Je ne veux pas travailler… gratis zu Pink Martini!

Mittwoch 14.07.2010
Redaktion René Ammann

Je veux seulement oublier… Pink Martini spielen morgen Donnerstag, 15. Juli, in Zürich

Das Zürcher Kaufleuten verlost für folgende Konzerte Tickets. Pink Martini, MyKungFu, Stiller Has, Country Tunes, Caroline Chevin und Lea Lu. Alle finden in den nächsten Tagen statt, also dann, wenn das Thermometer hochschiesst wie beim Hau-den-Lukas. Besonders die Hymne von Pink Martini dürfte bei 33 Grad und mehr vielen aus der Seele sprechen: Je ne veux pas travailler… Der Saal im Kaufleuten ist klimatisiert. Verlosung auf www.kaufleuten.com/tickets

Zu gewinnen: 128 Eintritte zum Kino am See

Montag 12.07.2010
Redaktion René Ammann

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Le Petit Nicolas? Vorpremiere am Donnerstag, 15. Juli, im Kino am See in Zürich.

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Giulias Verschwinden? Sie taucht am Mittwoch, 21. Juli, wieder auf.

Die beiden Zürcher Restaurants Nagasui (Selnau) und Tiffins (Seefeld) verlosen je 2 Mal 32 Billets für einen Kinoabend unter freiem Himmel am Zürichsee. Wer seine Chance wahrnehmen will, registriert sich auf www.nagasui.ch oder www.tiffins.ch und nimmt an der Verlosung teil. Das vollständige Programm ist ersichtlich auf www.orangecinema.ch

Fünf Gänge zum 1. August: Feierliches Dîner auf dem Gütsch

Dienstag 06.07.2010
Redaktion René Ammann

Chateau Gütsch Aussenansicht

Luzerner Hausberg Gütsch mit Château: Am 1. August ein Menu mit Aussicht (und Jazz).

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Gastgeber auf dem Gütsch: Koch Fabian Inderbitzin (15 Punkte im GaultMillau), Geschäftsleiter Dominic Zurbrügg.

Zum Nationalfeiertag aufs Château Gütsch und von der Terrasse aus das Feuerwerk und die Höhenfeuer angucken mit einem Glas Schweizer Schaumwein oder Champagner? Der Chef de cuisine hat einen Drei-, Vier- oder Fünfgänger zusammengestellt. Tatar von mariniertem Saibling mit Kresse, Rösti-Galette und Peterlicrème, ein kaltes Tomatensüppli mit gebackenem Ei und Basilikum, Zanderfilet mit Artischocken und Sommerlauch, in Heu gebratene Kalbskarree mit (Safran-)Härdöpfelstock und Erdbeeren mit Meringue… Drei Gänge für Fr. 99.-, vier für Fr. 115. und fünf für Fr. 130.-. Zum Menü tritt die Luzerner Mezzosopranistin Eva Christina auf, begleitet von vier Jazz-Musikern. Die Sängerin kennt das Château Gütsch bestens. Sie hat dort geheiratet. www.chateau-guetsch.ch, Tel. 041 248 98 98.

Spurt des Elektroflitzers Tesla

Mittwoch 30.06.2010
Redaktion René Ammann

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Hammergeiles Teil: Der Besitzer der Tesla-Werke ist seit heute ein reicher Mann.

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In 3,9 Sekunden auf 100: Tesla Roadster zu rund 150.000 Franken.

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Tesla-Flaggschiff an der Pelikanstrasse 10 in Zürich: Börsenstart gelungen.

George Clooney fährt einen und Brad Pitt auch – einen Tesla-Flitzer. Das Elektromobil huscht so flink und leise an einem vorbei wie Cancellara auf Talfahrt. Über 50 Teslas soll auf Schweizer Strassen kurven, über 1000 weltweit. Am 10. Juni eröffnete das erste Schweizer Tesla-Geschäft im architektonisch beeindruckend souveränen Froschauer-Haus. Auch die Jahresmiete ist beeindruckend, sie erreicht dem Vernehmen nach den Wert von zweieinhalb Teslas. Das dürfte den Autobauer aus Kalifornien wenig erschüttern: An der Börse legte Tesla heute um bis zu 40 Prozent zu. Das am ersten Handelstag der Aktie und in einer Atmosphäre der Verängstigung. Und obwohl Tesla noch nie einen Cent verdient hat. Doch hat Tesla zwei starke Paten im Rücken: Daimler und Toyota sind bereits beteiligt.

