Heimatklänge

Freitag 16.07.2010
Redaktion Barbara Pastore

Sommerflaute? Mitnichten: Wir richten unseren Blick auf der Suche nach neuer Musik in verschiedenen Richtungen und werden angenehm überrascht. Ausser in Amerika. Eine Bersorgnis und drei Tipps zu den Neuerscheinungen dieses Wochenendes.

Text: Christian Hug

Sheryl Crow

Sheryl Crow: «100 Miles From Memphis» (Universal)

Hundert Meilen vom Country-Mekka entfernt herrscht ziemlich tote Hose, und dort aufzuwachsen, ist nicht lustig. Das beweist Sheryl Crow mit einem adäquat langweiligen Album. Die Sängerin besinnt sich auf ihrem neuen Werk auf ihre eigene Kindheit: Ein bisschen Motown, ein bisschen Country, ein bisschen Pop. Aber herrje: In den 12 neuen Songs passiert nichts – ausser ein paar Überlängen. Irgendjemand hätte noch während den Aufnahmen merken müssen, dass das ein langweiliges Album wird!

Ladi 6

Ladi 6: «Time Is Not Much» (bbe/Namskeio)

Wie eine richtig gute Platte tönen muss, demonstriert die neuseeländische Newcomerin Ladi 6 mit ihrem Debütalbum auf begeisternde Weise: super-relaxte Pop-Tracks mit diesem leicht kribbelig-funkigen Hintergrund, der uns auch zu guter Lounge-Musik mitwippen lässt. Mu von Fat Freddy’s Drop hat Ladi 6 als Produzent hörbar seine Handschrift angedeihen lassen, was wir natürlich sehr begrüssen. Und, ach ja: Ladi 6 war einst Mitglied der ersten neuseeländischen All-Girl-Rap-Band, die hiess Sheelahroc. Erscheint am Montag.

Max Richter

 

Max Richter: «Infra» (Fatcat/Namskeio)

Vor zwei Jahren verarbeitete der Klassik-Tüftler 24 Klingeltöne zu Minimal-Klassik, dann schrieb er die Musik zum Kinofilm «Waltz With Bashir», jetzt verbindet der Komponist/Pianist interstellares Fiepsen mit Klassik. Das irritiert am Anfang, stellt sich aber schnell als spannend, neu, grossartig heraus: «Claire de Lune» für Kosmonauten! Michael Nyman für Ausserirdische! Man muss dieses Album ja nicht gleich lieben. Aber man sollte es sich zwecks Horizonterweiterung dringend mal anhören. Erscheint am Montag.

Quantic

Quantic presenta Flowering Inferno: «Dog With A Rope» (Tru Thoughts/Namskeio)

Quantic alias Will Holland ist ein nimmermüder Sammler von Klängen zwischen den Tropen und Amerika. Diesmal hat er für uns leicht eingedubbten Reggae und Salsa im Stil der Siebziger eingespielt und wechselt lustigerweise immer schön von Stück zu Stück den Stil. Kurz: Das perfekte Album für ein gemütliches Zusammensein mit Freunden auf der Terrasse.

Farewell – and stay tuned

Freitag 09.07.2010
Redaktion Barbara Pastore

Herrje: Moritz Leuenberger wird zurücktreten! Werden wir ihn vermissen? Aber ruhig Blut: Wir haben den Sound zum Abschied: Mal hart, mal schräg, mal überraschend, immer auf der Suche, wie Moritz halt. Die wichtigsten Neuerscheinungen von heute.

Text: Christian Hug

Korn

Korn: «III – Remember Who You Are» (Roadrunner/Musikvertrieb)

Natürlich freuen wir uns immer wieder, wenn die Miterfinder des Nu Metals ein neues Werk im Kasten haben. Diesmal, das sagt schon der Albumtitel, verzichten sie auf die elektronischen Spielereien der letzten Alben und kehren zurück zu ihren Wurzeln: Das ist gut. Aber irgendwie verliert das neue Album bald an Schwung: Das ewige Ich-bin-an-der-Welt-verzweifelt-Gejammer wird mit der Zeit mühselig, und oft fehlen im Aufbau der Songs die Überraschungsmomente, die bei dieser Art Heavy Metal eines der tragenden Elemente sein müssten. Zudem: viele Passagen kommen uns von alten Alben allzu bekannt vor. Immerhin: Für Korn-Fans sowieso ein Must.

