Lesetipp: "Nathalie küsst"

Freitag 27.01.2012
Redaktion Anita Lehmeier

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David Foenkinos: NATHALIE KÜSST, C. H. Beck

Das erste, was bei dem französischen Autor David Foenkinos auffällt, sind die poetischen-witzigen Titel seiner Bücher, die im Verlag C. H. Beck kongenial übersetzt erscheinen: „Grösster anzunehmender Glücksfall“, „Unsere schönste Trennung“, „Das erotische Potenzial meiner Frau“. Bei „Nathalie küsst“, Foenkinos neuestem Werk, ist der Titel leider wenig originell herausgekommen, die Geschichte aber genau so hinreissend wie die früheren. David Foenkinos Liebesgeschichten schmecken so, als hätte man bei Nicholas Sparks Bestsellern den klebrigen rosa Zuckerguss weggelassen und dafür einen Hauch Bittermandel (Blues) und Buttercreme (Poesie) beigemischt.
Die Geschichte: François spricht Nathalie auf der Strasse an, sie gehen Kaffe trinken, verlieben sich heftig und werden beneidenswert glücklich. Sie sind happy ohne Ende. Dann stirbt François bei einem Unfall, Nathalie versinkt in einem Ozean der Trauer. Sie klebt an der Vergangenheit, an ihrer grossen Liebe. Die plumpen, peinlichen Avancen ihres Macho-Chefs stürzen sie noch tiefer ins Elend. Nur ihrem scheuen, unattraktiven Arbeitskollegen Markus gelingt es, sie wieder zum Lachen zu bringen, zum Leben zu bewegen.
Wenn man das Buch nach der letzten Seite zuklappt, seufzt man tief bewegt. Und in den Seiten hat es jede Menge Eselohren, weil Foenkinos Sätze gelingen, die man nie wieder vergessen möchte: „Durch seinen Tod war ihre Liebe auf dem damaligen Stand geblieben. François hatte sie in eine unveränderliche Ewigkeit gemeisselt.“ Oder: „Zwischen der Insel des Elends, auch die Insel der Versäumnisse genannt, und der in weiter Ferne liegenden Insel der Hoffnung verkehrt eine Fähre, das wusste er.“ „Sein Körper fühlte sich an wie eine zerstückelte Groteske, in jedem Gliedmass schlug ein Herz für sich.“ „Gemeinsam würden sie die Gebrauchsanweisung der Lieben von vorne studieren.“ Foenkinos findet Worte für Gefühle, traurige und freudige, die wir alle kennen, aber nie so ausdrücken könnten. Der Roman wurde übrigens von David Foenkinos' Bruder Stéphane verfilmt, mit Audrey Tautou als Nathalie. Leider kann der Film namens "La Délicatesse" nie in unsere Kinos. Macht nichts – das Buch ist eh besser!

Buchtipp: Reisen für Sofa-Surfer

Mittwoch 18.01.2012
Redaktion Anita Lehmeier

Reisen hinter den Horizont, Parthas Verlag, Berlin

Reisen hinter den Horizont, Parthas Verlag, Berlin.

Einst war die Welt gross und weit, das Reisen gefährlich, die Landkarten voller weisse Flecken, terra incognita. Die weissen Flecken sind heute mit Wissen ausgefüllt, kaum ein Eckchen der Erde, das wir Menschen nicht schon betreten, erforscht, vermessen und „erobert“ haben. Wir reisen eben mal schnell pauschal an den Nordpol, in die Urwälder von Papua-Neuguinea, auf Himalaya-Gipfel, zu den Maya-Ruinen oder nach Ulan Bator.

Doppelseite zu Heinrich Barth.

Doppelseite zu Heinrich Barth.

Der prächtige Bildband „Reisen hinter den Horizont. Die grossen Entdecker“ aus dem Berliner Pathas Verlag dreht die Zeit zurück in die Ära, als neugierige Frauen und beherzte Männer aufbrachen ins Unbekannte und wissen wollten, wie es hinter dem Horizont weitergeht.

Zeitgenössische Illustrationen ergänzen den Text.

Zeitgenössische Illustrationen ergänzen den Text.

