Wer die Nase voll hat von Winter, Schnee und blau gefrorenen Fingern, dem sei ein Trip in die Wüste empfohlen. Den gibt es zum Preis von einem Kinoticket. Allerdings herrscht dort Krieg, einmal bitter ernst, einmal schräg und witzig. Heute laufen der Oscar-Abräumer THE HURT LOCKER nochmals und MEN WHO STARE AT GOATS neu an.
Szene aus THE HURT LOCKER: bei 40 Grad Celsius rückt der Bombenentschärfer (Jeremy Renner) im Schutzanzug von rund 40 Kilo (!) aus zum Einsatz. Kathryn Bigelow hat mit den Mitteln des Spannungs- und Action-Kinos eine eindrückliche Dokumentation über das Handwerk des Krieges geschaffen. Wer sich überzeugen will, dass der Film jeden der sechs Oscars zu Recht gewonnen hat - der Filmverleiher Ascot-Elite rückt verdankenswerterweise THE HURT LOCKER nochmals ins Programm.
Wie Kathryn Bigelow durchgestylt auf dem roten Teppich und mit der Goldtrophäe in der Hand und Tränchen in den Augen aussieht, sehen Sie in unserem Blog zur Oscar-Feier. Hier sehen wir die taffe Lady beim Arbeiten.
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Ebenfalls um den Krieg im Nahen Osten, aber aus einem ironischen Blickwinkel betrachtet, dreht sich THE MEN WHO STARE AT GOATS (Männer, die auf Ziegen starren). Fünf gute Gründe, sich die Real-Satire reinzuziehen: 1. George Clooney,
2. Jeff Bridges, 3. Ewan McGregor, 4. Kevin Spacey - und 5. eine haarsträubende Story: Der Reporter Bob Wilton (Ewan McGregor) trifft im Irak den schrägen Vogel Lyn Cassady (George Clooney). Der erzählt ihm die unglaubliche, aber wahre Geschichte einer Spezial-Einheit, die mit übersinnlichen Fähigkeiten statt mit Waffen ausgestattet in den Krieg ziehen soll.
Sie lernen durch Wände gehen, über Feuer laufen, Wolken aufzulösen oder eben Ziegen durch Blicke zu töten. Der Ober-Guru der Hippie-Truppe, Bill Django (brillant: Jeff Bridges, Bild unten) soll aus gewöhnlichen Soldaten Jedi-Krieger machen, für die Ausbildung ist jedes Mittel, inkl. Drogen, recht.
Ein Kriegsfilm zum Lachen und Staunen - das gab es seit Stanley Kubricks Meisterwerk DR. STRANGELOVE nicht mehr auf Leinwand. Das wär dann der sechste gute Grund den Film zu sehen.