Ein Vergnügen, so zart bitter wie schwarz Schokolade, gibt es ab heute abend im Kino zu geniessen: MARY AND MAX heisst der Film, den Sie sich jetzt gönnen sollten. Das wunderbare Kunststückchen aus Australien bietet ab- und hintergründigen Humor, zu dessen Genuss man unbedingt genügend Kleenex mitnehmen sollte. Denn er drückt auf die Tränendrüse - das schräge, liebenswürdige Paar bringt Sie garantiert zum Schniefen, vor Lachen und vor Traurigkeit. Die Figuren sind aus Plastilin, der Regisseur und Designer Adam Elliot gilt denn auch als Nick Park ("Chicken Run", " Wallace and Gromit") von Down under.
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Die Story: Mary, acht Jahre alt, wächst ziemlich einsam am Stadtrand von Melbourne auf, ihre Mutter verdöst gin-selig die Tage. Mary ist verrückt nach gezuckerter Kondensmilch, Schokolade und sie glaubt, dass die Babies in Australien auf dem Grund von Biergläsern liegen, wo sie von ihrem Vätern gefunden werden. Als Brillenträgerin und mit einem Muttermahl sowie Sommersprossen geschlagen, tut sich Mary schwer mit Freundschaften. So pflegt sie ausführlich Briefkontakt mit Max Horovitz, einem kauzigen New Yorker Juden, der unter dem Asperger Syndrom leidet, einer Form von Autismus. Auch Max hat seine liebe Müh mit der Umwelt, Menschen findet er vor allem verwirrend.
Zwanzig Jahre lange schreiben sich die beiden lange Briefe und erklären sich gegenseitig ihre Sicht auf die Welt, und was sie davon halten. Die wundervolle Toni Collette ("Muriel's Wedding", "About a Boy") leiht Mary ihre Stimme, der eigenbrötlerische Max wird von Philip Seymour Hoffman ("The Big Lebowski", "Magnolia") gesprochen. Die Geschichte um die beiden sympathischen Aussenseiter gehört zum Berührendsten und Komischsten, was in diesem Jahr auf Leinwand zu sehen war. Genau das Richtige für eine lange Nacht im Herbst!