"Märli am See" feiert Geburtstag

Dienstag 30.08.2011
Redaktion Anita Lehmeier

Märli für Erwachsene

Es war einmal - eine gute Idee: Märli für Erwachsene. Jetzt feiert die scharfe Reihe den 10. Geburtstag.

Seit zehn Jahren zieht es im Spätsommer Leute mit erweiterten Vorstellungen von Humor und Romantik ins Seebad Enge in Zürich. Dort lauschen sie den frivolen Geschichten aus den Federn der A-Klasse der Schweizer Humoristen- und Erzählergilde. In diesem im Jubiläums-Jahr sind das Frank Baumann, Reeto "sunday morning sunshine" von Gunten, Tim Krohn und Timmermahn. Märli am See findet statt bei jeder Witterung (da gedeckt und beheizt) am 5., 6., 7., 8. September, jeweils 20.30 Uhr, Eintritt mit Apero Fr. 35.- im Seebad Enge www.starticket.ch Der junge Zürcher Violinist Tobias Preisig untermalt die heissen Storys musikalisch.

Zum 10-Jahre-Jubiläum steigt ausserdem eine einmalige Revue mit den Highlights aus den früheren Jahren, mit Kurzauftritten von Dominic Deville, Michèle Roten, Beat Schlatter, Timmermahn, Reeto von Gunten, Suzanne zahnd und Boni Koller. Am 3. September um 21 Uhr im Kino Razzia im Seefeld, Eintritt Fr. 15.-.

Und im Rahmen des Orell-Füssli-Projekts "Das begehbare Buch", welche vom 1. bis 30. September in der Villa Mainau (Seefeld Razzia) stattfindet, werden die "Märli am Örtli" präsentiert. Für einmal ist das stille ein Örtli mit Wörtli: Auf Knopfdruck erklingt pro Etage je ein thematisch ausgewähltes "Märli für Erwachsene" aus der gleichnamigen, dreiteiligen Hörbuchserie mit Fritz Bisenz, Patrick Frey, Beat Schlatter, Timmermahn und Reeto von Gunten. Der Eintritt ist gratis. 
Mehr über die "Märchli für Erwachsene" auf www.swissandfamousverlag.ch
www.maerlifuererwachsene.ch

Ein Abschied und vier Parties

Freitag 26.08.2011
Redaktion Anita Lehmeier

Wir senken einen kurzen Moment unser Haupt und sagen wehmütig «tschüss, Kim» und «bye bye John». Doch dann freuen wir uns wie Honigkuchenpferde, denn RHCP sind da, die Stereo MC’s, David Guetta und die Cockney Rejects. Und nächsten Montag kommt Lil Wayne. Neue Musik zum Wochenende.
Text: Christian Hug

 

Kim Wilde 
Kim Wilde: «Snapshots» (Sony)
Die gute alte Kimberly. Wir werden sie für «Kids In America», «Cambodia» und «Chequered Love» auf ewig lieben. Deshalb sind wir ihr immer mit Güte und Wohlwollen begegnet, wenn sie Alben veröffentlichte, die niemanden interessierten, und Auftritte in Oldie-Shows gab, die nur den Geriatrie-Abteilungen neues Leben einhauchten. Oder «SF bi de Lüt» letzten Samstag. Sie ist die Suzy Quatro der Achtziger. Aber jetzt, mit Album Nummer Zwölf, müssen wir arg die Stirn runzeln: Coverversionen von seichten Achtziger-Popliedchen, die nicht nur bloss nachgesungen, sondern zusätzlich verweichspülert werden? Nein, Kim, bitte nicht! Aber sie hat’s getan. Spätestens Mike Oldfields «To France», in dem Kim der feenhaften Originalstimme von Maggie Reilly nichts, aber auch gar nichts entgegenzusetzen hat, ist die komplette Bankrotterklärung. Und man sollte fürs Coverbild nicht lächeln, wenn der Gesichtschirurg zuviel Haut weggeschnitten hat.

