Teufel nochmal - Philipp Tinglers Höllenritt

Mittwoch 10.03.2010
Redaktion Anita Lehmeier

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So wild und wüst und unmoralisch wie auf dem Cover  gehts wirklich zu und her in Philipp Tinglers neuem Roman "Doktor Phil". Wie schon der Titel vespricht, lehnt sich die haarsträubende Geschichte an den Faust-Mythos an. Bei Tingler heisst der Mann nicht Heinrich, sondern Oskar. Der Glückspilz, der ein stylisches Leben als Kolumnist führt, lässt sich auf einen Pakt mit dem Teufel ein. Und jetzt bricht für den erfolgsverwöhnten Mann die Hölle los, er findet sich wieder beim Hosenkauf mit dem Fürsten der Finsternis, auf einer Dessous-Schau, einer atemberaubenden Autofahrt und einem Auftritt auf der Bühne des Zürcher Schauspielhauses, wo er das Herzflattern kriegt. Ganz nach dem Geschmack von Tingler-Fans bietet sein neues Buch Action, Dramatik, Humor und Milieustudien in den Höhen des Lifestyle-Daseins. "Doktor Phil" aus dem Verlagshaus Kein & Aber liegt jetzt druckfrisch in den Buchhandlungen, der literarische Höllenritt kostet um Fr. 32.-. Mehr dazu auf www.keinundaber.ch Lese-Termine, Backlist und Kurioses gibts auf www.philipptingler.com

Schweizer Tour von Djian/Eicher: Je n’ai pas d’ami comme toi…

Montag 08.03.2010
Redaktion René Ammann

Keinen Freund wie Dich: Stephan Eicher singt Philippe Djians Text Je n’ai pas d’ami comme toi. (Live at Carcassonne, 1993)

Es ist das schönste Lied, das je ein Mann über die Freundschaft geschrieben hat: “Pas d’ami (comme toi)”. Verfasst hat es Philippe Djian, der mit seinem Buch 37°2 le matin Weltruhm erlangte. (In Deutsch ist es als “Betty Blue – 37,2 Grad am Morgen” erschienen, bei Diogenes.) Der Musiker aus Münchenbuchsee Stephan Eicher, big in France as well, und der Pariser Djian kennen sich seit über zwei Jahrzehnten. Und seit 1989 schreibt Djian für Eicher Texte.

Im Rahmen der Semaine de la langue française et de la francophonie treten der Eicher und Djian zu zweit auf: Am 19. März in Neuchâtel, am 20. März in Zürich, am 21. März in Bern und am 22. März in Genf. Karten gibt es via www.starticket.ch  Djian ist übrigens nicht der einzige Autor, der für Eicher schreibt: Martin Suter, ebenfalls Diogenes-Autor, verfasste für den bald 50-jährigen Sänger das Lied: “Weiss nid, was es isch”.

Nächte der (lesenden) Frauen bei Orell Füssli

Montag 01.03.2010
Redaktion Anita Lehmeier

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Liebe Frauen, nicht vergessen: Am 8. März ist unser Tag! Der Tag der Frau, einst einberufen als Kampftag von politisch bewegten Ladies, steht heuer ganz im Zeichen von Genuss und Gemeinsamkeit. Und er dauert ganze drei Nächte: Am 5., 6. und 8. März laden viele Filialen von Orell Füssli ihre Leserinnen ein, zusammen zu lesen, zu hören, zu diskutieren und zu geniessen.

Am Freitag, 5. 3. ab 19 Uhr erzählen in der Buchhandlung Orell Füssli in Winterthur Frauen über achtzig aus ihrem Leben, unterem anderen Stephanie Glaser un dLys Assia. Gleichentags gehts in der Orell Füssli Buchhandlung Krompholz in Bern ganz kulinarisch zu: Weinexpertin Chandra Kurt bittet zur Degustation, Kochbuchautorin Annemarie Wildeisen präsentiert ihre Expressküche. Am Samstag, 6. 3. steht Orell Füssli in Frauenfeld ganz im Zeichen von Fasten und Fingerfood, der OF Kramhof in Zürich weckt Fernweh mit dem Thema Reisen. Weitgereiste Frauen wie Gisela Treichler, Mitbegründerin des Travel Book Shop, und die Abenteurerin Evelyne Binsack sind anwesend. Orell Füssli am Bellevue in Zürich lockt am Samstag, 6. 3. mit Sweet Dreams, konkret mit Tanz (DJ'ette Diva D. legt auf), zur Stärkung gibt es Cupcakes von jolie et calorie. Im Orell Füssli im Westside in Bern erwarten Damen Dessous und Feng Shui, im Orell Füssli St. Gallen gibts Stil und Sterne am 8. 3., in Luzern erzählt die Philisophin Annemarie Pieper über Jeanne Hersch, die heuer 100 geworden wäre.

