Wir fliegen auf Gypset

Samstag 04.02.2012
Redaktion Sherin Hafner

Versprüht Frühlings-Flair: Réjane Rosenbergers Kreationen schmücken starke Frauen mit modischem Gespür.

Versprüht Frühlings-Flair: Réjane Rosenbergers Kreationen schmücken starke Frauen mit modischem Gespür.

Die Glücks-Kette ist das persönliche Lieblings-Stück der Designerin.

Die Glücks-Kette ist das persönliche Lieblings-Stück der Designerin.

Holz, Silber, Leder (das mit biologischen Farben getönt wird) fügen sich zum harmonischen Mix.

Holz, Silber, Leder (das mit biologischen Farben getönt wird) fügen sich zum harmonischen Mix.

Silberne Anhänger baumeln wie Blüten an Lederbändern um den Hals, Holz geht eine Liaison mit bunten Perlen ein und Edelsteine setzen Akzente: Die Frühjahr-/Sommer-Kollektion 2012 von Réjane Rosenberger schickt unsere Fantasie auf eine Reise. Seit 11 Jahren entwirft die Zürcherin individuellen Schmuck, mit dem sie schlicht jeden Tag ein wenig schöner machen will. Ihre Inspiration sind auch entspannt-schicke Celebrities wie Model Elle Macpherson, die nicht jedem Trend folgen, aber selbstbewusst wissen, mit Mode und Accessoires zu spielen. Jedes Bijoux ist eine Hand gemachtes Unikat (Preise von ca. 119 Franken bis 790 Franken). Es wirkt allein als Blickfang , lässt sich aber besonders hübsch im angesagten Gypset-Style kombinieren. Für Nachwuchs-Fashionistas findet sich Herziges in der Bambini-Kollektion. Die Schätzli werden fast ausschliesslich in der Schweiz gefertigt und von den Ex-Missen Karina Berger oder Fiona Hefti sowie von TV-Moderatorinnen geschätzt – Frauen, die mal elegant und sinnlich sind, mal leger und lässig auftreten, dann wieder Lust haben auf einen flippigen oder femininen Style. "So vielfältig wie die Seiten einer Frau, soll auch ihr Schmuck sein", meint die Schöpferin. Wir stimmen dem nur zu.

Der Goldpreis ist am Boden

Mittwoch 01.02.2012
Redaktion Sherin Hafner

Musiker Elton John glänzt in seiner neuen Las-Vegas-Show.

Musiker Elton John glänzt in seiner neuen Las-Vegas-Show.

So schön wie eine Goldmedaille: der Brogue von Patrick Cox für

So schön wie eine Goldmedaille: der Brogue von Patrick Cox für

Geox.

Haste Töne? Aber klar doch!

Haste Töne? Aber klar doch!

Betritt ein Exzentriker wie Elton John die Bühne, muss auch das Styling auffallend sein – von Kopf bis Fuss. Für seine neue Show "The Million Dollar Piano" in Las Vegas greift der Brite zu nichts geringerem als golden glänzenden Schuhen. Den klassischen Brogue mit Schwalbenschwanz in laminiertem Leder entwarf Designer Patrick Cox für Geox. Den Hingucker gibt es mit atmungsaktiver, wasserdichter Sohle und in weiteren schimmernden Tönen. Schmückt fast so schön, wie Edelmetall am Finger.

Schlafen neben der Mona Lisa

Mittwoch 01.02.2012
Redaktion Sherin Hafner

Schöne Fassade: Das Hotel Le Pradey im ersten Pariser Arrondissement. Foto: Pierre Soissons.

Schöne Fassade: Das Hotel Le Pradey im ersten Pariser Arrondissement. Foto: Pierre Soissons.

 Ein Bett im Bücherschrank? Eigenwillige Zimmerdeko. Foto: Pierre Soissons.

Ein Bett im Bücherschrank? Eigenwillige Zimmerdeko. Foto: Pierre Soissons.

Mini-Balkon für die schnelle Pause. Foto: Pierre Soissons.

Mini-Balkon für die schnelle Pause. Foto: Pierre Soissons.

Übernachten in modernem Design, bevor es ins Museum geht. Jedes Zimmer ist anders eingerichtet, aber immer mit Pariser Flair. Foto: Pierre Soissons.

Übernachten in modernem Design, bevor es ins Museum geht. Jedes Zimmer ist anders eingerichtet, aber immer mit Pariser Flair. Foto: Pierre Soissons.