Der Gewinner des Börsenganges ist der Gründer, Chef und Hauptaktionär Elon Musk. Der Kalifornier, geboren am 28. Juni 1971 in Pretoria, nahm durch den Verkauf eigener Aktien bei einem Abgabepreis von 17 Dollar mindestens 15 Millionen Dollar ein. Seine restlichen Anteile waren am Ende des Tages 650 Millionen Dollar wert. Ein guter Tag für Elon Musk also. Der Vater von fünf Söhnen hatte sein gesamtes Vermögen in die Entwicklung der Tesla-Flitzer gesteckt und konnte sich bloss einen Jahreslohn von 33 280 Dollar ausbezahlen. teslamotors.com

Vom 3. bis 6. August organisiert Tesla für ihre E-Fahrzeuge eine 660 km lange Rallye von zwischen München via Innsbruck nach Rovereto (Italien). Der längste Abschnitt misst 170 Kilometer – bislang schafft ein Tesla Roadster 400 Kilometer, bis die Batterien leer sind. e-miglia.com

Weitere Artikel zum Thema Auto finden Sie in jeder SI Style.

Jeans auf Mass von MGPF

Montag 28.06.2010
Redaktion René Ammann

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Jeans von MatthiasGeorgPatrickFrei: Fr. 550.—. Auf Lager in den Grössen 48, 50, 52. Auf Bestellung in den Grössen 46, 47, 54 und 56.

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Nietenjeans von MatthiasGeorgPatrickFrei: Fr. 750.—. Werden auf Bestellung geschneidert.

Mattias Georg und Patrick Frei entwarfen jüngst Fivepocket-Jeans, die sie im eigenen Atelier herstellen. Die Jeans ohne Nieten sind in den Grössen 48, 50 und 52 vorrätig, die Nietenjeans werden auf Bestellung genäht und verziert und sehen cool aus, aber nicht troppo.

MATTHIASGEORGPATRICKFREI. Geöffnet Mi von 15 bis 18.30 Uhr, Do/Fr von 11 bis 18.30 Uhr und Sa von 11 bis 16 Uhr.
Gräbligasse 3, 8001 Zürich, Fon & Fax 044 251 36 60. pat_frei@bluemail.ch

Liquid Soul: Bester Künstler, bester Track Psy Trance 2010

Freitag 25.06.2010
Redaktion René Ammann

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Nicola Capobianco aka Liquid Soul: Laut beatport.com mit seinem Track “Spell” an der Spitze.

Liquid Soul: “Spell”. Bestverkaufter Track in den letzten zwölf Monaten. Zu sehen und hören unter anderem an der Streetparade in Zürich am 13. und 14. August.

Gute Nachrichten für Nicola Capobianco, den Zürcher Musiker, Produzenten und DJ Liquid Soul: Er wurde mit dem international ausgeschriebenen Beatport Music Award ausgezeichnet, einer Art Grammy in der Sparte “Elektronische Musik”. Der 30-jährige ist somit der beste Künstler im Bereich Psy Trance und komponierte wie produzierte den besten Track 2010 im Bereich Psy Trance: “Spell”. Das “Zeitgeist”-Interview mit Nicola Capobianco findet sich in SI Style 06/2010 sowie auf dem SI Style-Blog. Wir gratulieren! Am 3. Juli ist Liquid Soul in Zürich auf der Landiwiese beim Hertz @ Zürifäscht zu hören (Eintritt frei), danach an der Streetparade und am 4. September im Stairs.

Rude Britannia: Britischer Humor im Tate London

Mittwoch 23.06.2010
Redaktion René Ammann

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Widerspruch zwecklos. David Shrigley, I'm Dead, 2007, David Roberts Collection, London © courtesy the artist and Stephen Friedman Gallery, London. Photo: Stephen White.

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Maggie does it again. Roger Law, Thatcha! - Ten Years of the Dragon, 1989, Spitting Image Workshop © Spitting Image

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Anschwellendes Gelächter. Donald McGill, A Stick of Rock, Cock? British Cartoon Archive, University of Kent © Donald McGill Archive. www.donaldmcgill.info

Das Tate Britain in London widmet sich endlich einer Gattung, die auch auf dem Kontinent zu anschwellendem Gelächter und Applaus führt: dem britischen Humor. Dieser Zu- und Wohltat, die das Leben erleichtert und Ehen rettet, werden die Briten mit Cartoons, Filmen und Installation gerecht. Ob (wie üblich) Hemdsärmlig-Gröberes von Sarah Lucas oder Ziseliert-Gemeines von David Shrigley: “Rude Britannia” ist “eine grossartige Feier des britischen Geschmacks für das Freche, aber charmante”. Sagt die BBC. Well, then… Bis 5. September.

