Michelangelo wird volljährig und wächst und wächst

Montag 09.05.2011
Redaktion René Ammann

Michelangelo für Herren und Damen: Neu am Rümelinsplatz 19 in Basel.

Michelangelo für Herren und Damen: Neu am Rümelinsplatz 19 in Basel.

Bigger is better: Michelangelo ist gewachsen.

 

Bigger is better: Michelangelo hat ordentlich an Breite und Höhe zugelegt.

Das erste Schweizer Spezialgeschäft für Herrenwäsche, Michelangelo in Basels Aeschenvorstadt, eröffnet im 20. Jahr des Bestehens einen neuen und grösseren Concept Store am Rümelinsplatz am Spalenberg. Wo früher Krimis und spannende Romane verkauft wurden (in der Buchhandlung Bergli), reizen Dessous und Bademode die Damen und Herren der Schöpfung zu lustvolleren Tätigkeiten, als in einem Büro zu sitzen oder auf dem Laufband zu hecheln. Charles Wyler, der Gründer, scheint mit dem neuen Ort äusserst zufrieden zu sein. Bei ihm können Frauen und Männer gemeinsam einkaufen – und sich anschliessend in der Café-Bar Fumare non Fumare mit einem Glas Prosecco zuprosten. Die liegt gleich ums Eck.

Die Marken wie Vive Maria, Save the Queen, Pleasure State, Zimmerli, Novila und Schiesser Revival sind auch auf dem Internet erhältlich. www.michelangelo.ch

Morgenland-Festival: Generationen singen sich an

Mittwoch 04.05.2011
Redaktion René Ammann

Beschwerdechor

Festival “Morgenland” in Schaan im Fürstentum Liechtenstein: Mit dem Kopf durch die Wand sieht es sich nicht unbedingt besser. Foto aus dem “Liechtensteiner Vaterland”. www.vaterland.li

Von Donnerstag, 19. Mai, bis und mit Sonntag, 22. Mai, kümmert sich das Festival “Morgenland” um die “enkeltaugliche Zukunft”. Wie das? Mit Konzerten, Reden, Arbeitsgruppen, Ausstellungen und Installationen. Was wie üblich etwas trocken klingt, hat im Liechtenstein offenbar mehr Fleisch am Knochen. Und Humor. Man kümmert sich um die “zwischenmenschliche Klimaerwärmung”, führt eine Messe durch “mit enkeltauglichen Produkten uns Lösungen” und kümmert sich um die “Globale Gerechtigkeit”. Am Donnerstag “singen sich die Generationen an”, denn erstmals erhebt der Liechtensteiner Beschwerdechor die Stimme und lässt Kleine und Grosse lauthals über die Unbill der Welt klagen. Im Chor klagt es sich ja eh leichter, und Misstöne werden einem leichter verziehen. Weitere Info auf www.morgenland.li

Komponist Philip Glass in Zürich

Dienstag 03.05.2011
Redaktion René Ammann

Philip_Glass_mit_Partitur

Komponist Philip Glass: In Zürich mit dem Zürcher Kammerorchester.

Glass-Werk “The Kiss”: Das Spiel von Ruhe und Bewegung.

40 Filme hat er mit seiner Musik untermalt oder vorangetrieben, etwa “The Secret Window”, “Dracula”, “The Thin Blue Line”  und “La Belle et la Bête”. Er hat zwei Dutzend Opern geschrieben, darunter “The Fall of the House of Usher” und "Akhnaten” (Echnaton). Glass, 1937 in Baltimore/USA geboren, ist am 16. und 18. Mai in Zürich im Kaufleuten, spielt zusammen mit dem Zürcher Kammerorchester aus seinen Werken und lässt sich über seine Absichten und Techniken befragen.