Klein und kuschelig präsentiert sich das neue 4-Sterne-Hotel Le Pradey. Seine 28 Zimmer verführen mit französischem Dekor, das etwa von Designerin Chantal Thomass stammt oder vom Traditions-Label Hermès inspiriert wurde. Wer seinen Café au lait auf einem der Mini-Balkone einnehmen will, hat den Louvre in greifbarer Nähe – städte, reisen, kunst, kultur, ausstellungscheint es zumindest. Ausserdem warten das Museum Les Arts Decoratifs, das Café Marly sowie zahlreiche Antiquitätenladen mit ihren Trouvaillen auf, sodass Kunst-wie Kultur-Liebhaber die Location für den Kurztrip zu schätzen wissen werden. 

Gutes aus der Leuchtenstadt

Mittwoch 01.02.2012

Inzwischen ist das zweite Buch der beiden Luzernerinnen Marianne Frener und Patrizia Furrer erschienen. "Fette Beute" hält Rezepte für jede Gelegenheit und jeden Geldbeutel bereit. Nach dem ersten Kochband "Nagellack und Rösti" ein erneuter Beweis dafür, dass in Schweizer Küchen Kreativität und guter Geschmack zuhause sind.

www.dk-edition.org

Cover

Apfelturm

PochiertesEi

MarianneFrenerPatriziaFurrer

Vivienne Westwood verpackt Frauen und Flaschen fein

Samstag 28.01.2012
Redaktion Anita Lehmeier

BLogWestwood BLog_Chivas

Very british: die Gran old lady of fashion umhüllt mit Fantasie.

Für Frauen mit nonkonformistischem Modegeschmack und -mut sind die Kreationen von Vivienne Westwood, 71, Mutter des Glamour-Punk, Must haves. Nun kommt mit dem Gewand der Chivas-Regal-Whisky-Flasche etwas auf den Markt, das Männerherzen höher schlagen lässt. Die Seidenhülle des 18-jährigen Scotch lehnt in Farben und Motiv an den Union Jack, die britische Flagge, an. Die blaue Stoffrosette erinnert an den Schmuck auf den Kilts und verweist auf die schottischen Wurzeln der Marke Chivas.
Wie Westwoods Kleider hat auch die von ihr gestaltete Whisky-Flasche ihren Preis und Exklusivität: Lediglich 20 Exemplare sind in der Schweiz zu haben, bei Globus, ab Mitte Februar. Die Köstlichkeit kostet Fr. 399.–. Aber Mann gönnt sich ja sonst nix...

Nicht verpassen! "THE ARTIST", jetzt im Kino

Freitag 27.01.2012
Redaktion Anita Lehmeier

Plakat von The Artist

Wo Sie dieses Plakat sehen, da sind Sie im richtigen Kino! © Filmstills Praesens Films

Die Begeisterung ist gross und global: Der Film THE ARTIST wird von Publikum und Presse gleichsam bejubelt, und selbst die superpatriotische Hollywood-Academy nominiert die kleine französische Produktion für zehn Oscars, drei Globes haben die Macher schon bekommen.

Jean Dujardin und Bérénice Bejo

Folgen Sie der Einladung der Traumtänzer (Jean Dujardin und Bérénice Bejo). 

Der Schwarz-Weiss-Stummfilm ist das Kinoereignis der Saison, er feiert die Kinokunst der frühen, goldenen Jahre, als die Stars keine Worte brauchten, sie hatten Gesichter. So brachte das zumindest die grosse Gloria Swanson einst auf den Punkt. Botoxfreie - müsste man heute ergänzen.

Stummfilmstar George Valentin

Sein Stern ist im Sinken begriffen: Stummfilmstar George Valentin (Jean Dujardin).

Bérénice Bejo als Starlett Peppy Miller

Kucken Sie sich mal das Outfit an - WOW! Bérénice Bejo als Starlett Peppy Miller.

John Goodman

Freut sich wie ein Schneekönig: der Produzent Al Zimmer (John Goodman).

So viel Charme und Schmäh, Witz und Wärme, Frische und Fantasie gabs schon lange nicht mehr auf der Leinwand. THE ARTIST ist für Filmfans ein Must, und wer nur einmal pro Jahr ins Kino geht – jetzt ist der Moment gekommen, sich an der Kinokasse anzustellen - da kommt man jetzt nicht drumherum -  und sich von der Lichtspielkunst im dunklen Kinosaal verzaubern lassen.