“Bret Easton Ellis: neues Buch - und Lesung in Zürich

Montag 21.06.2010
Redaktion René Ammann

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Bret Easton Ellis auf dem Cover des niederländischen Magazins “Fantastic Man”: Er hat den bösen Blick und die nötige Unverforenheit.

Der Mann war 21 und ging noch ins College, als sein Erstling Less Than Zero erschien. Das Buch, das Easton Ellis mit 19 begonnen hatte, machte 1985 Furore. Es erzählt von Clay, einem 18-jährigen College-Schüler aus finanziell vollem und emotional leeren Haushalt. Clay gibt Gas bei Sex’n’Drugs’n’Rock’n’Roll, bis ihm die Luft ausgeht und er Los Angeles verlässt. Das freilich nicht, bevor er mit Männern wie Frauen im Bett landete, eine halbe Apotheke sowie eine halbe Schnapsbrennerei geschluckt und der Menschheit die zwei grossen Lügen junger Kerle auf den Tisch geknallt hatte: 1. Ich zahl dir das Geld zurück. 2. Ich komm nicht in deinem Mund.

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Neues Werk: “Imperial Bedrooms”. Inzwischen ist der Mann 46, hat mehrere Ziegel hinter sich wie “American Psycho”, in dem Marken mehr zählen als Menschen, oder “Lunar Park”. Sein siebter Roman führt Easton Ellis zu “Less Than Zero” zurück. Imperial Bedrooms, eben in Englisch erschienen, ist in deutscher Sprache ab Mitte September als “Königliche Schlafgemächer” erhältlich. Wer dem zornigen jungen Mann, der zum zornigen mittelalterlichen Mann wurde, zuschauen und zuhören will, kann das über diesen Link tun. Am 8. Oktober 2010 liest Bret Easton Ellis im Kaufleuten Zürich. Billets (der Saal wird in Kürze ausverkauft sein): www.kaufleuten.com

Zaha Hadid als Kuratorin in der Zürcher Galerie Gmurzynska

Samstag 12.06.2010
Redaktion René Ammann

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Zaha Hadid als freie Künstlerin: “Aura 2”.

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Zaha Hadid als Schmuckdesignerin: Halsschmuck “Glace” für Swarovski.

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Zaha Hadid als Schuhentwerferin für Lacoste und Melissa.

Unbestritten ist die Britin Zaha Hadid, 60, eine der spannendsten Figuren in der Architektur und im Design, das Magazin “Time” erhob sie im April gar zu einer der 100 einflussreichsten Menschen des Jahres 2010. Berühmt sind Hadids Bauten für ihre Dynamik, ihren WOW!-Effekt, die sofortige Erkennbarkeit ihrer Duftmarke - und die Absenz des rechten Winkels. Berüchtigt sind Hadids heftige Budgetüberschreitungen: ihr eben eröffnetes Museum für zeitgenössische Kunst Maxxi in Rom kostete 150 Mio. Euro statt 57 Mio. Euro, ihr Brückenpavillon für die Expo 2008 in Zargoza saftige 80 Mio. Euro statt 20 Mio. Euro und steht leer. Irritation löst ihr Hang zum Startum aus: In Rom erschien die energische Dame zur Maxxi-Pressekonferenz in einer schwarzen Limo samt mehrerer Leibwächter.

In den letzten Jahren erweiterte die Super-Kreative ihre Geschäftsfelder sukzessive, entwarf neben Masterplänen, Häusern, Möbeln und Lampen auch Schuhe und Schmuck. Nun folgt ein weiterer Schritt. Die Architektin Hadid wird erstmals Kuratorin. In der Galerie Gmurzynska in Zürich stellt Hadid ihre Designstücke mehreren Schwergewichten der Kunstgeschichte wie Kasimir Malewitsch oder Alexander Rodschenko entgegen. Die Bilder der russischen Avantgarde stammen aus der Sammlung Gmurzynska, die Ausstellung ist ab 13. Juni, dem Wochenende vor Beginn der Art Basel, bis 25. September geöffnet. Paradeplatz 2, 8001 Zürich.

Karim Rashid: “Poet of Plastic” an der Nacht des Designs

Donnerstag 10.06.2010
Redaktion René Ammann

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Zwei Herzen: Karim Rashid, Designer, Alleinunterhalter und Ehemann. "Oft hält man mich nicht für seriös, weil ich Farbe benutze oder mich anders kleide. Alles, was abweicht, ist verdächtig."

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Mehr Farbe: Karim Rashids Restaurant “Majik” in Belgrad.

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Lichter Raum: Karim Rashids Restaurant “Morimoto” in Philadelphia.