In sieben Kapiteln reist man da in den Fusstapfen von 40 Abenteurern durch Wüsten und Wildnis, über Berge und Ozeane, durch die Lüfte und in die Tiefen der Abysale und des Alls. Wir segeln mit Columbus und Magellan über die Meere, treffen Stanley und Livingston im afrikanischen Urwald, trekken mit Mungo Parks (der aus T. C. Boyles „Wassermusik“) dem Niger entlang, frieren mit Nansen und Amundsen im ewigen Eis, queren mit Barth die Sahara, tauchen mit Cousteau ins Big Blue und heben ab mit Gagarin ins All. Die Texte sind so, wie man sich spannende, erhellende Reisereportagen heute wünscht, sorgsam ausgewählte Karten, Illustrationen, Fotos von anno dazumal sowie ein Register machen den Band zu weit mehr als einem Coffee table book.

Jetzt im Kino: "THE GIRL WITH THE DRAGON TATTOO"

Mittwoch 11.01.2012
Redaktion Anita Lehmeier

Daniel Craig und Rooney Mara an der Deutschland-Premiere von The Girl with The Dragon Tattoo.

Daniel Craig und Rooney Mara an der Deutschland-Premiere von THE GIRL WITH THE DRAGON TATTOO. Alle Bilder © 2011 Sony Pictures Realeasing GmbH

M it grosser Wahrscheinlichkeit gehören Sie zu den 62 Millionen Menschen, die Stieg Larssons Millennium-Trilogie gelesen oder den Zigtausenden, die die europäsiche Verfilmung gesehen haben. Sparen wir uns also, die Handlung des Thrillers widerzugeben und reden sofort über die amerikanische Version von Regisseur David Fincher ("The Social Network") die morgen in unseren Kinos anläuft.

Rooney und Craig, zwei beschädigte Seelen, spannen zusammen, um eine Serie an Frauenmorden zu klären.

Ebenfalls in Schwarz, aber ohne Glamour: Rooney und Craig, zwei beschädigte Seelen, spannen zusammen, um eine Serie an Frauenmorden zu klären.

Eines gleich vorweg: Für Zartbesaitete ist Finchers Psycho-Thriller wohl zu starker Tobak. Wie schon in seinen düsteren Frühwerken "Se7en" und "Fight Club" erspart er seinem Publikum weder Folterszenen noch Vergewaltigungen oder grauslige Tatortfotos. Trent Reznor von den Nine Inch Nails liefert den Soundtrack und macht mit beinharten Klängen den Höllenritt komplett. Die diffus-depressiven Landschaften Schwedens, wo der amerikanische Film gedreht wurde, sorgen für eine stimmungsvolle Patina.
Was den Film trotz seiner Härte erlebens- und erleidenwert macht, ist allem voran Rooney Mara, die in die Rolle der soziopathischen Hackerin Lisbeth Salander schlüpft und wahrlich mit Haut und Haaren darin aufgeht. Rooney liess sich unerschrocken die Brauen bleichen und piercen und schreckte selbst vor einem Nippel-Piercing nicht zurück. Pat McGrath, die Vogue als einflussreichste Make-Up-Artistin der Modeindustrie nennt, verpasste ihr den Todesengel-Look. Danilo, der bereits Lady Gaga und Gewn Stefanie an die Haare ging, erfand für den Cyber-Punk Salander die Frisur mit dem pechschwarzen Mikro-Pony und der Rasur im Nacken.

Die gute Samariterin Salander näht ihrem Kampfgefährten Blomqvist eine Platzwunde mit Zahnseide zu.

Die gute Samariterin Salander näht ihrem Kampfgefährten Blomqvist eine Platzwunde mit Zahnseide zu.

Fincher warnte seine Entdeckung Rooney, dass die Rolle der Lisbeth Salander ihr Leben prägen würde. Seine Prognose dürfte eintreffen, und zwar im positiven Sinn: Rooney ist die Frau der Stunde und wird uns als dunkler Racheengel lange nicht mehr aus dem Kopf gehen. Stieg Larsson, ihr geistiger Vater, nannte Salander eine moderne Pippi Langstrumpf, mit Motorrad statt Pferd und Labtop statt Affen: Ein Mädchen mit ausgereiftem Selbstbewusstsein, von der Gesellschaft ausgegrenzt, clever, autonom, schräg. In THE GIRL WITH THE DRAGON TATTOO ist Pippi allerdings in einer Art Vorhölle gelandet, da, wo Wahnsinn, Fanatismus und Sadismus zu Hause sind.

Zweimal Rooney Mara:

Zweimal Rooney Mara: Im Film als Lisbeth Salander und auf dem roten Teppich bei der Deutschland-Premiere.