Apropos Remember who you are: Vor 20 Jahren veröffentlichten die Elektropunk-Pioniere und Intellektuello-Scherzkekse Devo ihr letztes Album. Jetzt sind sie wieder da, einfach so, und bleiben mit «Something For Everybody» (Warner) weiterhin heiter bis schräg.

M.I.A.

M.I.A.: «Maya» (XL/Musikvertrieb)

Seit man weiss, wer die Musik zum Kinoknüller «Slumdog Millionaire» geschrieben hat, ist M.I.A. auch ausserhalb der Special-Interest-Kreisen bekannt: Jetzt ist das dritte Album der politisch engagierten Kampfsängerin da: Es bleibt einerseits auf der eher ruhigeren Linie des Vorgängers «Kala», setzt aber trotzdem mehr elektronische Querklänge, wie sie es auf ihrem Debüt «Arular» getan hat. «Maya» bleibt also eigenwillig, aufmüpfig und vor allem spannend! Checkt übrigens das Video zum Song «Born Free»: Dann wird klar, was M.I.A. unter radikal versteht.

Apropos eigenwillige Frauen: Heute erscheint auch das neue Album von Martina Topley Bird, Ex-Tricky-Partnerin und Miterfinderin des Trip Hop: Es heisst «Some Place Simple» (Honest Jon/Musikvertrieb) und macht Freude.

India

Sampler: «India» (Rough Guide/Musikvertrieb)

Die Rough-Guide-Bücher sind exzellente Reiseführer. Und jedes Mal, wenn zu einem Buch auch eine CD erscheint, kann man sich auf qualitativ hochstehende musikalische Weltreisen verlassen: Auch auf «India» sind wieder viele überraschende Momente zu erleben, die unser Bild von traditioneller indischer Musik erweitern, auch wenn natürlich Klassiker wie Asha Bosle nicht fehlen dürfen. Ein schöner Mix, der durch seine Selbstverständlichkeit überzeugt.

Wie seit einiger Zeit üblich, ist dem Sampler eine Bonus-CD beigelegt mit einem vollen Album eines der auf dem Sampler vertretenen Künstler. Zu «India» ist es «Live in Calcutta» von DebashishBhattacharya.

Apropos Rough Guide: Zeitgleich erscheint der Rough-Guide-Sampler «Russian Gypsies», der aufzeigt, aus welchen Wurzeln Balkan Beat entwuchs. Auch hier mit einer Bonus-CD.

Bitte lächeln

Donnerstag 24.06.2010
Redaktion Barbara Pastore

Unser neustes Shooting mit Multitalent Martin Rapold führte uns in das Clubhaus des Ruderclubs GC. Eine ungewöhnliche Location, aber dank der guten Beziehungen von Fotograf Tom Bauer (Gewinner der Goldmedaille 1994 Junioren) hatten wir Heimspiel.

martin_1 

Martin Rapold wird von Jana Müller abgepudert.

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Gutgelaut zupft Martin auch Janas Haare zurecht.

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Und bitte schön in die Kamera schauen.

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Lily wollte Martin nicht mehr von der Seite weichen.

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Kritisch werden die Fotos begutachtet. Das Shooting und das Interview gibts in der aktuelle SI Style.

Hereinspaziert

Samstag 12.06.2010
Redaktion Barbara Pastore

OPEN HOUSE WEEKEND  12 - 13 Juni 2010

Öffnungszeiten: Sa - So 11 -17 Uhr 

Eiko

Eiko Grimberg «Future History.»

