spieldaten: am 5. und 6. März im Ämtlermärt, am 10. und 11. März im Casino-Saal Aussersihl, stets um 20 Uhr. Mehr Infos www.spiegeltheater.ch, Reservationen kontakt@spiegeltheater.ch oder Tel. 044 450 58 85

Der Suter und sein Koch auf Lesereise

Montag 01.02.2010
Redaktion Anita Lehmeier

Seit gut einer Woche liegt er druckfrisch auf und geht weg wie warme Semmeln: "Der Koch", das neueste Werk von  Martin Suter, im Diogenes-Verlag erschienen. Ein Blick auf die Bücherhitlisten zeigt: Viele haben den neuen Roman schon gelesen - oder zumindest gekauft. In der Schweiz ist Suterauf Platz 1 der  Buchbestseller, auf der "Spiegel"-Bestenliste auf Platz 4.

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Noch besser als Suter lesen ist - Suter hören. Er ist diese Woche auf Lesereise, mit dabei sein neuer Held, eben der Koch. Zu hören gibts Suter an der Buchpremiere in Zürich am 3. Februar im Schauspielhaus Pfauen um 20 Uhr. Es moderiert Esther Schneider. Am 4. Februar um 19 Uhr gastiert Martin Suter im Stadt-Casino Basel im Hans-Huber-Saal, Vorverkauf bei Buchhandlung Bider & Tanner AG, am 5. Fabruar um 20 Uhr  liest martin Suter im Hotel National in Bern, Beat Glur moderiert den Abend, Vorverkauf Thalia im Loeb, Tel. 031 - 320 20 20 oder Stauffacher Buchhandlung Tel. 031 - 313 63 63.

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© Autorenporträt Christian Kaufmann

Im Bett mit Sherlock Holmes

Donnerstag 28.01.2010
Redaktion Anita Lehmeier

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Mal ehrlich, Mädels, würden wir diesen Herrn von der Bettkante stossen? NEIN!Auch wenn er keine Handschellen trüge... Also, ab heute 28. Januar liegt der leckere Kerl bereit, überlebensgross, dafür leider nur von ferne. Heute startet der lang erwartete neue Film von Guy Richie: Sherlock Holmes. Wahrlich in Topform zeigt sich Robert Downey Jr. in der Rolle des Meisterdetektiven aus dem good old London Town von Sir Arthur Conan Doyle, dem geistigen Vater von Holmes.

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Naja, so gut war die alte Zeit auch nicht. Der üble Lord Blackwood (Mark Stong) zelebriert schwarze Messen, bei denen unschuldige Frauen ihr Blut und ihr Leben lassen müssen. Sherlock Holmes, ganz Gentleman und Gangsterjäger, muss dem finsteren Treiben ein Ende setzten und heftet sich  gemeinsam mit seinem Faktotum Dr. Watson (Jude Law) an die Fersen des Bösen.

Die Story ist turbulent-fantastisch bis hanebüchern, es knallt und kracht, die halb fertig gebaute London Brigde wird von ihren Pfeilern geholt, Popcorn-Kino der Extraklasse. Was den Film aber weit über den Durchschnitt hebt, ist dieses neue odd couple: Downey Jr. und Law. Schon lange nicht mehr hat ein Paar auf der Leinwand so überzeugt, harmoniert und so köstlich gezankt. Dass beide Männer sind - so what! The pleasure is all ours, ladies.

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© Filmstills Warner Broth.

Schwer in dieser Konstellation hats die Dritte im Bunde, Sherlock Holmes alte Flamme Irene Adler (Rachel McAdams), eine raffinierte Diebin, die Maharadschas Juwelen klaut und einst des Meistrdetektiven Herz. Wortwitz, Tempo und Schnitte des Films tragen ganz klar die Handschrift von Guy Ritchie; Madonnas Ex. Wer scheint genau zu wissen, wie man zwei sich streiten lässt. Und wie man viel Geld verbuttert und am Schluss dann alle was davon haben. Viel Spass mit Sherlock und Watson.

Zwei grosse Stars am Start - ab ins Kino!