Stereo MC’s 
Stereo MC’s: «Emperor’s Nightingale» (K7/Namskeio)
Diese Mischung aus locker groovenden Beats, die gleichzeitig pikant zugespitzt sind, und Rob Birchs Sprechgesang, der gleichermassen entspannt und hellwach ist, machte schon immer den Reiz der Stereo MC’s aus, und dank genau diese Eigenart ist auch ihr neues Album ein tolles Werk. Einige Überraschungen birgt das Album dennoch: Ein kurliges Intro, das als Outro Western-mässig wieder aufgenommen wird, und Jamie Cullum als Gast, der im zweiten Song das Album sangestechnisch (und langweilig) eröffnet. Dazwischen immer wieder kleine Experimente im Sinne einer Ausweitung des klassischen Stereo-MCs-Spektrums. Die Jungs entwickeln sich. Und bleiben dabei ganz bei sich. Wer zu «Sunny Day» tanzt, kann das im Repeat-Modus tun...

Cockney Rejects 
Cockney Rejects: «Join The Rejects - The Zonophone Years ’79-’81» (Zonophone/EMI)
Ausnahmsweise möchten wir euch eine Wiederveröffentlichung ans Herz legen: Cockney Rejects waren eine der «berühmten» Bands der ersten Punkphase, Fussballfanatiker, Riot-Freunde, Oi-Gesinnungsgenossen (noch vor der Zeit, als die Neonazis Oi verdreckten). Mit der Sammlung aller Releases der Anfangstage (4 Alben auf 2 CDs) und einer dritten CD mit zwei John-Peel-Sessions sowie den Singles haben wir in einer Box alles, was wir über Cockney Rejects wissen müssen und haben wollen (die spätere erfolglose Metal-Phase schenken wir uns). Um hier einen Bogen zum aktuellen Zeitgeschehen zu schlagen: Englische Bürger waren schon vor 30 Jahren wütend – Songs wie «Police Car», Fighting In The Streets» und «War On The Terraces» haben denselben Inhalt und die gleiche Energie wie die Songs von King Blues (von denen wir vorletzte Woche begeistert waren) und also nichts von ihrer Aktualität eingebüsst.

Red Hot Chili Peppers 
Red Hot Chili Peppers: «I’m With You» (Warner)
Da gerät man doch glatt ins Freudehüpfen: Die Chili Peppers sind endlich wieder da. Man kann ja von denen nie genug kriegen! Natürlich ist «I’m With You» wieder ein klassisches RHCP-Werk: immer wieder erstaunlich einfach gestrickte Songs, diese betörende Stimme von Anthony Kiedis und diese sonderbare Mischung aus Melancholie und Durchhaltewillen. Album Nummer zehn ist grundsolide, es birgt keine Überraschungen. Das bedeutet: Unseren Lieblingen geht es gut, sie fühlen sich gesund und kräftig. Da freuen wir uns für sie, auch wenn sie ihre besten Alben immer dann einspielen, wenn es ihnen besonders übel geht (siehe «Blood Sugar Sex Magik»). Ach ja: John Frusciante ist wieder mal ausgestiegen, für ihn spielt Josh Klinghoffer den Sechssaiter. Aber man hört den Unterschied kaum.

David Guetta

David Guetta: «Nothing But The Beat» (EMI)
David Guetta ist der Electronic-Musiker mit den meisten Facebook-Freunden (20 Millionen): Was will uns das sagen? Keine Ahnung. Wir konzentrieren uns auf sein fünftes Album, eine Doppel-CD, auf der der Franzose so ziemlich alle Rapper, Mixer und Sänger zum Mittun eingeladen hat, die zurzeit angesagt sind. Herausgekommen ist ein kunterbuntes Feuerwerk von französischer Technoschule mit vielen Breaks und noch mehr Krimskrams und natürlich fulminanten Sprechgesang-Einlagen. Wirklich tanzbar ist dieses Durcheinander allerdings selten. Zum Abwaschen eignet sich «Nothing But The Beat» aber auch nur bedingt. Dazu ist es viel zu treibend. Trotzdem fällt das Album nicht zwischen Stuhl und Bank: Die Tunes sind spannend, wild und eigenständig und nur hin und wieder flach.