Manchmal dauert es, bis die Kritik Philip Glass’ Verdienste anerkennt. Der Musikexperte der “New York Times” etwa schrieb über die Glass-Oper “Orphée”: “Im Jahr 1993 war ich an der Premiere von Philip Glass’s Oper “Orphée” in Cambridge, Massachusetts, und war unbeeindruckt. Die Produktion war beeindruckend, aber das Werk hielt stilistisch nicht zusammen, und Mr. Glass’s Musik scheint Minimalismus auf dem Auto-Piloten zu sein. Diesmal, 14 Jahre, nachdem ich “Orphée” erstmals gehört hat, wurde ich vom Werk weggefegt. Ich kam zur Einsicht, dass es zu Mr. Glass’ anregendsten Werken zählt.”

Wer Glück hat, findet vielleicht noch eine Karte zu einem der beiden Abende mit Philip Glass. www.kaufleuten.com

Istanbul: Im grossen Basar oder im mega Einkaufszentrum

Freitag 15.04.2011
Redaktion René Ammann

Shop til you drop: Den Kapali Carsi (Gedeckter Basar) in Istanbul gibt es seit 1461. Heute zählt er 3600 Läden an 61 Strassen. Eine Stadt für sich.

Shop til you drop: Den Kapali Carsi (Gedeckter Basar) in Istanbul gibt es seit 1461. Heute zählt er 3600 Läden an 61 Strassen. Eine Stadt für sich.

Serkan Gülhan ist spezialisiert auf Hamam-Tücher bester Qualität. Sein Geschäft liegt an der Kapali Carsi 34-36 im Grossen Basar und heisst Pasha.

Serkan Gülhan ist spezialisiert auf Hamam-Tücher bester Qualität. Sein Geschäft liegt an der Kapali Carsi 34-36 im Grossen Basar und heisst Pasha.

Handwerker im Grossen Basar: Im ersten Stock werden bis heute Waren hergestellt, die im Laden parterre verkauft werden. Hier Kupferstecher. Handwerker im Grossen Basar: Im ersten Stock werden bis heute Waren hergestellt, die im Laden parterre verkauft werden. Hier Kupferstecher.

Handwerker im Grossen Basar: Im ersten Stock werden bis heute Waren hergestellt, die im Laden parterre verkauft werden. Hier Kupferstecher.

Restaurant Havuzlu im Grossen Basar: Traditionelle türkische Gerichte zwischen Tulpen auf den Kacheln an den Wänden.

Restaurant Havuzlu im Grossen Basar: Traditionelle türkische Gerichte zwischen Tulpen auf den Kacheln an den Wänden.

Istanbul zeitgenössisch: Der Istinye-Park mit seinen 300 Läden, die meisten im Luxus-Segment.

Istanbul zeitgenössisch: Der Istinye-Park mit seinen 300 Läden, die meisten im Luxus-Segment.

Istinye-Park: Eingangsbereich mit Kuppel. Das Einkaufszentrum wurde 2007 eröffnet.

Istinye-Park: Eingangsbereich mit Kuppel. Das Einkaufszentrum wurde 2007 eröffnet.

Als Einkaufsdestination dürfte die türkische Kapitale kaum zu überbieten sein. Dutzende von modernen Zentren sind in den letzten Jahren eröffnet worden, und ein Ende ist nicht absehbar. Manche rechnen mit einer Verdoppelung der bisherigen Zahl von 80 Shopping Malls bis 2020. Das luxuriöseste ist bisher der Istinye-Park, der neben 300 Edelboutiquen 12 Kinosäle enthält. Bis 26. April dauert das Istanbul Shopping Festival, während dem einzelne Zentren bis 2 Uhr früh offen halten.