Die Ausstellung ist geöffnet vom 22. Mai - 26. Juni 10

Andrea Hinteregger De Mayo & Damian Christinger & Linda Christinger

Christinger De Mayo

Was tun wenn’s brennt?

Freitag 11.06.2010
Redaktion Barbara Pastore

Dieses Wochenende wollen wir grillen auf dem Balkon. Was man jetzt neu in den Player schieben kann, wenn das Feuer brutzelt, darüber gibt diese kleine Auswahl von Neuerscheinungen Auskunft.

Text: Christian Hug

Sarah McLachlan_Laws of Illusion_ album cover

Sarah McLachlan: «Laws Of Illusion» (Sony)

Seit ihrem Debüt «Touch» vor 22 Jahren hat sich bei der karitativ engagierten Kanadierin eigentlich nichts verändert: Sie oszilliert auch auf ihrem neuen Album zwischen hingebungsvoller Enya-Romantik und plätscherndem Clannad-Kitsch. Das ist schwierig. Und manchmal, naja: fast nicht zu ertragen. Trotzdem wollen wir immer wieder dabei sein, wenn Sarah ein neues Album veröffentlicht. Ihr letztes reguläres ist ja auch schon wieder sechs Jahre her.

Chemical Brothers

Chemical Brothers: «Further» (EMI)

Einst zelebrierten die Chemiebrüder grollende Big-Beat-Gewitter. Dann folgten einige nicht ganz eindeutige Electric-Alben. Jetzt haben sie sich entschieden für digitalen Psychedelic. Also allerlei Sphärisches mit Geräuschen und Stimmen in Stücken, die 5 Minuten lang anfangen und dann plötzlich aufhören. Das ist nicht gerade einfach. Zumal Underworld das dynamischer beherrschen und Air gewiefter mäandern. Aber immerhin: Wir haben jetzt Klarheit. Und «Horse Power» wummert prächtig.

ROX

Rox: «Memoirs» (Rough Trade/Musikvertrieb)

Roxanne Tataei ist, 24 Jahre alt, halb Jamaikanerin, halb Iranerin und spielte früher in einer Jazzcombo. Das alles spielt aber auf ihrem Debüt keine Rolle. Sie singt zwar (tolle Stimme) über ihr einzigartiges Leben, in der Musik aber orientiert sie sich nach internationalem Pop. Oder anders gesagt: Wer «Memoirs» mag, mag auch Asha, Macy Gray, Kate Nash und Amy Macdonald. Das ist in Ordnung so.

Semantik

Semantik: «Molotow» (Nation)

«Wenn du Hip Hop nicht magst, wirst du das Album auch nicht verstehen», sagt der Zürcher Semantik zu «Molotow», aber das stimmt nicht. Denn dieses Album ist sehr wohl so fett und dope und pur, wie wir das mögen. Aber darüber hinaus bringt Semantik sich und seine Züritütsch-Lyrik darin so fliessend und ohne Posing ein, dass auch Nicht-Rap-Freunde dringend mal reinhören sollten.

Napoleon Washington

Napoleon Washington: «Mud Grace» (Dixiefrog/Disques Office)

Dieses Album ist zwar schon letzte Woche erschienen, muss aber heute nachempfohlen werden: Der Mann mit dem lustigen Namen kommt aus Lausanne (!) und spielt den Blues, ohne sich an das Blues-Schema zu halten. Irgendwo zwischen Tom Waits und Hank Shizzoe zelebriert Washington traurig-schöne Eigenwilligkeit, die sich am besten in den frühen Morgenstunden entfaltet.