Cool down - mit Andreas Caminadas Gazpacho

Mittwoch 24.08.2011
Redaktion Anita Lehmeier

Andreas Caminada

Unser Kochkoumnist Andreas Caminada am Gartenpool mit Gazpacho.
© Foto Véronique Hoegger

Die Hitzewelle ist wohl die beste Rechtfertigung, sich momentan flüssig zu ernähren. Die einen tun das mit frisch gezapftem Bier, die anderen mit eisgekühltem Prosecco, vernünftige Menschen halten sich an Fruchtsäfte und Wasser. Für Geniessen haben wir einen coolen Tipp aus der 19-GaultMillau-Küche von Andreas Caminada  im Schloss Schauenstein - Gazpacho, die berühmte Tomaten-Gurken-Kaltschale aus Spanien.  

Das Gazpacho-Rezept ist so einfach und schnell zubereitet wie die Suppe gut schmeckt. Was heisst hier gut?! Das Süppchen ist Spitzenklasse, probieren Sies selber.
So gehts: Eine ganze Gurke mitsamt Schale und Kernen in grobe Würfel schneiden, dasselbe Prozedere mit drei Tomaten, zwei roten Peperoni wiederholen, dann zwei Schalotten und zwei Knoblauchzehen hacken. Die Gemüsewürfel mit frischen Kräutern (Estragon, Basilikum, Koriander, je nach Vorliebe) sowie etwas Essig, Salz und Pfeffer würzen und eine Stunde ziehen lassen. Jetzt alles in den Mixer geben und gut und lang durchmixen. «Richtig lang», betont Caminada, «dann ergibt sich eine feine, samtige Konsistenz. Wenn die Flüssigkeit zu dick ist, giesst man etwas Wasser oder Bouillon dazu. Oder einen Faden Olivenöl.»


Simpel, nicht wahr? Bei tropischen Temperaturen steht schliesslich kein Hobby-Koch gern stundenlang in der Küche, viel lieber hängen wir am Seeufer, auf der Dachterrasse oder am Pool ab. Einen kleinen feinen solchen hat das Schloss Schauenstein diesen Sommer neu seinen Gästen zu bieten. Grund genug, unser Gazpacho-Shooting am elliptischen Pool im Schlossgarten mit den edlen Holzplanken, den schicken Lounge-Sesseln und dem satten Grün rundherum zu machen. Auf dem Bild in der aktuellen SI Style und hier im Blog erahnt man den Mikro-Pool nur - schliesslich geht es um den Spitzenkoch und seine Suppe. Ein making-of-Bild per iPhone-Kamera wollen wir Ihnen aber nicht vorenthalten. Wer jetzt einen Tisch oder ein Zimmer bei Andreas Caminada reserviert (www.schauenstein.ch), kommt sicher nächsten Sommer in den Genuss des Pools.

Andreas Caminada im Fokus von Veronique Hoegger

Andreas Caminada im Fokus von Véronique Hoegger, festgehalten von Ihrer Food-Bloggerin.

Zu gewinnen: 5 x 2 Kinotickets für "CRAZY, STUPID, LOVE."

Freitag 19.08.2011
Redaktion Anita Lehmeier

Ryan Gosling

What a man! Ryan Gosling als Womanizer Jacob in CRAZY,  STUPID, LOVE.
Filmstills © 2011 Warner Bros Ent.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Wenn das sexy Sixpack und das entwaffnende Smile von Ryan Gosling nicht mehr reichen, Frauen ins Kino zu locken - was dann?!? Frauen, die nun das Argument der inneren Werte ins Feld führen, denen sagen wir: auch davon hat der Kerl massenhaft. Charme, Mut, Intellekt, Coolness, Selbstbewusstsein, und was wir Mädels ja am meisten mögen - HUMOR! Und Ryan Gosling ist in der Liebeskomödie CRAZY, STUPID, LOVE. nicht der einzige Kerl, der um die weibliche Gunst buhlt: der grossartige Komödiant Steve Carell ("DATE NIGHT", "SATURDAY NIGHT LIVE") ist ebenfalls mit von der Partie, in der Rolle des Neo-Singles Cal. Nachdem ihm seine Frau Emily (Julianne Moore, sehenswert wie immer) eröffnet hat, dass sie die Scheidung will, stürzt sich Cal ins Nachtleben - allerdings mit wenig Erfolg. Nächtelang sitzt er einsam in einer In-Bar und schaut dem erotischen Treiben neidvoll zu und suckelt an seinem Cranberry-Saft.