Donnerstag 21.01.2010
Redaktion Anita Lehmeier

Jetzt gibts gleich zwei gute Gründe, ins Kino zu gehen: Meryl Streep und Bruno Ganz. Zwei ganz Grosse der Schauspiel-Gilde, die wie edler Wein, immer besser werden mit den Jahren. Ihre neuen Filme, "It's complicated" und "Der grosse Kater", laufen ab heute, den 21. Januar, in unseren Kinos an.

Ladies first, also zuerst zu Meryl Streep: Sie hat es geschafft, die Titelrolle in einer romantischen Komödie zu bekommen, einem Genre, wo die Frauen normalerweise um die 30 sind - oder zumindest so aussehen...

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Meryl Streep als reife Dame mit Frühlingsgefühlen: Die Katze lässt das Mausen nicht...   © Filmstills aus "It's complicated", Verleih Universal Pictures.

Die Streep spielt in der Beziehungskiste "It's complicated" eine reife, arrivierte Frau, die trotz aller Erfolge im Geschäft und ihrem schönen Haus eines doch sehr vermisst - die Liiiebe. So lässt sie sich aus Jux und Tollerei mit zwei Typen ein, einerseits ihrem Ex-Mann (Alec Baldwin), den sie dann mit ihrem Architekten (Steve Martin) betrügt. Was heisst hier Betrug?!? Als geschiedene Frau kann sie nur einen einzigen Menschen betrügen, nämlich sich selber. Wie komplizert in jedem Alter das mit der Liebe und dem Sex doch ist, zeigt die Story auf charmante Weise. Geschrieben und inszeniert hat die Komödie eine Frau: Nancy Meyers. Sie hat uns schon mit "Something's gotta give" (mit Diane Keaton und Jack Nicholson) und mit "What Women Want" (mit Helen Hunt und Mel Gibson) zum Schmunzeln und zum Nachdenken gebracht über Männer und Frauen und warum die so unterschiedlich ticken - oder eben doch nicht. Soo kompliziert ist es doch gar nicht.

BlogMerylAlec

Welä welä sölli näh?? Den Ex (Alc Baldwin, oben) oder den Hopp (Steve Martin)?

BlogMerylSteve

Meryl Streep geniesst es, dass endlich Damenwahl angesagt ist.

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Nicht nur am Himmel über Hollywood leuchten Stars, auch das Schweizer Kino kann mit schauspielerischen Glanzlichtern aufwarten. Ein solches setzt Bruno Ganz im Film "Der grosse Kater".

BlogKaterGanz

"Himmel hilf" - Gebirge von Problemen lasten auf den Schultern vom grossen Kater (Bruno Ganz). © Frenetic Films

Bruno Ganz war letztes Jahr  oft auf der Leinwand zu geniessen, in "The Reader" und "Der Baader-Meinhof-Komplex" sowie in "Giulias Verschwinden" (läuft noch). Doch von Bruno Ganz bekommen wir nie genug. Und als "Der grosse Kater" ist er einfach zum Niederknien gut. Die Polit-Satire basiert auf Thomas Hürlimanns gleichnamigem Buch, das wiederum auf dessen Vater, den Bundesrat Hans Hürlimann anspielt, sich aber weder auf Namen noch Zeit fixiert. Bruno Ganz spielt den quasi-fiktiven Bundespräsidenten, der von allen Seiten in die Mangel genommen wird und sich zwischen Polit-Intrigen, Ehekrise, Staatsbesuch, Verrat, Familiendrama und Medienhetze durchlaviert. Kein anderer könnte den komplexen Charakter dieser schillernden Figur glaubhafter vermitteln als Ganz. Eine Glanzleistung! Ab sofort im Kino zu sehen.

BlogKater

Steinerne Miene zum bösen Spiel: Wahrt die Ehefrau vom Kater ( Marie Bäumer) den schönen Schein oder kommts zum Eklat beim Staatsempfang?

Hergehört: Max Goldt liest am 14. 1. im Südpol Luzern

Montag 11.01.2010
Redaktion Anita Lehmeier

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Foto Max Goldt © by Billy und Hells

Sie werden kaum ertragen, was Ihnen mitgeteilt wird. Das ist weniger das Motto des Abends als vielmehr der Untertitel von "Ein Buch namens Zimbo" von Max Goldt, welches der Satiriker deutscher (und spitzer) Zunge im Gepäck dabei hat und dem werten Publikum am 14. Januar ab acht Uhr kredenzt.