Von Kunst- und Fehlgriffen

Freitag 27.01.2012
Redaktion Anita Lehmeier

Heidi Klum und Seal sind kein Paar mehr. Seals nächster Song wird wohl «Kiss From A Rosendorn» heissen. Und Göläs nächster Hit heisst «I ha di nümm gärn», weil er und Sibylle Marti, die sind ja jetzt auch getrennte Leute. Gölä und Seal können ab sofort die Frau Aniston anrufen, die soll ja worldsexyest, most intelligent und totally einsam sein. Wir besuchen derweil die «Bon Voyage»-Tournee von Anna Rossinelli (Daten auf www.annarossinellimusic.com/events) und geniessen: Neue Musik zum Wochenende.

Text: Christian Hug

Leonard Cohen 
Leonard Cohen: «Old Ideas» (Sony)
Wenn der grosse alte Mann ein neues Studio-Album veröffentlicht (nur 12 in 44 Jahren), zwingt uns Ehrfurcht in die Knie. Zu recht natürlich, auch wenn auf «Old Ideas» wie immer die Musik so gut wie keine Rolle spielt, weil sie nur der Klangteppich für Cohens tiefsinnig reflektierte Texte ist. Diesmal singt beziehungsweise brummelt der Meister vom Leben und dass dieses wohl bald zu Ende geht. «Old Ideas» führt uns nebenbei vor Augen, wie sehr wir im allgemeinen Pop-Trubel vergessen haben, auf die Texte zu achten. Oder weiss jemand, wovon Lady Gagas «Alejandro» handelt?

 

Lana del Rey 
Lana del Rey: «Born To Die» (Universal)
Ähnlichen Fragen wie Cohen geht die Frau nach, deren Debüt als the newest the hypest the freshest gehandelt wird, nur mit viel mehr Gelassenheit, Ironie, grosser Selbstinszenierung und noch grösseren Gesten www.lanadelrey.com . In der Tat ein grossartiges Album, eines, das Pop- und Gothic-Freunde genauso vereint wie Emo- und Singer/Songwriter-Anhänger. Lana bestätigt das Vorschlusslob, die sie mit 10 Millionen Klicks auf ihren Youtube-Clip «Video Games» erhalten hat, mühelos: schön, melancholisch, hinreissend und mit eindringlicher Stimme. Und ja: Da muss mindestens ein halber Liter Silikon in dieser Oberlippe sein... Jetzt ist übrigens der richtige Moment, auf das Album «Mirador» von Tarnation aus dem Jahre 1997 hinzuweisen.

 

Sean Paul 
Sean Paul: «Tomahawk Technique» (Warner)
Sean Paul war einst die internationale Speerspitze des Dancehall-Reggaes/Raggamuffin, sein 2005er-Album «The Trinity» war auf der Höhe der Kunst, sexy, slick und funky. Aber das hier? Herrje! Sean Paul biedert sich den Dancefloor-Trends an, wie ihn Black Eyed Peas und Lady Gaga zelebrieren: stumpf und konturlos vor sich hin treibende Tracks ohne Sinn und Verstand (wenn schon, dann müsste man das zur Kunst extrapolieren, wie das zum Beispiel Justice beherrschen oder LMFAO). Bis zum Song Nummer sieben müssen wir warten, bis Sean Paul seine alte Stärke aufblitzen lässt. Aber dann geht’s gleich wieder weiter mit lauwarmer Luft. Und überhaupt: Was soll diese peinliche neue Frisur?

 

Die Aeronauten 
Die Aeronauten: «Too Big To Fail» (Aeronauten)
Wir gratulieren herzlich: Die Aeronauten feiern ihr 20-Jahre-Jubiläum! Und schenken sich selber und der Welt keine Best-of (die hatten wir ja schon 2005), sondern ein neues Album, dafür ein doppeltes: 12 korrekte Aeronauten-Rumpelsongs auf der einen und 14 zauberhaft verspielte Instrumentals auf der anderen CD, zusammengefasst unter dem programmatischen, weil ironischen Titel «Too Big To Fail». Dass es diese Band nun schon so lange gibt, ist vor allem dem Aeronauten-Mastermind Olifr Guz Maurmann zu verdanken: Ein Maniac, der unbeirrt und in schon fast manischer Regelmässigkeit Songs schreibt, die die ganze Sache mit dem Leben und dem Weltschmerz nicht so ernst nehmen, dafür umso charmanter scheppern, rumpeln und kacheln. Für Aeronauten-Kenner ist dieses Werk also diskussionslos ein Muss. Für alle, die das knarrige Sextett noch nicht kennen: Reinhören! Zum Jubiläum ist die Band wieder mal auf grosser Tournee, Daten unter www.aeronauten.ch/html/konzerte.php