Cal und Emily

Der Biedermann Cal (Steve Carell) und seine Noch-Ehefrau Emiliy (Julianne Moore).

Der Womanizer Jacob (Ryan Gosling) nimmt sich des Anfängers Cal an. Er geht mit ihm auf Shopping-Tour, zeigt ihm, wie ein Mann von Welt sich kleidet und führt ihm date-doctor-mässig vor, wie man Frauen anspricht - und abschleppt. Cals erstes Versuchsobjekt ist die linkische Kate (Marisa Tomei).

BLOGMarisaBar

Wäre zu haben, unübersehbar: die Lehrerin Kate (Marisa Tomei).

Nicht nur Cal und Emily, die seit 25 Jahren verheiratet sind, tun sich schwer mit der Liebe. Auch ihr 12-jähriger Spross Robbie (Jonah Bobo, eine Entdeckung!) findet, dass Liebe eine nervige Sache ist. Er hat sich in die Babysitterin Jessica (Analeigh Tipton) verknallt, die wiederum für ihren Arbeitgeber Cal schwärmt.
Im Jagdrevier von Playboy Jacob taucht eines schönen Abends auch die Jura-Studentin Hannah (Emma Stone, Hollywoods talentiertestes Küken) auf.

BLOGMIlaSOlo

Hannah (so süss wie begabt: Emma Stone) strahlt heller als jeder Scheinwerfer.

Ein paar Gläser zu viel machen, dass das taff Cookie auf die Sprüche des King of cool  anspricht, die beiden landen in Jacobs Schlafzimmer.

BLOGRyanBedroom 
Und was jetzt? Jacob (Ryan Gosling) und Hannah (Emma Stone) in eindeutiger Situation.

Die charmante Komödie CRAZY, STUPID, LOVE. führt uns einen Liebesreigen vor, wie das nur gutes Hollywood-Kino fertigbringt. Mögen die Protagonisten  noch so jammern, dass Liebe eine aufreibende, nervige Angelegenheit ist ("love sucks"), wir in Kinosaal amüsieren uns köstlich über die Irrungen und Wirrungen, mit denen sich die Figuren herumplagen. Neben den durchwegs formidabel besetzten Charakteren trägt ein kluges Drehbuch mit unerwarteten Wendungen in der Geschichte zu unserem Vergnügen bei. Seit DATE NIGHT, LOVE ACTUALLY oder THE KIDS ARE ALL RIGHT haben wir uns im Kino nicht mehr über die Liebesgeschäfte anderer Leute gekringelt und ihnen die Daumen gedrückt, dass am Ende jeder Topf seinen Deckel findet.

Warner Bros und SI Style verlosen 5 x 2 Kinotickets für die Komödie CRAZY, STUPID, LOVE., als Sahnehäubchen bekommt der Hauptgewinner einen goodie bag in Form einer hübschen, gestreiften Baumwolltasche mit Filmlogo. Darin hat es ein T-Shirt mit dem running gag-Spruch "Perfect mix of sexy and cute" ("Perfekte Mischung aus sexy und süss" und allerlei Date-Hilfe wie Pfefferminzspray, Pflästerli, Zahnstocher, ein Nähset.  Die beste Date- und Anmachhilfe allerdings ist der Film und die losen Sprüche von Jacob. Wer gratis samt Begleitung ins Kino möchte, füllt den Talon aus bis zum 1. September - viel Glück!


Bling-Bling

Freitag 19.08.2011
Redaktion Anita Lehmeier

Ein Sonnentag wie Bling-Bling zum Geburtstag! Da herrscht Freude. Zumal Mädchenschwarm Lenny Kravitz wieder voll da ist und Barbra Streisand ihre grosse Nase wieder groassartig in die Lieder ihrer Freunde steckt. Neue Musik zum Wochenende.

