Immer den nächsten Flug vor Augen - George Clooney als Vielflieger Ryan Bingham.
Das Hudelwetter weckt Fernweh, jetzt einfach ab zum Flughafen und in den nächsten Flieger Richtung Süden einsteigen - das wärs! Vor allem, wenn man so einen charmanten Sitznachbar hätte wie George Clooney. Die Chance, neben ihm zu sitzen im Flieger, wäre gross, wenn das Leben so schön wie Kino wäre. In seinem neuen Film UP IN THE AIR spielt Mr Clooney einen Qualiflyer der Extraklasse, er ist 322 Tage pro Jahr in der Luft, jettet von einer Stadt zur anderen, wo er dann Angestellten schonend beibringen muss, dass sie gekündigt werden.
UP IN THE AIR ist ein heiteres Kinostück mit melancholischem Unterton. Denn der Vielflieger kennt jeden Flughafen, jedes Airporthotel in- und auswendig, von zwischenmenschlichen Beziehungen aber hat er wenig Ahnung - er reist auch emotional mit leichtem Gepäck. Bis er auf auf eine verwandte Seele trifft, die Businesswoman Alex, die wie er ständig unterwegs ist und wohl kaum Tendenz zum Klammern entwickeln wird.
Abseits der Business-Pfade kommen sich Ryan und Alex (Vera Famiga) näher.
© Filmstills UIP
Der Jungregisseur Jason Reitman ("JUNO", "THANK YOU FOR SOMKING") legt mit UP IN THE AIR eine ernste Komödie vor, die gleich sechsmal für einen Oscar vorgeschlagen ist. George ist dabei, ebenso seine beiden Filmpartnerinnen Vera Famiga und die Neuentdeckung Anna Kendrick. Weitere Nominationen: beste Regie, bestes adaptiertes Drehbuch und bester Film des Jahres. Obs gleich dafür reicht? Uns jedenfalls beschert das Feelgood-Movie einen Clooney in Bestform, mit sehr viel Selbstironie, wenn er den Bindungsunwilligen gibt... und einen 105minütigen Höhenflug.