Traditionell war der “Grosse Basar” das Hauptgeschäftsviertel der Stadt. Am Rande des 1461 gegründeten Basars befanden sich die grossen Karawanserails und die “Bekar Odalari”, Unterkünfte für unverheiratete Jünglinge und Männer, schreibt Klaus Kreiser in seinem ausserordentlich spannenden historischen Stadtführer Istanbul (erschienen im Verlag C.H. Beck). 1701 brannte der Basar ab. Zwei Jahrhunderte später bebte die Erde und zerstörte den Basar erneut. Seit 1894 ist der Grosse Bazar in seiner heutigen Form. In seiner Mitte befinden sich zwei “Bedesten”, abschliessbare Gebäude, in denen Wertvolles gelagert und gehandelt wird. Und bis heute wird ein Teil der Waren – vor allem solchen aus Kupfer und Zinn – in kleinen Stätten über den Läden hergestellt. Wer eine Lampe wie jene von Saladin kaufen will oder ein aufwendig verziertes Tablett, darf gerne einen Blick in den oberen Stock werfen. Übrigens: Feilschen ist im “Grossen Basar” üblich. In den Einkaufszentren nicht.

Ab heute 7. April wieder offen: Fischers Fritz an Zürichsee

Donnerstag 07.04.2011
Redaktion René Ammann

Fischers_Fritz_Zuerich 

Fischers Fritz: Sicher eins der tollsten Lokale Zürichs. Mit Süsswasser-Sushi.

Fischers_Fritz_Zuerich3

Der Fisch kommt direkt aus dem Zürichsee: Fischers Fritz in Wollishofen.

Fischers Fritz - Seefeldstrasse 559, 8038 Zürich

Das schöne Wetter lockt an den See: Fischers Fritz an der Seestrasse 559 in Zürich.

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Fischers Fritz, die Beiz mit traumhafter Aussicht, von der man vom See direkt in die Bar und umgekehrt hupfen kann, ist ab heute wieder geöffnet. Ein untrügliches Zeichen, dass es wärmer wird. Neu mit Süsswasser-Sushi. Reservationen über 044 480 13 40 oder beiz@fischers-fritz.ch

Lahco Bademode neu in den fünf Erfolg-Boutiquen erhältlich

Donnerstag 07.04.2011
Redaktion René Ammann

Lahco Classic Woman

Lahco Women: Vau! Sexy Bademode made in Switzerland.

Lahco Classic Men

Lahco Men: Der Körper zur Badehose ist womöglich auch made in Switzerland.

Lahco gibt’s, seit die Schweiz sich der Badehauben entledigte und mit Schwung in die Seen und Flüsse tauchte. Interessanterweise fertigt Lahco bis heute die Classic-Linie in Glattbrugg und nicht in Macao oder Vietnam. Das dürfte ein Grund gewesen sein, weshalb der Schweizer Shirt- und Strickwarenhersteller Erfolg seit kurzem Lahco-Bademode in seinen fünf Läden in Basel, Bern, Luzern und Zürich (Kreis 1 und Kreis 5) verkauft. Im Zürcher Viadukt bzw. Unter den Bögen teilt sich Erfolg die Ladenfläche mit dem Schweizer Schuhhersteller Künzli. Alle drei Firmen bemühen sich, das Know-how in ihren Bereichen im Land zu behalten und so weit wie möglich in der Schweiz zu produzieren.

1. Shopping Fest in Istanbul

Freitag 01.04.2011
Redaktion René Ammann

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Istanbul Shopping Fest: 80 Einkaufszentren, die teils bis 2 Uhr früh geöffnet sind.

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Traditionelle Marktstrasse im asiatischen Teil Istanbuls: Vom frischen Fisch zum Baklava.

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Luxuriöses Einkaufszentrum Istinye-Park (die kleine Empfangshalle): Von Gucci und Loro Piana bis zu den türkischen Edelmarken Vakko und Beyman.