Text: Christian Hug

Game 
Game: «The R.E.D. Album» (Aftermath/Universal)
Wir mögen Game den überwältigenden Erfolg gönnen. Hat er ja auch verdient: Hat Drogen vertickt, wurde mit Kugeln vollgepumpt, hat zu rappen angefangen und wurde von Dr. Dre unter die Fittiche genommen. Seither ist Game das Pendant zu 50 Cent: Der Böse Bub aus Comptom frönt dank Millionenverkäufen dem Bling-Bling – auf dem neuen Album mit Pharrell Williams als Produzenten und unter anderem dem R&B-Sänger Chris Brown als Gast. Das heisst: Sein Rap wird immer wässriger, mehr Kling-Klang als Bang-Bang. Tracks wie «California Dream» sind geradezu peinlich für einen bad boy wie ihn. (Immerhin: «Drug Test» mit Snoop Dogg und Dr. Dre rettet). Früher, als Game zornig war und auf Kleinstlabels wuchtige Alben und coole Mixtapes veröffentlichte, mochten wir ihn lieber. Da war er noch glaubwürdig.

 

Barbra Streisand 
Barbra Streisand: «What Matters Most» (Sony)
Danke dem lustigen Nr.-1-Hit von Duck Sauce singt man seit letztem Sommer in aller Welt Barbra Streisands Namen. Von den jungen Partygängern kennen aber wohl nur wenige ihre Musik. Hier bietet sich die Gelegenheit: Streisand singt zehn Lieder aus der Feder ihrer langjährigen musikalischen Partner Alan und Marilyn Bergmann: Sehr ruhig, sehr schön, sehr dezent. George Gerswin klingt mit femininer Crooner-Grösse. In der Deluxe-Version gibts zusätzliche Bergmann-Songs aus früheren Zeiten. Tipp für Partygänger: Ein schönes Album zum Runterfahren, nachdem man eine Nacht lang U-hu-u-huuuu-u-u-huu-u-u-huu-u gesungen hat.

Chewy

Chewy: «Bravado» (Two Gentlemen/Irsacible)
Die Auflösung der international als Indie-Hoffnung gehandelten Band Chewy aus Lausanne sorgte 2002 für Wehmut. Sechs Jahre später spielten sie einen Reunion-Gig – und jetzt sind sie wieder voll da, wenn auch mit zwei ausgewechselten Mitgliedern: «Bravado» ist ein ganzes Stück sanfter , ausgewogener und geschmeidiger als ihr letztes, etwas kratziges Album «Somanydynamos» von 2002 (kratziger Indie war damals angesagt) . Was aber gut ist: Die Jungs sind schliesslich älter geworden und haben in den Jahren viel dazugelernt. Man kann also, auch international, wieder Hoffnung hegen: Chewy ist schön. Und geschmeidiger Indie ist zurzeit angesagt.

Lenny Kravitz 
Lenny Kravitz: «Black And White America» (Warner)
He’s back! Nach drei Jahren Funkstille kommt sexy Lenny (mit n, nicht m, ha ha, kleiner Scherz) mit seinem neunten Album an den Start, aufgenommen in seiner Heimat Bahamas und Paris. Und es ist erneut ein echter Kravitz: eine kleine Reise durch leicht widerspenstigen Rock, funky Tanzbodentracks, waberigen Soul und sec-em Pop. Und immer wieder Texte zum Thema Glauben und Jesus. Da gibt’s nur eins: ab in die Charts!

Viele Tassen im Schrank: Virginia Vintage

Freitag 19.08.2011
Redaktion Anita Lehmeier

 

Tasse Modemausi

Am allerbesten schmeckt der Kaffee oder Tee morgens zum Wachwerden aus einer personalisierten Tasse, einem liebevolle hergestellten Unikat, dass es nur einmal auf der Welt gibt. Solche stellt die Porzellanmalerin Virginia Hübscher alias Virginia Vintage aus dem Wynental im Aargau her, entweder nach ihren eigenen Ideen oder nach Wunsch der Kundschaft.

