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Dienstag 24.08.2010
Redaktion: Anita Lehmeier Komplizenschaft in Pastell - vom grossen Bartak. 16 Tage lang steht Langnau im Emmental ganz im Zeichen des Wahnsinns. Vom 28. August bis zum 12. September findet da nämlich das 5. Internationale Cartoon Festival statt, die sich auf die Spuren des Wahnsinns begeben haben und Humor als Therapie verabreichen. 90 Künstlerinnen und Künstler aus ganz Europa zeigen an der Triennale der Komischen Kunst ihre Werke in der Kupferschmiede an der Güterstrasse 20 und machen das idyllische Dorf zum Mekka des gezeichneten Humor. Vielleicht sind es gerade die Satiriker, die von ihrer etwas distanzierten Warte aus das global-lokale Treiben noch mit ungetrübtem Blick wahrnehmen und mit spitzer Feder kommentieren. Ein paar Müsterchen von heiterem bis rabenschwarzem Humor Say Cheeeeeeese. Festgehalten von Glück.  Erzählen Sie mal, wie das angefangen hat…. Freud, belauscht von Kountouvis. Treffen sich zwei Männer, fragt der eine.... Cartoon von Pfuschi Zwei Meister der Komischen Kunst zeigen ihre Werke in Kabinettausstellungen: Rudi Hurzlmeier, der Münchner mit den liebenswerten Losern und der Wiener Chronist des White Trash: Manfred Deix. Im Rahmenprogramm gibt es ausserdem Comedy und Lesungen (mit Peter Schneider, Bänz Friedli, Den Gebirgspoeten und Max Küng), auch Konzerte und eine Performance: der Maler Rudi Hurzlmeier und der ehemalige "Titanic"-Chefredaktor Oliver Maria Schmitt zeigen als Schweizer Premiere "Das Urknall-Komplott". Das Internationale Cartoon Festival ist vom 28. August bis zum 12. September täglich von 10 bis 21 Uhr offen. Tagespass Fr. 15.-, Festivalkarte für 16 Tage Fr. 75.-, bis 16 Jahre gibts Rabatt. Infos www.cartoonfestival.ch oder Telefon 034 402 70 90
Freitag 20.08.2010
Ohne sie wär die Welt arg düster: Die Glühbirne. © Vitra Design Museum/Andreas Sütterlin Wir benützen sie täglich, es gibt sie milliardenfach weltweit, sie sind wohlfeil und unscheinbar. Ob Dübel, Reissverschluss, Büroklammer, Klebstreifen oder Glühbirne -obwohl ohne sie unser Leben sehr viel mühseliger wäre, schenken wir diesen heimlichen Helfern des Alltags nicht die ihnen gebührende Beachtung. Unserer Ignoranz macht nun das Vitra Design Museum in Weil am Rhein, einen Katzensprung von Basel entfernt, ein Ende. Das Museum ehrt die unscheinbaren Dinge mit einer sehr sehenswerten Ausstellung. Unter dem Titel Heimliche Helden. Das Genie alltäglicher Dinge kommen die kleinen Gegenstände ganz gross raus, und Besucher erfahren die Entstehungsgeschichte der Winzlinge, hinter denen immer eine grosse Idee steckt. Die Industrieprodukte verkörpern die Ideale der Moderne: Materialökonomie, ihr Fokus auf die Funktion, Einfachheit und Beständigkeit. Sie sind Musterbeispiele guten Designs, denn - man bemerkt sie nicht. Nach dem Besucher im Vitra Design Museum werden Sie, liebe Leserin, Ihren kleinen treuen Begleiter in der Handtasche mit ganz anderen Augen sehen. Nichts, was so klein ist und so schnell und einfach angewendet werden kann erzielt eine so grosse Wirkung - wie ein Lippenstift. Die heute neu eröffnete Ausstellung dauert bis zum 19. September, Infos www.design-museum.de
Donnerstag 05.08.2010
Frau Schneider, Purserin: An ihr hängt alles. Geheimnisträger in Taschenausgabe. Für Frauen ein Muss. Für Männer ein Mysterium. Regula Esposito, eine der Damen des Kabarettistinnenquartetts Acapickels, tourt vom 3. September an mit ihrem Solo-Programm durch die Schweiz. Von Basel bis Biglen und Luzern bis Zürich geht die Dame dem Wesen der Handtasche auf den Grund – als resolute “Purseologin” Dr. Helga Schneider. Alles wird durchneuselt, von der falschen Schlange über die speckige Kelly bis zum alten Sack. Begleitet wird Dr. Helga von ihrem Fan, dem Assistenten und Musiker Roland Strobel alias Andrej Strobstrophsky. Und Tickets wie mehr Informationen gibt’s über helga-is-bag.ch oder startickets.ch. Es ist anzunehmen, dass Dr. Helga auch Sie in die Tasche steckt.