Allerlei Auferstehung

Freitag 07.05.2010
Redaktion Barbara Pastore

Text: Christian Hug

Stings Sohn, Dixie Chicks neu erfunden, The Porcini Resurrection, Geburtstag und eine vermeintlich kraftlose Rückkehr: Dieses Wochenende schliessen sich einige Kreise im Musik-Angebot. Unsere Empfehlungen der heute veröffentlichten CDs für ein anregendes musikalisches Wochenende:

Court Yard Hounds

Court Yard Hounds: «Court Yard Hounds» (Sony)

Seit ihrem triumphalen Erfolg an der Grammy-Verleihung 2007 machen die Dixie Chicks Pause. Jetzt veröffentlichen die beiden Dixie-Chicks-Schwestern Martie Maguire und Emily Robinson unter neuem Namen ein Album ohne ihre Sängerin Natalie Maine – was hoffentlich nichts damit zu tun hat, dass Natalie immer wieder für tolle Skandale in den USA sorgte, weil sie den Rednecks einen Spiegel vorhielt. Wie dem auch sei: «Court Yard Hounds» ist musikalisch nicht weit weg von den Dixie Chicks: Ein bisschen dichter und Singer/Songwriter-lastiger.

Fictionplane

Fictionplane: «Sparks» (Roadrunner/Musikvertrieb)

Joe Sumner kann’s nicht leugnen: Seine Stimme erinnert stark an seinen Papa Gordon alias Sting alias «Mr. Police». Aber dafür kann er ebenso wenig wie Ziggy Marley und Jakob Dylan. Trotzdem wird er sich ewig an Sting/Police messen lassen müssen. Also: «Sparks», das dritte Album von Joes Band, zeigt ihn und seine beiden Freunde als gelehrige Schüler, die durchaus eigenständiges Pop-Selbstbewusstsein entwickeln.

As I Lay Dying

As I Lay Dying: «The Powerless Rise» (Metal Blade/Musikvertrieb)

Liebe Mädels: Ihr müsst vom Geprügel dieses kalifornischen Quintetts weder begeistert sein noch es verstehen. Aber wenn ihr eurem Metal-Boyfriend eine Freude machen wollt: Er weiss, dass «The Powerless Rise» ein tolles, abwechslungsreiches, melodiöses Death-Metal-Album ist. Und man kann damit jederzeit seine Nachbarn ärgern.

Judas Priest

Judas Priest: «British Steel – 30th Anniversary Edition» (Sony)

Apropos Metal: Dieses Album gehört in absolute jede Plattensammlung, die ernstgenommen werden will. «British Steel» gilt als DAS wegweisende Album der Rockgeschichte. Zum 30-Jahr-Jubiläum wird es remastered und mit einer DVD und einer Live-CD ergänzt wiederveröffentlicht. Die Songs haben nichts von ihrer Kraft verloren, und sie klingen jetzt noch satter. Lautstärke auf Maximum und ab geht die Luftgitarre – das ist wie Weihnachten!

Funki Porcini

Funki Porcini: «On» (Ninja Tune/Musikvertrieb)

Zur Entspannung: Der englische Producer/DJ/Mixer James Braddell alias Funki Porcini (mit i) ist zurück auf seinem angestammten Label Ninja Tune und zeigt, dass er sich stetig weiterentwickelt. Auf «On» vermischt er Filmmusik, Jazz, Hip-Hop-Beats und Elektronik zu einem zeitgenössischen neuen Ganzen. Tiefschürfende Bässe und manchmal etwas düster.

Michael, das Talent

Freitag 23.04.2010
Redaktion Barbara Pastore

Unser sympathischer Interview-Partner Michael von der Heide, überraschte die ganze Crew als perfektes Foto-Model. Unkompliziert, ausdauernd und immer freundlich zeigte sich der Sänger am Fototermin. Sehen Sie die Fotos und lesen sie das Interview mit dem Schweizer Vertreter des Eurovision Song Contest (29.5.2010 in Oslo) in der aktuellen Ausgabe der SI Style.

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Posing wie ein Hollywood Star

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Konzentriert bei der Arbeit...

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...ohne Zigipausen!

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Widmung des Stars an SI Style.

Vom Swing zum Soul

Mittwoch 24.03.2010
Redaktion Barbara Pastore

Text Christian Hug

Auto

Mit zwei grossformatig arrangierten Jazz-Alben hat sich Robin McKelle in die Herzen der Swing-Freunde gesungen. Kein Wunder: Richtig schöne Swing-Alben mit komplettem Orchester sind selten geworden, und wenn man darüber hinaus auch noch so wunderbar singen kann wie die in Paris lebende Amerikanerin – umso schöner!