Tasse mit Vornamen

Virginia hat das, was sich viele wünschen: eine schöne, schwungvolle Handschrift. Mit dieser bringt sie die Namen der Kundinnen und Kunden auf die Mugs. Eine Tasse mit Vornamen kostet Fr. 17.-, mit Namen und Illustration Fr. 25.- (ohne Versand). Eine Tasse zum Teilen, für Verliebte mit beiden Namen drauf, kostet übrigens gleich viel. Neben Tassen gibt es von Virginia Vintage auch Näpfe für den vierbeinigen Liebling sowie bunte Schalen oder Blumenvasen, die selbst ohne Blumen sehr dekorativ sind.

Schale Lilly

Schale Lilly zaubert eine Referenz an die Impressionisten auf den Tisch.

VinatgeVase

Virginia Vintage macht es ihren Kunden einfach: Ansehen und/oder bestellen kann man die reizenden Porzellan- und Glas-Objekte übers Netz bei
www.virginia-vintage.com

Broadway Variété jetzt zu Gast in Zürich

Donnerstag 18.08.2011
Redaktion Anita Lehmeier

Die Bühnentruppe des Broadway

Die Bühnentruppe des Broadway um das Principalen-Paar Jrma & David Schoenauer. Fotos © Mischa Scherrer

Gibt es tatsächlich Leute, die noch nie vom Broadway Variété gehört haben?!? Noch nie die Tingeltangel-Schau im ältesten Schaustellerzelt der Schweiz gesehen haben? Sich noch nie über die skurrile, schräge und sexy Show scheckig gelacht haben? Noch nie über die kühnen Akrobaten, die herzergreifenden Musiker, die hintersinnigen Poeten, die seltsamen Bestien, den grenzen-sprengenden Humor der Truppe und den besten Conférancier der Alpennordseite gestaunt haben? Noch nie den feinen Slow-Food-Dreigänger gekostet haben?
Kaum zu glauben, denn das Broadway tingelt bereits in der 20. Saison durch die Schweiz. Momentan ist der muntere Haufen in Zürich stationiert, auf dem Kasernen-Areal, und zwar bis zum 3. September. Boadway-Fans haben ihren Termin bereits reserviert, Broadway-Rookies mit fortgeschrittenem Humorverständnis sollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, ins Herz der Famiglia zu blicken:

BLOGPosterbroadway

Das diesjährige Motto im Broaway lautet COSA NOSTRA. Wer diesen überaus vergnüglichen Abend zu seiner eigenen Sache machen möchte - Vorstellungen finden vom Di bis Sa um 19 Uhr statt, der Apero startet  eine halbe Stunde davor. Preise inklusiv Dreigangmenü Fr. 110.- (DI bis Do) und Fr. 120.- am Fr und Sa.
Reservationen Tel. 079 302 71 56 (Di bis Sa 11 bis 14 Uhr oder 17 bis 18 Uhr).
Infos und Impressionen  www.broadway-variete.ch

Bayernkönig Ludwig II reloaded

Bayernkönig Ludwig II reloaded: Dieser Herr klärt sie über die (Schief)-Lage der Welt und deren Machthaber auf - jetzt in Ihrem Theater auf der Kasernenwiese!

Bald im Kino: Drei Haudegen, ein süsser Stift und Bella Milla

Mittwoch 17.08.2011
Redaktion Anita Lehmeier

En garde!

En garde! Die drei Musketiere und ihr Lehrling fürchten keine Übermacht.
Filmstills © Pathé Films

Mit dem 3-D-Spektakel THE THREE MUSKETEERS, das am 1. September in unseren Kinos startet, erlebt das Genre der Mantel- und Degenfilme eine Renaissance. Der Action-Profi Paul W. S. Anderson (RESIDENT EVIL) bringt den rund 250 Jahre alten Stoff aus der Feder von Alexandre Dumas frisch auf die Leinwand. Der Film begeistert aber nicht nur Freunde des Action-Kinos, sondern auch Fashionistas. Die Gewänder der königlichen Kämpfer (Luke Evans, Matthew MacFadyen, Ray Stevenson, als D'Artagnan gibt Logan Lerman seinen Einstand) sind wahrhafte Augenweiden, und die fantastischen Roben, die Milla Jovovich alias Milady de Winter trägt, sind schlicht atemberaubend. Nicht nur für die Zuschauer. Die Mieder, in die Milla eingeschürt wurde für die Dreharbeiten, raubten der Schönen den Atem und liessen das Blut stocken. Entworfen hat die Kostüme der französische Designer Pierre-Yves Gayraud, der bereits für DAS PARFUM, THE BOURNE IDENTITY oder INDOCHINE schneiderte, ein Meister seines Fachs.