Freitag 23.07.2010
Roman Blumenthal / Ana Strika
Ursula Sulser, Christian Herzog / Sarah Jäger
Fotos: Thomas Burla © Helmhaus Zürich
Heute Abend ab 18.00 Uhr öffnet das Helmhaus Zürich die Tore für Arbeiten von 44 Künstlerinnen und Künstler, die von einer Jury ausgewählt wurden. Im Laufe des Abends werden die Gewinner der Werk- und Atelierstipendien der Stadt Zürich 2010 bekanntgegeben. Es werden Plätze in Paris, Genua, Kunming, New York, San Francisco und Varanasi vergeben.
Reinschauen lohnt sich, es gibt Kunst aus den verschiedensten Bereichen zu sehen, zum Beispiel Fotografie, bildende Kunst oder Installationen.
Die Ausstellung dauert bis 5. September 2010.
Donnerstag 15.07.2010
Der Luzerner Künstler Luciano Castelli, 59, in den Achtziger Jahren der Shooting star der Neuen Wilden, beschäftigt sich schon seit längerem mit dem Stierkampf, seinen Mythen, den Farben und dem zelebrierten Machismus des Spektakels.
Luciano Castelli: "Stier", 2007, Öl auf Leinwand, 215 x 210 cm.
Luciano Castelli: "Matador", 2005, Kunstharz und Bleistift auf Papier, 160 x 160 cm.
Unter dem Titel "El color de los mitos" sind Castellis grossformatige Bilder in der Galerie Terminus in München am Promenadeplatz 1 zu sehen, bis Mitte August.
Zur Ausstellung erscheint ein dicker Katalog. Infos www.galerie-terminus.de
Luciano Castelli: "Matador y Banderilleros" 2007, Kunstharz auf Leinwand, 215 x 245 cm.
Mittwoch 14.07.2010
Hier eine dreifache Abkühlung und Inspiration für all die Bedauernswerten, die heute drinnen arbeiten müssen und im eigenen Saft schmoren:
© Arte Nova, Polyball, 1998
© Christian Moser, Grieder Les Boutiques, 1986
© Gisler & Gisler, Triumph, 1964
Mehr von diesen verlockenden Wasserbildern und haufenweise spannende Fakten zum Thema WASSER gibt es ab sofort in der Schweizerischen Nationalbank, Ecke Fraumünsterstrasse und Stadthausquai in Zürich, zu geniessen. Die Plakatsammlung des Museum für Gestaltung Zürich präsentiert diese gluschtigen Bildern, bei dem einem das Wasser im Munde zusammenläuft - und heute in Bächlein über den Rücken rinnt. Von der weniger gefreuten Seiten des Wasser wollen wir ab 35 Grad Celsius gar nix wissen. In der momentanen tropischen Hitzewelle wollen wir nur die Sonnenseiten des Elementes geniessen. Heute um 17 Uhr findet die Vernisaage statt. Infos zur Ausstellung (bis 8. November) auf www.museum-gestaltung.ch
Montag 12.07.2010
Das neue Glas-Labyrinth in der Glasi Hergiswil NW. Hier wirds Putzfrauen nie langweilig - Besuchern aber auch nicht!!
Wechselnde Lichtstimmungen und Sound erzeugen ein ausserirdisches Ambiente.
In der Glasi Hergiswil wird seit Jahrzehnten Glas geblasen und geformt, kaum jemand hierzulande, der den innovativen Betrieb in der Innerschweiz nicht schon besucht hat. Jetzt lockt seine neue, funkelnde Überraschung: Im neu eröffneten Labyrinth erlebt man Glas in einer anderen Dimension: Plane, grosse Flächen. Glaswände durchsichtig und reflektierend, die Raum gestalten. Ein für die Besucher begeh- und begreifbares Erlebnis, das die Faszination Glas in einer anderen Form zum Ausdruck bringt. Die Besucher sind für einmal nicht Zuschauer, sie sind Beteiligte und tauchen ein in eine gläserne Welt.