Heute Abend, 10. Juni, spricht der New Yorker Designer Karim Rashid, 50, im “Redbox” an der Seestrasse in Zollikon zum Thema “Design brings pleasure”. Mit dem exklusiven Anlass feiert Campari das 150-Jahre-Jubiläum und lanciert Rashids Flasche in Murano-Glas von Venini. SI Style führte in Basel ein Interview mit dem “Poet of Plastic”, dessen Stuhl “Oh” millionenfach produziert wurde.

Design muss den Benutzern ein neues Erlebnis bieten, sagen Sie. Welches war Ihr jüngstes Erlebnis?
Karim Rashid: Ein gutes oder ein schlechtes?
Was Ihnen in den Sinn kommt...
Ein grässliches. In meinem Hotel in Madrid, vergangene Nacht.
War das Bett zu kurz? Sie sind ja 1 Meter 93 gross!
Nein, diesmal war es das Bad. Wenn man die Tür öffnete, stand der Waschzimmertisch im Weg, und ich holte mir blaue Flecken. Das gesamte Zimmer war irgendwie falsch. Insgesamt erlebe ich Design sehr viel häufiger als Ärgernis, als dass ich Freude daran hätte.
Vorhin, im Tram, habe ich beim Aussteigen den Kopf angeschlagen. Ist das mein Problem oder dasjenige des Designers?
Des Designers! Wenn wir Designer unsere Arbeit recht machen, sollte das Resultat bei aller Ernsthaftigkeit vergnüglich, schmuck und bezaubernd sein. Eine Welt, die wir mit Wohlgefallen erfahren. Aber Designer denken nicht so, sie schauen sich als Erstes das an, was es bereits gibt. Nehmen wir das Hotelzimmer: Bett zur Wand. Stuhl neben dem Fenster. O ja, ein Schreibtischchen braucht es noch. Das tun wir hier hin. Oder dort? Hm... Da bewegt man sich bloss in alten Denkmustern. Ich muss mich doch fragen: Braucht es überhaupt einen Schreibtisch, einen Stuhl? Und warum hat es bloss einen Stuhl...
...wenn es zwei Betten hat...
Genau. Alle diese Merkwürdigkeiten. Jedenfalls: Design ist, eine neue Welt zu formen. Zeitgenössische Themen, zeitgenössisches Verhalten, zeitgenössische Technologien - das ist ein Unterschied. Mir ist, als missdeuteten wir gegenwärtig, was Design ist. Design wurde zur Dekoration, zur Kunst...
Sie arbeiten häufig mit leuchtenden, fröhlichen Farben. Warum?
Wissen Sie, bis im Alter von Mitte dreissig waren alle meine Arbeiten schwarz und weiss.
Und Sie trugen auch ausschliesslich Schwarz oder Weiss.
Ja, genau. Als Teenager bevorzugte ich Weiss und Pink. Als ich mich dazu entschied, Industriedesigner zu werden und in die Geschäftswelt einzusteigen, begann ich, Krawatten und Anzüge zu tragen. Im Jahr 2000 hatte ich von all den Uniformen genug. Wir sollten alle Individualisten sein und uns die Freiheit nehmen, uns so anzuziehen, wie wir das für richtig halten.
Man hält Farbe für unseriös.
Genau! Seit Jahren bin ich Assistenzprofessor für Philosophie und werde oft als «nicht seriös» abgestempelt, weil ich Farbe benutze oder mich anders kleide.
Interessant, wie konservativ sogar Studenten an Kunstschulen denken! Alles, was abweicht, ist verdächtig. Hinzu kommt, dass die Intellektuellen Design und Architektur lange Zeit belächelten, das waren in ihren Augen jene, die runde Badewannen machten. Aber die Zeiten ändern sich.
Design muss poetisch sein, sagen Sie. Genügt Funktionalität nicht?
Design sollte ein gewisses Mass an Selbstentfaltung enthalten, ein Markenzeichen. Die Industrie produziert makellose Produkte. Wie soll sich da ein Hersteller vom andern unterscheiden? Er muss seine eigene Identität finden und ein gewisses Mass an Poesie anbieten. Wer das nicht tut, wird nicht überleben.
Trifft «Poesie» auch den Mythos einer Firma und ihrer Produkte?
Sollte Design hinter der Brauchbarkeit verschwinden?
Nein, das kann durchaus das Gegenteil sein! Das gehört zur Herausforderung als Designer. Man entwirft ein Objekt, und die Leute denken: Wow, was für ein schönes Teil, sieht aus wie eine Skulptur! Und dann benutzen sie es und sagen: Na, das ist ja wirklich brauchbar!

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