Milla Jovovich

Milla Jovovich als intrigante Milady de Winter.

Mehr zum Film THE THRE MUSKETEERS IN 3D  und ein Porträt über Milla Jovovich lesen Sie in der druckfrischen SI Style, die ab morgen am Kiosk zu haben ist.
Hier der exklusive Trailer über die Macht der Mode.

  

Kunst am Bein: Wolle, so bunt wie Hundertwasser

Freitag 12.08.2011
Redaktion Anita Lehmeier

Opal Wolle

Opal macht Wolle, die aus grauen Mäusen bunte Hunde macht.

Eigentlich mögen wir es nicht, wenn man Kunstwerke zu Dekorationszwecken missbraucht: Monets Seerosen an Foulards, Raphaels Engelchen auf Kissenhüllen, da Vincis David als Kerzenständer, Mona Lisa auf Lippenstiftwerbung oder René Buris Porträt von Che Guevara auf T-Shirts - alles no NO NO!  Wenn die bonbonbunten Bilder des Wieners Friedensreich Hundertwasser (1926-2000) geplündert werden, sehen wir das nicht so streng, das Multitalent pflegte ja seinen Hang zum Dekorativen, Gefälligen zeit seines Lebens. Jetzt gibt es Hundertwassers Farbpalette als Wolle! Sie heisst Opal, hergestellt wird sie in Deutschland, in Hechingen von Tutto Wolfgang Zwerger GmbH. Mit dem Multicolor-Misch-Material (75 % Schurwolle, 25 % Polyamid) bringen auch ungeübte Lismer und Lismerinnen was Dekoratives zustande. Und gegen ein bisschen Farbe an trüben Herbsttagen, und seis um die Füsse, kann man ja nicht ernsthaft was haben... Wo es Opal-Wolle in allen Regenbogenfarben gibt, weiss www.sockenwolle.de

Neu im Kino: Schimpansen, ein Schlemihl und mieses Karma

Donnerstag 11.08.2011
Redaktion Anita Lehmeier

Sie mögen es, wenn's kracht und krawallt im Kino? Oder haben Sie es lieber skurril und lustig? Oder heulen Sie sich am liebsten die Augen aus über unglückliche Liebe? Egal was - heute laufen feine Filme an, die für jeden Geschmack das Richtige bieten: Viel Action mit RISE OF THE PLANET OF THE APES, hintersinniger Humor mit BARNEY'S VERSION und Herzschmerz mit DIE EINSAMKEIT DER PRIMZAHLEN.

Der Reihe nach: Bei RISE OF THE PLAENT OF THE APES haben die Macher gaaanz tief in die Trickkiste gelangt, entsprechend überzeugend kommen auch die Hauptdarsteller, die Affenbande, rüber. Vor allem deren Anführer, der Schimpanse Caesar, gespielt von Andy Serkis. Den Namen (und weniger sein Aussehen...) kennen wir aus LORD OF THE RINGS, der Brite Serkis gab da - mit Hilfe von Computertechnik - den Gollum, das hinterlistige Monsterchen mit grossem Ring-Drang. Und auch dem Riesengorilla KING KONG lieh Serkis Mimik und Gestik.