Neben Rooney Maras Parforce-Leistung verblasst selbst  Daniel Craig, dem auch als gedemütigter Wirtschaftjournalist Mikael Blomqvist zu viel James-Bond-Sex appeal anhängt. Famos hingegen agiert als Clan-Chef der 81-jährige Christopher Plummer, grandios gar spielt Stellan Skarsgård den Finsterling im Biedermann-Gewand. Und Robin Wright zeigt in der Rolle als Blomqvist Chefin und Freundin, dass man auch in einer Nebenrolle glänzen kann.

Lose Bindung: Wirtschafts-Journalist Blomqvist (Daniel Craig) mit seiner Freundin und herausgeberin Erika Berger (Robin Wright).

Lose Bindung: Wirtschafts-Journalist Blomqvist (Daniel Craig) mit seiner Freundin und herausgeberin Erika Berger (Robin Wright).

Fincher stylischer, böser Film wird zweifellos die Kassen klingeln lassen. Ob sich die Academy in Hollywood mit dem tiefschwarzen Werk anfreunden kann, bleibt noch offen. Rooney Maras Spiel bewegt sich jedenfalls auf Oscar-Niveau. Warten wir mal ab.

Buchtipp: "GESCHMACK IM FILM" von Wolfram Knorr

Dienstag 10.01.2012
Redaktion Anita Lehmeier

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Kinofans leben nicht von Popcorn allein - "Geschmack im Film", Wolfram Knorr, Echtzeit, Fr. 32.-.

Kochbücher voller inszenierter Gerichte  drin, die wir Küchennovizen so schön niemals hinkriegen, landen gern auf dem coffee table. Da sehen sie dann eine Weile gut aus, zeugen vom Experimentierwillen der Bewohner und werden bald im Regal endgelagert. Gekocht wird selten damit - wäre ja zu schade, wenn das edle Teil Sugospritzer oder Bratenfett abbekäme. Die Leute vom Echtzeit-Verlag servieren uns etwas andere Kochbücher: Klein, handlich, ohne Bilder der Gerichte, dafür mit Illustrationen von Essern und Kochern (Benjamnin Güdel), und mit Rezepten, die aufs Minimum reduziert sind. Doch sind die Echtzeit-Kochbücher im wahrsten Sinn langanhaltend sättigend, sie bieten nämlich Lesefutter. Nach "Geschmack der Liebe" von Jost Auf der Maur und "Reise zum Geschmack" von Christian Seiler ist "Geschmack im Film" jetzt druckfrisch in den Buchläden. Kinokenner Wolfram Knorr hat zwölf (plus einen) Leinwand-Klassiker ausgewählt, in denen mit Leidenschaft gekocht und Lust oder Frust gegessen wird, von "Chocolat", "Ratatouille", "Eat Drink Man Woman" über "Babettes Fest" bis "Don Camillos Rückkehr". Knorrs klugen und sinnlichen Ausführungen übers Essen im Film ("Film ist eine Totalbeschuss auf alle Sinne, eine Attacke aufs Empfindungsvermögen") zu  folgen ist nicht allein für Filmverrückte ein Vergnügen, die Rezepte von Leandra Graf bestehen in ihrer Schlichtheit. Und plötzlich bekommt man Lust auf Parmesan-Spaghetti, Wachteln mit Rosenblätter,  Lammkeule oder sogar ein englisches Frühstück mit Würstchen und Baked Beans. Besonders gut munden die Gerichte, wenn man sich zur Vorspeise Knorrs Essays einverleibt und zum Dessert den entsprechenden Film im Heimkino reinzieht.

Neu im Kino: "DRIVE" mit Ryan Gosling

Donnerstag 05.01.2012
Redaktion Anita Lehmeier

Ryan Gosling als Driver

Ryan Gosling als Driver auf dem Weg zu Oscar-Ehren. Stills © Ascot Elite Films

DRIVE ist einer jener seltenen Filme, bei dem Kritiker und Kinogänger sich einig sind: Der Film ist ein HAMMER! Und Ryan Gosling auf der Höhe seiner Schauspielkunst. Seit Clint Eastwood und Charles Bronson hat keiner mehr so beredt geschwiegen, keiner mit weniger Gestik mehr Emotionen ausgedrückt, keiner sein Temperament so perfekt unter Kontrolle gehabt wie Gosling in diesem meisterlichen Drama.