Ganz viel mehr über schreibende und lesende Frauen, Bücher und andere Genussmittel finden Sie in Programm "Nacht der Frau" von Orell Füssli auf http://www.books.ch/shop/action/magazine?aUrl=90007790&nav=42314

"Köbi Santiago" hat den Sprung vom Buch auf die Bühne geschafft

Mittwoch 24.02.2010
Redaktion Anita Lehmeier

Mit dem Krimi "Köbi Santiago" ist Stephan Pörtner ein grosser Wurf gelungen. Die Milieustudie/Krimiparodie/Heimatroman/Blick-zurück-im-Zorn-Report ist 2007 im kleinen, feinen Verlag von Ricco Bilger erschienen und geniesst mittlerweile Kultstatus. Wer die jugendbewegten 80er Jahre in Züri miterlebt hat, denkt bei der Lektüre dauernd: ja, so war das. Wers nicht miterlebt hat, staunt: Was das so?!

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Für alle, die das Buch, das in der Unterwelt des Zürcher Kreis 4 inkl. Langstrasse spielt, (sträflicherweise) nicht gelesen haben, können den selbsternannten Detektiv J. K. Robert alias Köbi jetzt live auf der Bühne erleben, die Spiegeltheater-Crew machts möglich.  Cory Looser hat den Züri-Krimi für die Bühne darmatisiert, Regie führt Annette Windlin. Drei Darsteller (Vera Bommer, Walter Sigi Arnold und Eric Rohmer) schlüpfen in verschiedene Rollen.

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Premiere von "Köbi Santiago" ist am Fr. 26. Februar um acht Uhr im Ämtlermarkt, weitere Aufführungen sind am 27. 2., ebenfalls im Ämtlermarkt. Vor der Aufführung wird Autor Stephan Pörtner aus seinem Köbi lesen. Weitere Spieldaten: am 5. und 6. März im Ämtlermärt, am 10. und 11. März im Casino-Saal Aussersihl, stets um 20 Uhr. Mehr Infos www.spiegeltheater.ch, Reservationen kontakt@spiegeltheater.ch oder Tel. 044 450 58 85

Der Suter und sein Koch auf Lesereise

Montag 01.02.2010
Redaktion Anita Lehmeier

Seit gut einer Woche liegt er druckfrisch auf und geht weg wie warme Semmeln: "Der Koch", das neueste Werk von  Martin Suter, im Diogenes-Verlag erschienen. Ein Blick auf die Bücherhitlisten zeigt: Viele haben den neuen Roman schon gelesen - oder zumindest gekauft. In der Schweiz ist Suterauf Platz 1 der  Buchbestseller, auf der "Spiegel"-Bestenliste auf Platz 4.

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Noch besser als Suter lesen ist - Suter hören. Er ist diese Woche auf Lesereise, mit dabei sein neuer Held, eben der Koch. Zu hören gibts Suter an der Buchpremiere in Zürich am 3. Februar im Schauspielhaus Pfauen um 20 Uhr. Es moderiert Esther Schneider. Am 4. Februar um 19 Uhr gastiert Martin Suter im Stadt-Casino Basel im Hans-Huber-Saal, Vorverkauf bei Buchhandlung Bider & Tanner AG, am 5. Fabruar um 20 Uhr  liest martin Suter im Hotel National in Bern, Beat Glur moderiert den Abend, Vorverkauf Thalia im Loeb, Tel. 031 - 320 20 20 oder Stauffacher Buchhandlung Tel. 031 - 313 63 63.

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© Autorenporträt Christian Kaufmann

Tanti auguri, Signore Fellini! E molto grazie. Zum 90. Geburtstag von Federico Fellini

Mittwoch 20.01.2010
Redaktion Anita Lehmeier

"Ich bin nur ein Geschichtenerzähler, und das Kino ist zufällig mein Medium."    Federico Fellini

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Der Maestro an der Arbeit, am seinem Film Agenzia matrimoniale.