Das Labyrinth ist ein gemeinsames Projekt der Glasi Hergiswil und Glas Trösch. Glas Trösch, das grösste glasherstellende und –verarbeitende Familienunternehmen in Europa, hat das Labyrinth-Glas zur Verfügung gestellt. Eine spezielle Lichtshow und ein eigens komponierter Glasi-Sound untermalen das einmalige Erlebnis. Schlüpfen Sie in Filzpantoffeln und stülpen Sie weisse Handschuhe über! Finden Sie den Weg durch das 99 Quadratmeter grosse Glas-Labyrinth und geniessen Sie Licht und Ton.
Für die Idee und künstlerische Leitung zeichnet Künstler Heinz Gadient. Martin Baumgartner komponierte den speziellen Glasi-Sound und „all in one concert GmbH“ installierte und programmierte die speziellen Lichteffekte.
Das Labyrinth ist geöffnet von Mo-Fr von 9.00-12.00/13.30-17.00 Uhr, Sa 10.00-16.00 Uhr. Der Eintritt kostet Fr. 5.- (Kinder bis 10 Jahre in Begleitung Erwachsener sind gratis). Pro Fr. 50.- Einkauf in den Läden der Glasi Hergiswil erhalten Sie gleichentags gegen Vorweisung des Tickets das Eintrittsgeld rückerstattet. Infos www.glasi.ch
P. S. Die Glasi-Bar in Hergiswil mit dem Wasserspiel in Glas - what else? - lohnt den Besuch nach dem Labyrinth: wunderbare Aussicht auf See und Rigi, köstliche Drinks in schönen Gläsern.
Mittwoch 07.07.2010
Fotos: Thomas Struth / courtesy Schirmer/Mosel Begleitend zur grossangelegten Retrospektive des international renommierten Fotokünstlers Thomas Struth in Zürich (11. Juni bis 12. September 2010) erscheint bei Schirmer/Mosel eine Monographie. Das Buch gibt mit 330 Abbildungen einen repräsentativen Überblick über das Schaffen der letzten drei Jahrzehnte des Düsseldorfer Fotografen. Thomas Struth – Fotografien 1978 – 2010 / Schirmer/Mosel Verlag CHF 82,-
Dienstag 06.07.2010
Jeanloup Sieffs Aktporträt des jungen Yves Saint Laurent.
Normalerweise erregen Aufnahmen von nackten schönen Frauen Aufmerksamkeit. Diesmal kam es anders: Schon bei seiner Entstehung 1971 brachte das Porträt von Designer Yves Saint Laurent († 2008) die Gemüter in Aufruhr. Die von Starfotograf Jeanloup Sieff († 2000, bekannt für seine virtuose wie humorvolle Mode-Fotografie) gemachte Aufnahme zeigte den französischen Modeschöpfer gänzlich ohne Kleider — damals ein Skandal! Nun erzielte das Bild bei einer Auktion den Rekordpreis von mehr als 52 000 Franken. Die Schwarz-Weiss-Aufnahme, die bei Christie's versteigert wurde, darf nun ein asiatischer Sammler sein Eigen nennen. Haute-Couture zum Aufhängen.
Donnerstag 01.07.2010
Gestern fand die Premiere von "Passage Bleu" im Zürcher Theater Rigiblick statt. Passage Bleu ist entstanden und uraufgeführt in New York. Wie Kurzgeschichten eines Buches reihen sich die vier kurzen Stücke des ersten Teiles aneinander: Eclaircie, Essence, Inflorescence I, Inflorescence II, gefolgt von Passage Bleu, welches dem Stück den Namen gibt. Hier einige Eindrücke der Inszenierung: Fotos: Yi-Chun-Wu   Foto: Nina Mann Zufrieden und glücklich nach der erfolgreichen Premiere genossen die Tänzerinnen den anschliessenden Apéro in sommerlicher Atmosphäre. Anne Sophie-Fenner (Dritte von links) ist die künstlerische Leiterin der flowingdancecompany. Die Schweizer Tänzerin und Choreographin arbeitet in Zürich und New York und hat das Stück für die Schweizer Premiere 2010 neu erarbeitet. Weiter Vorstellungen von Passage Bleu finden im Theater Rigiblick am 1., 2., 8., und 9. Juli 2010, um 20.00 Uhr statt. Im Stadttheater Langenthal am 4. Juli 2010, um 19.00 Uhr.
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