Fährt auf die alleinerziehende Nachbarin

Fährt auf die alleinerziehende Nachbarin (Michelle Williams) ab.

Die Handlung der Geschichte ist schnell erzählt: Gosling spielt einen Stuntman, der sich als Fluchtwagenfahrer ein paar Dollar extra verdient. Als ein Überfall total aus dem Ruder läuft, hat der Driver plötzlich eine Tasche voller Kohle, aber eben auch drei Leichen und die Mafia am Hals.
Das Packende an DRIVE ist weniger die Story nach der Buchvorlage von James Sallis, sondern die Inszenierung durch den Regisseur Nicolas Winding Refn, einem Dänen. (Schon erstaunlich, diese Dänen: So ein kleines Land, so eine grosse Kinonation: Susanne Bier holte letztes Jahr den Oscar mit A BETTER LIFE, Lars von Trier machte heuer mit der traumschönen Endzeitversion MELANCHOLIA sogar seinen Verbal-Aussetzer in Cannes vergessen.) Refn nun inszeniert mit DRIVE einen Actionfilm voller Slow-Motion, Non-Action-Szenen und langen Kameraeinstellungen, die endlos auf Goslings Profil verharren, so dass wir uns an ihm weidlich satt sehen können. Wie Refns bisherige Werke WALLHALLA RISING, BRONSON und PUSHER ist auch DRIVE für sensible Gemüter wenig geeignet, es fliesst fast so viel Blut wie Benzin. Trotzdem: Hingehen und geniessen!

Von Büchern und ihren Machern

Dienstag 13.12.2011
Redaktion Anita Lehmeier
Luzern, wo Bücherberge sich erheben

Luzern, wo Bücherberge sich erheben...

Treib- und Lockstoff für kluge Köpfe, den eigenen oder einen anderen, gibt es am 
1. Luzerner Bücher-Weihnachtsmarkt
zu entdecken. Neun Luzerner Verlage (jaja, so viele gibt es allein in der Leuchtenstadt - von wegen das Buch ist tot und keiner lese mehr...) präsentieren ihre Bücher am Freitag, 16. Dezember, 16-20 Uhr (mit Tombola um 19 Uhr) und am Samstag, 17. Dezember, 10-17 Uhr im Kultur-Forum an der Bruchstrasse 53 in Luzern. www.kulturluzern > Kultur-Forum. Oder www.menschenversand.ch 

Das grosse Plus dieses Marktes gegenüber von Buchhandlungen, auch von guten: Die Verleger selber sind auch da. Direkter kann man als Leser über ein Buch gar nicht informiert werden als von den Leuten, die solche machen. Also nix wie hin, wer das Motto "Lieber lesen" ernst meint!

BLOGBüchermarkt

Sooo viele schöne Sachen: Design-Markt in Luzern

Freitag 02.12.2011
Redaktion Anita Lehmeier

DesignSchenken

Auf der Suche nach Geschenk-Ideen?

Heute startet die dritte Auflage des DesignWeihnachtsmarktes Luzern, die Franziska Bründler initiiert hat. Bis Sonntag, 4. Dezember präsentierten kleine, feines Labels*) ihre Produkte in der Kornschütte & Werkstatt von Neustahl www.neustahl.ch und in diversen Geschäften. Öffnungszeiten Fr./Sa. 11 bis 20 Uhr, Sonntag 11 bis 17 Uhr. Infos wo wer ausstellt www.designschenken.ch

Am Samstag, 3. Dezember gibts ab 20.30 Uhr zudem Poetry Slam mit Simon Chen und Simon Libsig im Souterrain bei Neustahl.

*) Wer dabei ist: Collec, Babalas, Atelier Randweg with Kitischi, Atelier g: , Schucke Stücke Corinne Jeisy, Prächtig, Tanne 12, Carmen Kaiser, Feinwerk, Frisch Frech, Flux Factory mit Pension für Produkte, Pret-a-faire, Glücksli, Fidea Design, Christian Deuber Lichtprojekte, Mimoa, Madame Trottoir, hatis  tund, Silberraus  ch, Waldburger Unikate, Frau Nils  , lavabo lavabelle, Aragorn Rezycle, Susas, Neustah

Mode Know How

Donnerstag 24.11.2011
Redaktion Susanne Märki

Man glaubt modisch zu sein und weiss doch so wenig über die Hintergründe. Das schmucke Büchlein von Nina Garcia “der perfekte Kleiderschrank” liefert interessantes Wissen und stellt die Top 100 der klassischen Kleidungsstücke vor, die jede Frau braucht. Gleichzeitig erklärt die ehemalige leitende Moderedaktorin bei Elle und Marie Claire wie man aus ihnen seinen eigenen Stil entwickelt. Der Satz “Ich habe nichts anzuziehen” wird damit für immer der Vergangenheit angehören.