© 2009 Archivio Fondazione Federico Fellini/courtesy Schirmer/Mosel

Vor genau 90 Jahren, am 20. Januar 1920, erblickte in Rimini ein Knabe das Licht der Welt, der unsere Sicht auf diese verändern sollte. Aus Federico Fellini wurde einer der grössten Geschichtenerzähler seiner Zeit. Mille grazie, Signore Fellini! Am 31. Oktober 1993 verstummte er für immer, FeFe erlag einem Herzinfarkt. Unsterblich hingegen ist das Erbe des grossen Leinwandmagiers, 25 Filme, darunter La strada, La dolce vita, Amarcord, Satyricon und 8 ½. Eine Hinterlassenschaft, für die wir ewig dankbar sind. Dankbarer jedenfalls als die Academy in Hollywood, die Fellini zwar zwölf Mal für den Oscar vorschlug, den ersten aber erst 1993 rausrückte - für  sein Lebenswerk.

Der wohl schönste Bildband über Federico Fellinis Filme erschien im Verlag Schirmer/Mosel, Autor Tullio Kezich. Die deutsch-englische Ausgabe umfasst 320 Seiten mit mehr als 400 teils farbigen Abbildungen. Eines der berühmtesten Filmstills der Kinogeschichte ziert das Cover: Anita Ekberg, badend im Trevibrunnen in Rom.

BlogFelliniCover

 

Paul Newman: Eine Hommage zum geburtstag

Dienstag 19.01.2010
Redaktion Ralf Jost

PAUL NEWMAN - Cover - highres PAUL NEWMAN - 054-00 - HiRes - Verwendung nur im Rahmen einer Buchvorstellung

Am 26. Januar wäre der charismatische Hollywood-Star 85 Jahre alt geworden. Ein prachtvoller Bildband, der erste über Paul Newman überhaupt, zeigt ihn uns in zahlreichen Szenenfotos als Filmstar, aber auch als Privatperson,abseits der Kamera.

Paul Newman zählte zu den grössten und populärsten Hollywood-Schauspielern. Als junger  Rebell des amerikanischen Kinos der frühen 50er Jahre, schrieb er in zahlreichen Rollen Filmgeschichte u.a. “Die Katze auf dem heissen Blechdach” an der Seite von Liz Tayler.

Dieser Bildband erscheint am 26.01.2010 im Schwarzkopf&Schwarzkopf Verlag, Berlin/Preis 19,90 Euro

Hergehört: Max Goldt liest am 14. 1. im Südpol Luzern

Montag 11.01.2010
Redaktion Anita Lehmeier

BlogGould

Foto Max Goldt © by Billy und Hells

Sie werden kaum ertragen, was Ihnen mitgeteilt wird. Das ist weniger das Motto des Abends als vielmehr der Untertitel von "Ein Buch namens Zimbo" von Max Goldt, welches der Satiriker deutscher (und spitzer) Zunge im Gepäck dabei hat und dem werten Publikum am 14. Januar ab acht Uhr kredenzt.

BlogBuchGould

Wer Max Goldt kennt, wird sich um ein Ticket im Südpol, Luzerns heissestem Kulturhaus, wenn nötig prügeln. Oder einfach anrufen, Tel. 041- 318 00 43 oder online buchen sudpol.ch, Tickets. Wer Max Goldt nicht kennt und nun nicht zu fragen wagt, Max Wer??? - muss man den kennen? - hat am 14. Januar endlich Gelegenheit, den "Titanic"-Schreiber, Musiker und Comic-Zeichner fast hautnah kennenzulernen, wenn er Berichte aus der hellen alten Zeit zum Besten gibt. Nix wie hin an den Südpol - es lohnt sich!

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Zeitgeist mit Daniela Merz: Buchpremiere am 19.1. in Zürich

Montag 11.01.2010
Redaktion René Ammann

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Daniela Merz, Leiterin der Dock-Gruppe: “Es gibt immer wieder Chancen auf einen Wechsel. Für Männer wie für Frauen.”

“Sozialfirmen” heisst das Buch von Daniela Merz und Lynn Blattmann, das in Zürich im Sachbuchverlag Rüffer & Rub vorgestellt wird. Wo? An der Konkordiastrasse 20, beim Römerhof. Wann? Am 19. Januar 2010, um 18.30 Uhr. In der neuesten Ausgabe von Style veröffentlichten wir ein Interview mit der 37-jährigen Leiterin der Dock-Gruppe, die rund 1000 ausgesteuerte Langzeitarbeitslose beschäftigt. Daniela Merz beantwortete 20 Fragen zur Zeit. Über Peter Noll, Falten, Skischule, Geduld, Respekt - und Zahnärzte. www.ruefferundrub.ch, www.dock-gruppe.ch. Anmeldung unter info@ruefferundrub.ch oder unter Telefon 044 381 77 30.