Trailer zu RISE OF THE PLANET OF THE APES

Überraschend ist nicht nur die Handlung um den Schimpansen mit der Gehirnleistung eines Genies, sondern auch der Cast. Mit von der Partie ist James Franco, der mit klugen Filmen wie MILK, 127 HOURS und HOWL unseren Respekt verdient hat. Er spielt den ehrgeizigen Wissenschaftler, der sich um das verwaiste Affenbaby kümmert. Ihm zur Seite steht Freida Pinto, die wie schon in SLUMDOG MILLIONAIRE vor allem hübsch anzusehen ist. Eine tolle Leistung zeigt Tom Felton (der blonde Schlimmfinger aus HARRY POTTER) als sadistischer Tierwärter. Wie immer grossartig spielt John Lithgow (unvergessen als Transe Roberta, Ex-Quarterback der Red Socks in GARP).  Das Remake des Affentheaters bietet 105 Minuten Spannung, Action und Spektakel, mit einem Showdown auf der Golden Gate Brigde vom Feinsten. Und einem Ende, das nach Fortsetzung aussieht...

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Einen Kerl mit hohem Verschleisspotenzial lernen wir auch in der Tragikomödie BARNEY'S VERSION kennen: Barney (Paul Giamatti, bekannt aus SIDEWAY, DUPLICITY, SHOOT 'EM UP) ist un unansehnlicher, rücksichtsloser, selbstherrlicher Zeitgenosse, aber einer mit Charme. Ausgerechnet an seiner Hochzeit (mit der köstlichen Minnie Diver) verguckt er sich in eine andere, entzückend gespielt von Ex-Bond-Girl Rosamund Pike (WE WANT SEX und AN EDUCATION).

Mazeltov 
Mazeltov, viel Glück wünscht sich die hübsche Braut (Minnie Driver) mit ihrem Barney (Paul Giamatti). Der hat an seiner eigenen Hochzeit nur Augen für...

Miriam 
...für die zauberhafte Miriam (Rosamunde Pike).

Als Barneys Vater, einen verwahrlosten, trinkfesten Ex-Cop, gibt es wieder einmal den wunderbaren Dustin Hoffman zu erleben.

Dustin Hoffman 
Barney (Paul Giamatti) und sein Vater Izzy (Dustin Hoffman) bei Flüssig-Nachessen. © Filmstills Rialto

Überhaupt überzeugt der Film mehr von den schauspielerischen Leistungen her als von der Handlung. Die Geschichte über mehrere Jahrzehnte ist ziemlich überfrachtet, die Zeitsprünge lassen sich lediglich an Barneys Frisur erkennen, warum wer was tut, entzieht sich manchmal dem Zuschauer. Doch Giamatti endlich einmal in einer Hauptrolle zu erleben, lohnt allein schon den Preis eines Kinotickets.

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Liebhabern schwerer, ernster und nachhaltiger Kinokost sei das italienische Familiendrama DIE EINSAMKEIT DER PRIMZAHLEN empfohlen. Wie Primzahlen sind die beiden Protagonisten Alice (Alba Rohrwacher) und Mattia (Luca Marinelli) aussergewöhnliche Wesen, anders als die anderen und wie Primzahlen einsam (Achtung: Mathematiknachilfe: Primzahlen lassen sich nur durch sich selber und eins teilen, und sie liegen nie nebeneinander).

Verletzte Seelen 
Verletzte Seelen: Mattia (Luca Marinelli), seine Mamma (Isabella Rosselini) und Alice im Verwundetenland (Alba Rohrwander). © Filmstill filmcoopi

Alice und Mattia begegnen sich erstmal als Teenager und später als Erwachsene. Zwar fühlen sie sich zueinander hingezogen, zumal sie beide an einem Trauma aus Kindertagen leiden, doch immer wieder steht ihnen ihr Anderssein im Weg zum Glück. Wie BARNEY'S VERSION zieht sich die Geschichte in DIE EINSAMKEIT DER PRIMZAHLEN über mehrere Jahrzehnte, in letzterem allerdings stimmiger. Das Drama fesselt mit bemerkenswerten Schauspielern, allen voran Italiens Shooting Star Alba Rohrwander, die schon in IO SONO L'AMORE einen bleibenden EIndruck hinterliess. Und der Film erlaubt ein Wiedersehen mit einer lebenden Legende, Isabella Rossellini. Die Hollywood-Mimin (BLUE VELVET, WILD AT HEART) und Beauty-Ikon (Lancôme) zeigt, wie eine Schönheit in Würde altert. Grazie, Isabella!

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