Der perfekte Kleiderschrank von Nina Garcia

Übrigens wussten Sie, dass junge, coole Models zu ihren T-Shirts und Chucks witzige, bunte Armreifen aus Plastik tragen? Schauspielerinnen sich für den roten Teppich gerne mit unzähligen dünnen Goldreifen wappnen? It-Girls auf funky Ethno-Stil stehen? Warum nicht selbst Ausschau nach Bakelit-Armreifen in seltsamen Farben oder nach billigen indischen Schmuckstücken auf dem Flohmarkt halten? Was es dann allerdings zu beachten gilt, erfahren Sie in “der perfekte Kleiderschrank”.

Illustration Ruben Toledo

Illustration: Ruben Toledo

ISBN 978-3-442-39194-3; randomhouse.de

Buchvernissage "OSKAR TIGER" mit Dieter Meier

Dienstag 15.11.2011
Redaktion Anita Lehmeier

 Oskar Tiger, Text Dieter Meier, Bilder Franziska Burkhardt

Von Memmen, Mäusen und Mut: "Oskar Tiger", Text Dieter Meier, Bilder Franziska Burkhardt, Verlag Kein & Aber, Fr. 25.-.

Im Wald, vor dem Mauseloch, lauert ein Bussard. Die Maus Oskar weiss, dass er zu dessen Leibspeise gehört. Rausgehen? Zu gefährlich! Drinbleiben? Zu langweilig. Oskar wünscht sich, ein gefürchteter Tiger zu sein und - schwupps! - geht sein Wunsch in Erfüllung. Jetzt erst merkt Oskar, dass er nun Tiere jagen muss.
Der YELLO-Sänger und Performer Dieter Meier hat mit OSKAR TIGER eine kleine feine Geschichte über Mut in witzige Verse verpackt, Franziska Burkhardt hat sie mit viel nostalgischem Charme illustriert.
Am Samstag, 19. November von 17 bis 18 Uhr wird OSKAR TIGER gefeiert, die Buchvernissage findet in Zürich im Theater Stadelhofen statt. Dieter Meier schlüpft himself in die Rolle der Maus und mutiert singend und reimend zum Tiger, inkl. musikalischer Begleitung. Infos Buch und Veranstaltung www.keinundaber.ch

BlogMeier

Multitasker Dieter Meier (hier  in THE LIGHTMAKER), wird am Samstag, 19. November seinen "Oskar Tiger" vortragen. Foto  © Sibylle Hoegger Datasound AG

Erlesene Komik mit "Ohne Rolf" im Südpol Luzern

Montag 14.11.2011
Redaktion Anita Lehmeier

Christof Wolfisberg und Jonas Anderhub

Christof Wolfisberg und Jonas Anderhub alias "Ohne Rolf".

Die Idee von "Ohne Rolf" ist so einfach wie bestechend: statt geredet wird geblättert, statt zuzuhören muss das Publikum lesen. Seit 1999 begeistert das Innerschweizer Duo Christof Wolfisberg und Jonas Anderhub mit ihren beiden Programmen "Blattrand" und "Schreibhals" Leute, die auch für Humor zwischen den Zeilen offen sind. Die auf rund 1000 Blättern gedruckten Sätze und Dialoge sind umwerfend komisch, subversiv, spannend und gelegentlich sogar musikalisch. Obwohl alles vorgedruckt, wirkt das Kleinkunst-Programm der beiden erfrischend spontan. Nie war Schweigen so beredt wie bei "Ohne Rolf".

So tönt - pardon, liest sich "Ohne Rolf" live!

Zurzeit tüfteln die beiden an ihrem neuen Streich, der im April starten wird. Wer die beiden abendfüllenden Programme noch nicht gesehen hat - diese Woche gibt es "Blattrand" (am Mittwoch, 16. 11.) und "Schreibhals" (Donnerstag, 17. 11.) nochmals im Südpol Luzern zu geniessen. Infos www.sudpol.ch  oder www.ohnerolf.ch

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