Schweizer Illustrierte Style: Wie viel Zeit war nötig, um die Stiftung für Arbeit und die Dock-Gruppe aufzubauen?
Daniela Merz: Wir sind im 13. Jahr, ich im achten. Ich stiess nach ein paar Jahren in einer Informatikbude zur Dock-Gruppe.
Waren Sie je längere Zeit arbeitslos?
Nein.
Wie hoch war Ihr erster Stundenlohn?
25 Franken, als Pflegerin in einem Altersheim in Weinfelden. Ich war 16 und begleitete am Wochenende alte Menschen.
Wie feierten Sie Ihren 20. Geburtstag?
Gar nicht, ich war krank.
Wann haben Sie letztmals geweint?
Vor ein paar Wochen. Hat sich der Frust angestaut, plärre ich herzhaft drauflos.
Welcher Gegenstand ist am längsten in Ihrem Besitz?
Mein Taufketteli – ein Armbändchen mit eingraviertem Namen und Geburtsdatum.
Wann stand Ihr Name erstmals in der Zeitung?
Weniger mein Name als mein Bild, in der «Schweizer Familie»: Ich mit vier oder fünf in der Skischule Braunwald. Mit einem gestrickten Helm, etwas ganz Elendem.
Wo verbrachten Sie Ihre letzten Ferien?
Ferien? Was sind Ferien? Im Ernst: Im Herbst war ich mit Markus, meinem Mann, drei Tage in Budapest. Eine lässige Stadt!
Welche Uhr tragen Sie?
Eine IWC, Porsche-Design. Gekauft mit meinem ersten Lohn als Primarlehrerin.
Sind Sie ein pünktlicher Mensch?
Ja, plus/minus schon. Mein Mann würde zwar etwas anderes behaupten.
Was schieben Sie auf die lange Bank?
Nichts. Was ich nicht mag, erledige ich zügig, ich lasse nichts anbrennen.
Welchen Moment würden Sie lieber nicht nochmals erleben?
Keinen. Was man erlebte, definiert den Menschen ja. Ah, doch, den Zahnarzt! Vor dem habe ich immer grausam Angst.
In welchem Alter fühlen oder fühlten Sie sich am wohlsten?
Seit 34, 35. Der Stress, den ich mit 20 hatte, ist fort. Ich darf älter werden, darf Falten haben, und es ist gut, wie es ist.
Was möchten Sie in Ihrem Leben noch erlernen oder erreichen?
Geduld.
Gibt es etwas, was Sie heute anders machen würden?
Sicher. Ich habe Leute verletzt und Dinge gesagt … Es war nicht alles so gemütlich.
Mit wem würden Sie gerne einen Tag verbringen?
Mit Peter Noll, wenn er noch leben würde.
Und eine Nacht?
Mit Anne-Sophie Mutter. Sie müsste Geige spielen, und ich dürfte sagen, was.
Wie alt möchten Sie werden?
Ich habe keinen Wunsch. Bei der ersten Sterbebegleitung schlotterte ich vor Angst und wollte das Zimmer verlassen. Da sagte die Frau: «Schwöschterli, du bleibst hier. Wenn du leben kannst, kannst du auch sterben. Also bring das gefälligst hinter dich!» Sie starb ruhig.
Woran krankt unsere Zeit?
An Übergriffen, an Respektlosigkeit. Man erlaubt sich Urteile über den Freitod, über die Glaubensfreiheit. Das geht zu weit.
Was schätzen Sie an unserer Zeit?
Dass es immer wieder Chancen auf einen Wechsel gibt – für Männer wie für Frauen.

Die kunst der verführung

Samstag 05.12.2009
Redaktion Ralf Jost

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Wohl kaum ein weibliches Kleidungsstück beflügelt die Fantasie mehr als das Dessous. Anne Zazzo, die Kuratorin des Modemuseums in Paris zeigt in diesem opulent ausgestatteten und reich bebilderten  Band, die (Kultur)Geschichte der Lingerie auf.

Lingerie – Eine illustrierte Geschichte vom Mittelalter bis heute Verlag: Collection Rolf Heyne SFR 84, 90

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