Jetzt gibts gleich zwei gute Gründe, ins Kino zu gehen: Meryl Streep und Bruno Ganz. Zwei ganz Grosse der Schauspiel-Gilde, die wie edler Wein, immer besser werden mit den Jahren. Ihre neuen Filme, "It's complicated" und "Der grosse Kater", laufen ab heute, den 21. Januar, in unseren Kinos an.
Ladies first, also zuerst zu Meryl Streep: Sie hat es geschafft, die Titelrolle in einer romantischen Komödie zu bekommen, einem Genre, wo die Frauen normalerweise um die 30 sind - oder zumindest so aussehen...
Meryl Streep als reife Dame mit Frühlingsgefühlen: Die Katze lässt das Mausen nicht... © Filmstills aus "It's complicated", Verleih Universal Pictures.
Die Streep spielt in der Beziehungskiste "It's complicated" eine reife, arrivierte Frau, die trotz aller Erfolge im Geschäft und ihrem schönen Haus eines doch sehr vermisst - die Liiiebe. So lässt sie sich aus Jux und Tollerei mit zwei Typen ein, einerseits ihrem Ex-Mann (Alec Baldwin), den sie dann mit ihrem Architekten (Steve Martin) betrügt. Was heisst hier Betrug?!? Als geschiedene Frau kann sie nur einen einzigen Menschen betrügen, nämlich sich selber. Wie komplizert in jedem Alter das mit der Liebe und dem Sex doch ist, zeigt die Story auf charmante Weise. Geschrieben und inszeniert hat die Komödie eine Frau: Nancy Meyers. Sie hat uns schon mit "Something's gotta give" (mit Diane Keaton und Jack Nicholson) und mit "What Women Want" (mit Helen Hunt und Mel Gibson) zum Schmunzeln und zum Nachdenken gebracht über Männer und Frauen und warum die so unterschiedlich ticken - oder eben doch nicht. Soo kompliziert ist es doch gar nicht.
Welä welä sölli näh?? Den Ex (Alc Baldwin, oben) oder den Hopp (Steve Martin)?
Meryl Streep geniesst es, dass endlich Damenwahl angesagt ist.
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Nicht nur am Himmel über Hollywood leuchten Stars, auch das Schweizer Kino kann mit schauspielerischen Glanzlichtern aufwarten. Ein solches setzt Bruno Ganz im Film "Der grosse Kater".
"Himmel hilf" - Gebirge von Problemen lasten auf den Schultern vom grossen Kater (Bruno Ganz). © Frenetic Films
Bruno Ganz war letztes Jahr oft auf der Leinwand zu geniessen, in "The Reader" und "Der Baader-Meinhof-Komplex" sowie in "Giulias Verschwinden" (läuft noch). Doch von Bruno Ganz bekommen wir nie genug. Und als "Der grosse Kater" ist er einfach zum Niederknien gut. Die Polit-Satire basiert auf Thomas Hürlimanns gleichnamigem Buch, das wiederum auf dessen Vater, den Bundesrat Hans Hürlimann anspielt, sich aber weder auf Namen noch Zeit fixiert. Bruno Ganz spielt den quasi-fiktiven Bundespräsidenten, der von allen Seiten in die Mangel genommen wird und sich zwischen Polit-Intrigen, Ehekrise, Staatsbesuch, Verrat, Familiendrama und Medienhetze durchlaviert. Kein anderer könnte den komplexen Charakter dieser schillernden Figur glaubhafter vermitteln als Ganz. Eine Glanzleistung! Ab sofort im Kino zu sehen.
Steinerne Miene zum bösen Spiel: Wahrt die Ehefrau vom Kater ( Marie Bäumer) den schönen Schein oder kommts zum Eklat beim Staatsempfang?