BlogBuchGould

Wer Max Goldt kennt, wird sich um ein Ticket im Südpol, Luzerns heissestem Kulturhaus, wenn nötig prügeln. Oder einfach anrufen, Tel. 041- 318 00 43 oder online buchen sudpol.ch, Tickets. Wer Max Goldt nicht kennt und nun nicht zu fragen wagt, Max Wer??? - muss man den kennen? - hat am 14. Januar endlich Gelegenheit, den "Titanic"-Schreiber, Musiker und Comic-Zeichner fast hautnah kennenzulernen, wenn er Berichte aus der hellen alten Zeit zum Besten gibt. Nix wie hin an den Südpol - es lohnt sich!

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Zeitgeist mit Daniela Merz: Buchpremiere am 19.1. in Zürich

Montag 11.01.2010
Redaktion René Ammann

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Daniela Merz, Leiterin der Dock-Gruppe: “Es gibt immer wieder Chancen auf einen Wechsel. Für Männer wie für Frauen.”

“Sozialfirmen” heisst das Buch von Daniela Merz und Lynn Blattmann, das in Zürich im Sachbuchverlag Rüffer & Rub vorgestellt wird. Wo? An der Konkordiastrasse 20, beim Römerhof. Wann? Am 19. Januar 2010, um 18.30 Uhr. In der neuesten Ausgabe von Style veröffentlichten wir ein Interview mit der 37-jährigen Leiterin der Dock-Gruppe, die rund 1000 ausgesteuerte Langzeitarbeitslose beschäftigt. Daniela Merz beantwortete 20 Fragen zur Zeit. Über Peter Noll, Falten, Skischule, Geduld, Respekt - und Zahnärzte. www.ruefferundrub.ch, www.dock-gruppe.ch. Anmeldung unter info@ruefferundrub.ch oder unter Telefon 044 381 77 30.

Schweizer Illustrierte Style: Wie viel Zeit war nötig, um die Stiftung für Arbeit und die Dock-Gruppe aufzubauen?
Daniela Merz: Wir sind im 13. Jahr, ich im achten. Ich stiess nach ein paar Jahren in einer Informatikbude zur Dock-Gruppe.
Waren Sie je längere Zeit arbeitslos?
Nein.
Wie hoch war Ihr erster Stundenlohn?
25 Franken, als Pflegerin in einem Altersheim in Weinfelden. Ich war 16 und begleitete am Wochenende alte Menschen.
Wie feierten Sie Ihren 20. Geburtstag?
Gar nicht, ich war krank.
Wann haben Sie letztmals geweint?
Vor ein paar Wochen. Hat sich der Frust angestaut, plärre ich herzhaft drauflos.
Welcher Gegenstand ist am längsten in Ihrem Besitz?
Mein Taufketteli – ein Armbändchen mit eingraviertem Namen und Geburtsdatum.
Wann stand Ihr Name erstmals in der Zeitung?
Weniger mein Name als mein Bild, in der «Schweizer Familie»: Ich mit vier oder fünf in der Skischule Braunwald. Mit einem gestrickten Helm, etwas ganz Elendem.
Wo verbrachten Sie Ihre letzten Ferien?
Ferien? Was sind Ferien? Im Ernst: Im Herbst war ich mit Markus, meinem Mann, drei Tage in Budapest. Eine lässige Stadt!
Welche Uhr tragen Sie?
Eine IWC, Porsche-Design. Gekauft mit meinem ersten Lohn als Primarlehrerin.
Sind Sie ein pünktlicher Mensch?
Ja, plus/minus schon. Mein Mann würde zwar etwas anderes behaupten.
Was schieben Sie auf die lange Bank?
Nichts. Was ich nicht mag, erledige ich zügig, ich lasse nichts anbrennen.
Welchen Moment würden Sie lieber nicht nochmals erleben?
Keinen. Was man erlebte, definiert den Menschen ja. Ah, doch, den Zahnarzt! Vor dem habe ich immer grausam Angst.
In welchem Alter fühlen oder fühlten Sie sich am wohlsten?
Seit 34, 35. Der Stress, den ich mit 20 hatte, ist fort. Ich darf älter werden, darf Falten haben, und es ist gut, wie es ist.
Was möchten Sie in Ihrem Leben noch erlernen oder erreichen?
Geduld.
Gibt es etwas, was Sie heute anders machen würden?
Sicher. Ich habe Leute verletzt und Dinge gesagt … Es war nicht alles so gemütlich.
Mit wem würden Sie gerne einen Tag verbringen?
Mit Peter Noll, wenn er noch leben würde.
Und eine Nacht?
Mit Anne-Sophie Mutter. Sie müsste Geige spielen, und ich dürfte sagen, was.
Wie alt möchten Sie werden?
Ich habe keinen Wunsch. Bei der ersten Sterbebegleitung schlotterte ich vor Angst und wollte das Zimmer verlassen. Da sagte die Frau: «Schwöschterli, du bleibst hier. Wenn du leben kannst, kannst du auch sterben. Also bring das gefälligst hinter dich!» Sie starb ruhig.
Woran krankt unsere Zeit?
An Übergriffen, an Respektlosigkeit. Man erlaubt sich Urteile über den Freitod, über die Glaubensfreiheit. Das geht zu weit.
Was schätzen Sie an unserer Zeit?
Dass es immer wieder Chancen auf einen Wechsel gibt – für Männer wie für Frauen.