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Türkischer Kaffee mit einem Schlücklein Granatapfel-Likör und einem Glas Wasser: Energieschub beim Einkauf (im “Kitchenette” an der Bagdad-Strasse)

Noch bis zum 26. April 2011 dauert Istanbuls erstes Shopping-Festival. Während 40 Tagen erhalten Touristen Rabatte und können teilweise bis 2 Uhr früh einkaufen. Das Shopping Fest wurde ins Leben gerufen, um mehr Touristen in die kosmopolitische 18-Millionen-Stadt am Bosporus zu locken. Während der anderthalb Monate finden in den 80 Einkaufzentren Konzerte, Modeschauen und Spiele für Kinder statt. Mehr Info über das Programm finden sich auf istanbulshoppingfest.org. Besonders luxuriös ist das Zentrum Istinye-Park mit seinen 291 Boutiquen von Adidas über Bally, Boss, Jimmy Choo, Etro, Fendi, Nike und Flagships der grossen türkischen Edelschneider Vakko und Beymen. Der Flug Zürich-Istanbul dauert mit Turkish Airlines rund 3 Stunden. Die Zentren sind teilweise so gross, dass man gut beraten ist, sie in gut eingelaufenen Turnschuhen zu betreten.

Commandaria aus Zypern: Köstlicher Wein zum Abendmahl

Mittwoch 30.03.2011
Redaktion René Ammann

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Was war im Glas? Abendmahl von Jacopo Bassano aus dem Jahr 1542.

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Klein, aber fein: Bernhard Furler aus Muttenz importiert zypriotische Commandaria-Weine. Eine Flasche kostet 23 bis 65 Franken. paphosweine.ch

Man kennt ihn kaum, dabei ist der süsse zypriotische Commandaria der vermutlich älteste Markenwein.

Bernhard Furler, man liest, beim letzten Abendmahl sei Commandaria ­getrunken worden. Was ist daran wahr?
Da müssten Sie einen Theologen fragen. Richtig ist, dass der Commandaria in der Kirche beim Abendmahl gereicht wurde. Wahr ist, dass der Wein als «Nama» in der Antike berühmt und im Mittelmeerraum verbreitet war. Auch die Bibel erwähnt ihn. Aber darüber hinaus will ich mich nicht auf die Äste wagen.

Der 2010er ist bis ins Jahr 2060 gut.
Ja, das hängt mit der Kelterung zusammen, er verdirbt nicht. Ich durfte auf Zypern einen 100-jährigen Commandaria kosten – und er schmeckte gut.

Was ist denn das Geheimnis?
Man erntet die weissen Xynisteri- und die roten Mavro-Trauben im September, legt sie auf Matten aus und lässt sie zwei Wochen an der Sonne trocknen. Durch das Gären entsteht ein Wein mit hoher Restsüsse. Man setzt Weingeist zu, bis der Alkoholgehalt 15 Volumenprozent beträgt, und lässt den Wein mindestens zwei Jahre in Eichenfässern reifen. Heute sind die besten Commandarias Jahrgangsweine.

Die Basler tranken ihn im 13. Jahrhundert.
Ja. Es ist anzunehmen, dass Commandaria am Hof des Bischofs und in reichen Bürgerhäusern genossen ­wurde. Der Commandaria war damals geradezu ein Kultwein.

Zu welchen Gerichten passt Commandaria?
Er schmeckt hervorragend zu Blauschimmelkäse, Mousse au Chocolat, Früchtekuchen oder einer Engadi­ner Nusstorte. Und am besten bei acht bis zehn Grad.

Erhältlich ist der Commandaria über Paphosweine.ch

Oper Zürich: Benefizkonzert für Japans Katastrophenopfer

Freitag 25.03.2011
Redaktion René Ammann

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Dirigent Daniele Gatti, Orchester der Oper Zürich: Spenden die Gage des Konzerts vom 27. März 2011 in der Zürcher Tonhalle den Erdbebenopfern in Japan.