Mit ihrem neuen Album «Mess Around» (Sony) reduziert sie das Orchester, interpretiert Soul- und Blues-Titel und bringt diese in ihrer schlichten Einfachheit ergreifend auf den Punkt.

Wie das genau klingt? Heute abend spielt Robin McKelle im ewz-Unterwerk Selnau. Unplugged. Wir sagen: hingehen!

 

Making of Roeland Wiesnekker

Dienstag 23.03.2010
Redaktion Barbara Pastore

Ausnahmsweise haben wir das Fotostudio zu Gunsten eines Restaurant als Interview-Kulisse gewählt.

martina

Martina Russi (Mode-Redaktorin SI Style) breitete Kleider auf den Bänken und Tischen des Lokals aus.

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Fotograf Oliver Nanzig, Assistent: Alois Jauch.

pizza

Gemütliche Atmosphäre, feine Pasta, humane Preise: Hot Pasta Due, Militärstrasse76, 8004, Zürich, Tel. 043 243 33 10.

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Verdrückten sich für das Interview in die Ecke. SI Style Redaktorin Daniela Fabian und Roeland Wiesnekker.

Mit neuen Sounds durchs Wochenende

Freitag 19.03.2010
Redaktion Barbara Pastore

Text: Christian Hug

Endlich: Der Winter ist besiegt. Die Seele atmet auf, das Herz jubiliert, der Mensch ist glücklich. Eine gute Gelegenheit also, auch die Ohren zu öffnen und nach neuen Horizonten Ausschau zu halten.

Goldfrap

Goldfrapp: «Headfirst» (EMI)

Darauf haben wir uns so gefreut. Doch mit seinem fünften Album setzt das englische Duo im Gegensatz zu früher keine neuen Massstäbe mehr: Mit ihrem 80er-Revival-Synthiepop kann man sich problemlos schadlos halten. Immerhin: Wenn Goldfrapp so weitermachen, werden sie vielleicht mal die Nachfolger der Pet Shop Boys.

Cover

The Peacocks: «After All» (People like you)

Darauf haben wir uns ebenfalls gefreut – und werden für das lange Warten belohnt: Wenn das Zürcher Trio The Peacocks in die Saiten greift, kracht es ordentlichen Rockabilly mit Betonung auf Rock. Reinziehen, weisse Socken anziehen, Hüften schütteln!

Dobet

Dobet Gnahoré: «Djekpa La You» (Disques Office)

Sie kommt von der Elfenbeinküste, lebt (welch Überraschung...) in Frankreich und präsentiert ihr drittes Album: Afro vom Allerfeinsten. «Djekpa La You» kann von seiner Kraft und Intensität, von der Vielfalt und Grösse durchaus mit Stars wie Oumou Sangare, Sally Nyolo und Angélique Kidjo mithalten.

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The Chieftains: «San Patricio» (Universal)

Dem Altherrenclub aus Irland gehen die Ideen nie aus. Mit Hilfe von Mastermind Ry Cooder, der damals den Buena Vista Social Club berühmt machte, veranstalten die Chieftains eine Reise nach Mexiko und wandeln musikalisch auf den Spuren des mexikanischen Kriegshelden San Patricio Batallion. Mit dabei: Linda Ronstadt, Lila Downs, Los Tigres del Norte und natürlich Ry Cooder. Herrlich! Passt zu Tortillas und Tanzen spätnachts.

binder

Binder und Krieglstein: «Weird Austria» (Essay)

Dieses Album ist zwar schon zwei Wochen alt, passt hier aber gut rein: Mit ihrem letzten Album waren die Österreicher noch angenehm Reggae-lastig, jetzt machen sie gnadenlos einen auf experimentell: österreichischer Worldmusic-Crossover-Handorgel-Space für Hartgesottene. Aber auf alle Fälle ein Ohr wert!

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