 

Professor Green 
Professor Green: «At Your Inconvenience» (EMI)
Fans haben das zweite Album des englischen Hip-Hop-Newcomers schon längst aus England importiert, wo «At Your Inconvenience» bereits Ende Oktober erschienen ist. Jetzt ist das Album offiziell auch bei uns erhältlich, und das zu unserer Freude: War das Debüt «Alive Till I’m Dead» noch weitestgehend amtlicher Rap, nähert sich der Professor nun offensiv dem Dubstep und dem Pop und öffnet sich so neue Räume, innerhalb derer er munter rumpröbelt und insbesondere bei den poppigen Tunes Gastsängerinnen zuzieht. Man kann dem Ganzen getrost auch Grime sagen, auch wenn die zweite Hälfte des Albums aus verhältnismässig ruhigen Tracks besteht. Durch die neue Bandbreite der Stile läuft Professor Green zwar Gefahr, den roten Faden zu verlieren, aber angesichts der meist starken Tracks wollen wir über diesen Makel hinwegsehen. Auch weil schon lange niemand mehr so augenzwinkernd nonchalant «Don’t Piss Me Off» gesagt hat.

Und noch ganz kurz:
Penelope Houston: «On Market Street» (Irascible) Folksängerin für Oldschool-Freunde.
Christina Perri: «Lovestrong» (Warner)The new Pop-Stern?
Gym Class Heroes: «The Papaercut Chronicles II» (Warner) Ami-Alternative mit Selbstironie.

Das beste aus Berlin

Mittwoch 25.01.2012
Redaktion Karin Biedert

Patrick MohrPerret Schaad

Overalls bei Patrick Mohr und asymmetrische Säume bei Perret Schaad.

Lala BerlinHugo

Coole Eleganz bei Lala Berlin und schwarz-weiße Looks bei Hugo.

Letzte Woche ging die Mercedes Benz Fashion Week in Berlin über die Bühne. Inspirierendes und Schönes für den Winter 2012/2013 habe ich bei Lala Berlin oder Patrick Mohr entdeckt (siehe oben). Bei Kaviar Gauche gefallen mir die zarten Silhouetten in unschuldigem Weiss und bei Rena Lange das schwarze Bubikragenkleid mit feinem goldenem Print (siehe unten).

Kaviar GaucheRena Lange 

Spitzenkleid von Kaviar Gauche und Kleines Schwarzes von Rena Lange.

Klasse Aufhänger

Mittwoch 25.01.2012

Sticks von Schönbuch

Panton von Schoenbuch

Snap von Schoenbuch 

In diesem Frühjahr scheint im Entrée die Sonne. Die Firma Schönbuch, bekannt für ihre innovativen Garderoben, schlägt witzige Lösungen in Gelb, Weiss und Chrom vor: Haken "Snap" (unten) lässt sich ausziehen, der "Panton Coatstand" (oben) wirkt wir eine filigrane Skulptur und die Massivholzstäbe "Sticks" sehen aus wie ein überdimensionales Mikado.

www.schoenbuch.com

Woody Allens Barcelona-Band spielt in Stans

Dienstag 24.01.2012
Redaktion Anita Lehmeier

Giulia y los Tellerani spielen in Stans

Lieferten den Soundtrack zu Woody Allens Filmen "Vicky Cristian Barcelona" und "You will meet a tall dark stranger": Giulia y los Tellarini

Die vielköpfige Band aus Barcelona sorgten letzten Mai an den Filmfestspielen in Cannes für Aufsehen bzw. Aufhorchen. Die bunte katalanische Combo ist seit der Zusammenarbeit mit Woody Allen weit über Musikerkreise hinaus bekannt geworden. Am kommenden Samstag, den 28. 1. wagen sich Giulia y los Tellarini aus mediterranen Gefilden ins Winterland Schweiz und spielen im Kollegium St. Fidelis in Stans, Vorverkauf www.starticket.ch 
Bevor die Spanier loslegen gehts schon musikalisch zu: Es wird ab 19.30 Uhr das Programm der nächsten Stanser Musiktage verkündet, die vom 15. bis 21. April die grosse weite (Klang-)Welt ins Winkelried-Dorf bringen. Für einzelne Konzerte hat der Vorverkauf bereits begonnen, Infos und Tickets auf www.stansermusiktage.ch

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