Bergtour für Outdoor-Muffel: VIA MALA im Heimkino

Donnerstag 07.01.2010
Redaktion Anita Lehmeier

Kaum sind die Feiertage vorbei, die Weihnachtsgans verdaut und das neue Jahr noch taufrisch, da nervt am Sonntag sicher der Schatz mit den guten Vorsätzen und schlägt vor: "Lass uns spazieren gehen im Schnee. Oder noch besser: Nächstes Wochenende gehn wir auf eine Bergtour. Das ist ja sooo gesund!"

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Gegen solch lästige Ansinnen können Sie sich jetzt wappnen und gleich als Kenner klassischer Literatur punkten: Besorgen Sie sich die druckfrische DVD der Erfolgs-Serie VIA MALA. Die Geschichte stammt aus der Feder von John Knittel und spielt in den 1920er Jahren in der berühmt-berüchtigten Via-Mala-Schlucht entlang des Hinterrheins zwischen Thusis und Zillis-Reischen. Via Mala bedeutet so viel wie schelchter Weg. Diesen wählen auch die Protagonisten der Serie: In Topform und Spiellaune: Mario Adorf und die vergessene Nypmphe aus deutschen Landen Maruschka Detmers. Die Dreierbox wird Sie sicher einen Sonntag lang beschäftigen. Und wenn der Film Sie doch noch für ausserhäusliche Aktivitäten wie Schluchtenwandern animiert hat, folgen Sie Mario Adorfs Spuren. Den Weg weist Ihnen kulturraum-viamala.ch

because er hatte flair: falcos gesamte liedertexte erschienen

Mittwoch 09.12.2009
Redaktion René Ammann

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Sänger Falco: Alles klar, Herr Kommissar?

Weltweit 7 Millionen Mal verkauft: Falcos Rap “Der Kommissar”.

er war superstar / er war populär / er war so exaltiert / beacuse er hatte flair” Mit diesen Zeilen rappte sich Falco auf Platz 1 der US-Charts. Rock Me Amadeus ist bis heute der einzige deutschsprachige Song, der es je auf den Spitzenplatz brachte. Dass der Wiener Falco gerne Deutsch, Englisch, Italienisch und Wienerisch zu einem aufregenden Mix vermengte und heisse Beats wie kräftige Klänge zur Sound Poetry dazugab, sicherte ihm Fans von Bangkok bis Los Angeles. Kürzlich erschien im Residenz-Verlag Falco – Lyrics Complete. Darin sind alle Texte des 1998 bei einem Autounfall verstorbenen Sängers versammelt. Den Film über Falcos Leben gibt es auf DVD: www.jpc.de

Falcos Song Auf der Flucht enthält übrigens eine Passage über Zürich nach den Jugendunruhen: limmatquai / neunzehnhundertachtzig zwei / alles ist in ordnung / nichts am platz / ein ende hats mit dem rabatz / gewonnen hat die steuer / und am seeufer kein feuer, aha / das fazit aus fünfzehn jahren / die kontrolle zu bewahren / edle werte zu geniessen / sieht man, wohin gelder fliessen / schmeisst die rock-rabauken raus / und renoviert das opernhaus, aha…

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