
Sollte sie nun Ärztin oder Sängerin werden? Rupa Marya konnte sich nicht entscheiden. Beziehungsweise entschied sich für beides: Tagsüber war sie Medizinerin in einem Spital in San Francisco, abends spielte sie ihre Lieder auf der Gitarre in kleinen Cafes und erzählte vom Tod und dem Leben, von Freude und Schmerz. Und wie es ist, eine Weltbürgerin zu sein: Rupas Eltern sind aus Indien ausgewandert, sie selber wuchs in Kalifornien, Indien und Südfrankreich auf und spricht also drei Sprachen fliessend. Plus Spanisch.
Entsprechend war denn auch ihr Debüt-Album «Extraordinairy Rendition» vom letzten Jahr ein flammend-bunter Blumenstrauss von Weltmusik: witzig, charmant und, wie sagt man: weltbewusst. Ihre Musik hat jetzt einen Namen: Global Agit-Pop – wohlgemerkt ohne r im Pop. So bezeichnet ihre Plattenfirma Cumbancha die Musik ihres zweiten Albums «Este Mundo», das gestern erschienen ist und uns weltoffenen Musikfreunden helle Freude bereitet. Musik ist eben doch die beste Medizin, da hat sich Rupa richtig entschieden, beides zu tun. Für diejenigen, die sich ihre Agenda fürs nächste Jahr schon gekauft haben: am 9. Januar spielen Rupa & The April Fishes live in Zürich, einen Tag später in Bern.
http://www.youtube.com/watch?v=IkpuAQIdoD4
(Text Christian Hug, Redaktion Anita Lehmeier)