Die Schreckensnachrichten und Fernsehbilder von den Verwüstungen in Japan nach dem Erdbeben und dem anschliessenden Tsunami lassen wohl niemanden kalt – ganz zu schweigen von der Sorge um die havarierten Atomkraftwerke. Die Mitglieder des Orchesters der Oper Zürich haben sich entschlossen, ihre Solidarität und ihr Mitgefühl mit dem japanischen Volk konkret zum Ausdruck zu bringen: Indem sie die Gage für das nächste Philharmonische Konzert kollektiv spenden und damit einen Beitrag leisten, die Not der Menschen im Norden Japans zu lindern. Dies hat auch der Chefdirigent des Opernhaus Zürich, Daniele Gatti, getan, der an diesem Morgen Gustav Mahlers Neunte Sinfonie dirigieren wird: Maestro Gatti wird seine Gage für diese Konzert dankenswerterweise ebenfalls zur Verfügung stellen. Tickets für das Konzert in der Tonhalle vom Sonntag, 27.03.2011, 11:15-13:15, buchen Sie hier.


Die Beziehungen des Zürcher Opernorchesters zu Japan sind vielfältig. Den Teilnehmern an der grossen Japan-Tournee des Opernhauses Zürich im Jahre 2007 (mit «La Traviata» und «Der Rosenkavalier») ist die überaus herzliche Aufnahme noch in lebhafter Erinnerung. Drei unserer Orchestermitglieder sind Japaner – einer davon ist Konzertmeister Keisuke Okazaki. Darüber hinaus bestehen familiäre Bindungen einzelner Orchestermitglieder in das fernöstliche Land.
Die «Glückskette» hat ein Spendenkonto zugunsten der Opfer in Japan eröffnet und wird die Spendengelder in einer ersten Phase über ihre Partner - ADRA, Caritas, Heilsarmee und Schweizerisches Rotes Kreuz - an die japanischen Hilfswerke weiterleiten. Die Besucher des 4. Philharmonischen Konzerts können sich ebenfalls der Initiative anschliessen: Es werden Einzahlungsscheine der Glückskette aufgelegt. Spenden sind möglich auf das Postkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Japan» oder online.

Älteste Möbelfabrik der Schweiz an Deutsche verkauft

Freitag 25.03.2011
Redaktion René Ammann

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Horgenglarus verkauft: Links der alte Besitzer, Markus Landolt, rechts der neue Besitzer: Michael Sarp, Chef der Von-Nordeck-Holding. Quelle: obs/v.Nordeck International Holding AG.

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Stuhl Lyra der ältesten Möbelfabrik der Schweiz, Horgenglarus: Neu in den Händen der deutschen Von-Nordeck-Holding mit Sitz in Kloten.

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David Beckham in einem Liibli von Zimmerli (2009): Auch Zimmerli, der einzige in der Schweiz produzierende Wäschehersteller, gehört zur deutschen Von-Nordeck-Holding.

Die traditionsreiche Möbelfabrik Horgenglarus ist neu in den Händen der Holding Von Nordeck, einer Investmentfirma aus der Familie des deutschen Guetzliherstellers Bahlsen. Die Holding mit einem Kapital von 10 Mio. Franken übernimmt 85 % der Aktien der Glarner Möbelfabrik. Der bisherige Alleinbesitzer Markus Landolt, 49, wird noch 15 % halten, soll die Horgenglarus aber weiterhin führen. Horgenglarus gibt es seit 1880. Die Manufaktur beschränkt sich auf das Schreinern von hochwertigen Stühlen und Tischen. Jeden Tag verlassen 80 Stühle die Fabrik in Glarus, die Entwerfer wie Max Bill, Hans Bellmann, Hannes Wettstein oder Max Dudler beschäftigte. Wichtigste Abnehmer waren neben dem Bundeshaus Kunsthäuser, Opernhäuser oder Banken wie Julius Bär.

Horgenglarus ist die dritte Schweizer Firma im Portfolio der Von-Nordeck-Holding. 2007 hatte die Holding 90 % am 1871 gegründeten Basler Luxustextilien-Hersteller Zimmerli übernommen, 2009 dann 70 % am 1960 gegründeten Bern Skibindungshersteller und Weltmarktführer Fritschi.

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